Gell, du magst mi: Rapid-Trainer Zoran Barisic schätzte den Spieler Markus Katzer (li.), nun ist der Sportdirektor sein Vorgesetzter

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Sport Fußball

Sportdirektor Katzer: "Rapid ist kein Risiko, sondern eine Chance"

Markus Katzer betont die Nähe zu Geschäftsführer Hofmann und Trainer Barisic, pocht aber auch auf sein Recht des letzten Wortes. Zusatzkosten wurden vermieden.

von Alexander Huber

01/05/2023, 04:03 PM

„Als Lehre aus der Vergangenheit“ bezeichnet Steffen Hofmann das voll besetzte Podium bei der offiziellen Präsentation von Markus Katzer als Sportdirektor bei Rapid. Zwischen Hofmann und Katzer sitzt Zoran Barisic, der als Chefcoach künftig zwei Ansprechpartner für sportliche Entscheidungen hat.

Hofmann hatte als engster Mitstreiter von Barisic mitbekommen, wie der 52-Jährige als Geschäftsführer Sport zwischen den vielen Aufgaben in Hütteldorf aufgerieben und teils auch überfordert wurde. Deswegen kümmert sich Hofmann künftig um den Nachwuchs, die Akademie und den Aufbau der Frauensparte. Das, was in der Öffentlichkeit und bei den meisten Fans am schwersten wiegt, leitet hingegen der Rückkehrer.

„Ich bin für die Profis, die Kaderplanung und das Scouting verantwortlich. Wenn es drauf ankommt, werde ich da auch das letzte Wort haben“, stellt Katzer klar.

Keine Machtkämpfe mehr bei Rapid

Wobei das freundschaftlich miteinander verbundene Trio mehrmals betont, dass es künftig in Hütteldorf keine Machtkämpfe mehr geben wird. „Ich bin von Mecki und von Steff zu 100 % überzeugt. Zwischen uns wird kein Blatt Papier passen“, sagt Barisic.

„Ich bin sicher, dass wir gemeinsam die richtigen Entscheidungen für Rapid treffen werden“, betont Hofmann. Und Katzer versichert: „Die Vertrauensbasis ist vom ersten Tag an da. Und wenn wir mal nicht einer Meinung sind, werden wir trotzdem Respekt voreinander haben.“

Mögliche Erfolgsbremsen wie Verhaberung oder einen fehlenden Blick von außen sieht Barisic nicht: „Vielleicht brauchen einige ein A…loch als Kollege in der Arbeit. Ich sehe das ganz anders.“

Gewünschter Druck

Katzer hat in seinen neuneinhalb Jahren außerhalb von Rapid als Spielerberater und vor allem bei der Vienna gelernt. „Das war gut, aber mir ist der Druck abgegangen, den ich brauche und kenne.“ Der 43-Jährige erzählt: „Ich habe hier alles erlebt: Zwei Meistertitel, die Champions League. Aber auch den letzten Platz. Da wurde am Abend der Mannschaftsbus von den Fans erwartet und wir haben bis 5 Uhr über die Krise diskutiert.“

Jetzt zählt nur noch – wie seit der Listengründung seines ehemaligen Zimmerkollegen Hofmann stets betont wird – „der sportliche Erfolg“. Dafür soll „der richtig gute Nachwuchs“ bei den Profis eingebaut „und dann veräußert werden“.

Katzer wird wie es Präsident Alexander Wrabetz ausdrückt, „die Aufgaben eines klassischen Sportdirektors“ übernehmen. Das Trio Katzer, Hofmann, Barisic wird sich täglich im neuen Trainingszentrum im Prater treffen, dort arbeiten und entscheiden. Gemeinsam mit dem fürs Vertragswesen zuständigen Langzeitrapidler Stefan Ebner.

Kräfte von früher

Überhaupt fällt auf, dass viele Kräfte aus alten Hanappi-Stadion-Zeiten im Amt sind. So wie Werner Kuhn, der als interimistischer Peschek-Nachfolger noch einige Monate bleiben wird. Unter dem Geschäftsführer Wirtschaft wurde der Posten des Finanzchefs Peter Pick eingespart. „Damit ist die Erweiterung der Geschäftsführung kostenneutral“, sagt Wrabetz.

Mit Details, wie der Anzahl der nötigen Scouts, hält sich Katzer noch zurück. Bei den dringendsten Vertragsverhandlungen (Querfeld und Hedl) hat der Wiener bereits am ersten Arbeitstag mit den Eigenbauspielern gesprochen: „Wir wollen verlängern. Meistens gilt: Wo ein Wille, da ein Weg“.

Mit einem Scheitern will sich Katzer nicht beschäftigen: „Ich denke immer positiv. Rapid ist kein Risiko, sondern eine riesengroße Chance. Weil das Potenzial des Vereins so enorm groß ist.“

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