FUSSBALL: EUROPA LEAGUE / GRUPPE B / 3. RUNDE / SK PUNTIGAMER STURM GRAZ - REAL SOCIEDAD SAN SEBASTIAN

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Sport Fußball

Sturm Graz will den Corona-Teufel vertrieben haben

Sturm-Coach Ilzer blickt nach dem 3:3 gegen den LASK zuversichtlich auf das europa-Cup-Duell mit Eindhoven.

11/22/2021, 10:00 AM

Sturm-Graz-Trainer Christian Ilzer hat am Sonntag einen Punkt gegen den LASK wie einen Sieg gefeiert. Seine von zahlreichen Corona-FĂ€llen nur halbwegs erholte Truppe kam am Sonntag vor eigenem Publikum nach 0:3 gegen den LASK noch zu einem 3:3 und jubelte ĂŒber ein "geiles Spiel" (TorschĂŒtze Manprit Sarkaria). Ilzer, dessen Team Platz zwei vom WAC zurĂŒckholte, zeigte sich stolz auf die Mannschaft: "Die Reaktion auf die Widrigkeiten zeigt ihre MentalitĂ€t und den Charakter."

"Die letzten zwei Spiele, das 1:1 in San Sebastian und das 3:3 heute, habe ich den UmstĂ€nden entsprechend wie Siege erlebt", gab Ilzer zu Protokoll. 40 Minuten lang schaute sein Team wie der sichere Verlierer aus: Der LASK agierte viel prĂ€senter und aggressiver, Sturm war mit Ilzers Worten "gefĂŒhlt verloren, zu langsam, zu lethargisch." Was angesichts der Vorgeschichte mit dem ĂŒberstandenem Corona-Cluster fĂŒr ihn aber "keine Überraschung" gewesen sei. Auch wenn nicht alles mit Corona erklĂ€rbar sei: "Wir strotzen nicht vor Kraftreserven. Jeder, der Corona gehabt hat, weiß, wie sich das nach drei, vier Tagen (nach Genesung, Anm.) anfĂŒhlt", betonte der Steirer. "NatĂŒrlich fehlt den Spielern noch die Dynamik und Handlungsschnelligkeit im Kopf."

Nebel in den Köpfen

"Es war neblig und dĂŒster", spielte Ilzer auf den Novemberabend an, "und so hat es bis zum Anschlusstor auch in unseren Köpfen ausgeschaut". Lukas Grgic (26.), Mamoudou Karamoko (32.) und Sascha Horvath (36.) hatten den guten Start der "Athletiker" belohnt, Sturm schien am Boden. Doch das 1:3 durch Kelvin Yeboah (44.) knapp vor der Pause wirkte wie eine Moralinjektion - Sarkaria (64.) und noch einmal Yeboah (80.) schafften das scheinbar Unmögliche. "Wir waren in der zweiten HĂ€lfte viel prĂ€senter, auch bei zweiten BĂ€llen. Die Einwechselungen von Kuen und Jantscher haben das Spiel belebt, und wir waren am Ende dem Sieg nĂ€her als dem LASK", stellte Ilzer fest. "Die Motivationsschwelle kann man mit Training und positivem Denken nach oben schrauben, sodass eine Mannschaft, auch wenn sie mĂŒde ist, ĂŒber Grenzen gehen kann."

FUSSBALL ADMIRAL-BUNDESLIGA / 15. RUNDE: SK PUNTIGAMER STURM GRAZ - LASK

Den kommenden Aufgaben, darunter das Europa-League-Gastspiel bei PSV Eindhoven am Donnerstag, blickte er hoffnungsfroh entgegen: "Ich glaube und hoffe, dass wir in der zweiten HĂ€lfte den Corona-Teufel vertrieben haben." Freilich bleibe abzuwarten, "wie sich diese Belastungen in der Regenerationszeit auswirken."

Auch wenn Sturm nun schon drei Liga- bzw. sechs Pflichtspiele en suite ohne Sieg ist. Im Vergleich zum LASK schaut die Lage fĂŒr den Tabellenzweiten, der mit einem Spiel weniger punktegleich mit dem WAC ist, recht gut aus. Die Linzer, die nur einen Punkt vor Schlusslicht Altach liegen, verpassten den zweiten Ligasieg in Folge und mussten sich dafĂŒr hauptsĂ€chlich selbst an der Nase nehmen - Gelb-Rot fĂŒr Rene Renner im Finish (78.) machte die Sache nicht leichter. "Ich bin stinksauer, dass wir das 3:0, eine komfortable FĂŒhrung, aus der Hand gegeben haben", meinte Trainer Andreas Wieland. "Wir haben IntensitĂ€t und Tempo in der zweiten HĂ€lfte nicht halten können. Das wollten wir durch die Wechsel aufrechterhalten, was aber nicht gelungen ist."

Austria ließ zu viele Chancen aus

Weit weniger spektakulĂ€r fiel das torlose Remis zwischen der Klagenfurter und der Wiener Austria aus. Die jungen Wiener ließen vor allem in der besseren zweiten HĂ€lfte Reife im Torabschluss vermissen. ToptorschĂŒtze Marco Djuricin wurde beim Tabellensiebenten vermisst, man habe "leider mehrere Sitzer ausgelassen", hielt Trainer Manfred Schmid fest. "So gesehen sind es gefĂŒhlt zwei verlorene Punkte. Aber ich muss fair sein: Im Finish hĂ€tten wir das Match auch noch verlieren können."

Klagenfurts Trainer Peter Pacult war angesichts der fortgesetzten Heimserie (in allen sieben Spielen ungeschlagen) gnĂ€dig. "Man muss auch einmal mit einem 0:0 zufrieden sein". Als Sechster - zwei Punkte vor den Wiener Veilchen - liegt der Aufsteiger auch nach der 15. Runde ĂŒber dem "Strich".

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