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Sport Fußball
07/30/2022

Spektakel im Supercup: Bayern besiegt Leipzig mit 5:3

Dani Olmo machte es kurz vor Schluss noch einmal spannend, ehe die Bayern in der Nachspielzeit erneut trafen.

Der FC Bayern hat den ersten Titel der neuen Saison geholt - aus der anfĂ€nglichen Machtdemonstration wurde am Ende aber ein Zittersieg. Die MĂŒnchner gewannen am Samstagabend im Duell des deutschen Fußballmeisters gegen den Pokalsieger RB Leipzig in dessen Stadion vor ausverkaufter Kulisse mit 5:3 (3:0).

AngefĂŒhrt vom starken 19 Jahre alten Nationalspieler Jamal Musiala und dem treffsicheren Neuzugang Sadio ManĂ© bestimmte der Rekordmeister lange das Geschehen, kam in der Schlussphase aber noch mal in BedrĂ€ngnis. Bei der 16. Teilnahme schnappten sich die MĂŒnchner letztlich aber zum zehnten Mal den Supercup.

Musiala brachte die Mannschaft des vor einem Jahr von Leipzig nach MĂŒnchen gewechselten und von den RB-Fans vor der Partie ausgepfiffenen Julian Nagelsmann bereits in der 14. Minute in FĂŒhrung. Es war der erste Bayern-Treffer mit dem ersten Schuss im ersten Pflichtspiel. ManĂ© brauchte eine gute Viertelstunde spĂ€ter die Hereingabe von Serge Gnabry nur ĂŒber die Linie zu drĂŒcken (31.), ehe Frankreichs Weltmeister und Abwehrspieler Benjamin Pavard (45.) kurz vor der Pause fĂŒr die Vorentscheidung sorgte.

Im zweiten Durchgang kam RB durch Tore von Marcel Halstenberg per Kopf (59.), Christopher Nkunku per Foulelfmeter (77.) und Dani Olmo (89.) bei einem Gegentor von Gnabry (66.) nochmal ins Spiel. Auch weil es die Bayern unnötig spannend machten. Schließlich setzte Leroy SanĂ© den Schlusspunkt (90.+8).

FĂŒr die Leipziger bleibt bis zum Bundesliga-Start nĂ€chste Woche in Stuttgart noch etwas Arbeit. Schon im Testspiel gegen Champions-League-Finalist FC Liverpool hatte es eine 0:5-Klatsche gegeben, immerhin versöhnte der zweite Durchgang. Vielleicht hilft zukĂŒnftig auch Nationalspieler David Raum. Laut GeschĂ€ftsfĂŒhrer Oliver Mintzlaff befinde man sich in den GesprĂ€chen mit der TSG 1899 Hoffenheim auf der Zielgeraden.

Nur Mane begann

„Ich freue mich auf die neuen Bayern“, sagte Nagelsmann, der aber zunĂ€chst auf die alten LeistungstrĂ€ger setzte. Lediglich der aus Liverpool gekommene ManĂ© stand in der MĂŒnchner Startelf. Der millionenschwere Starverteidiger Matthijs de Ligt musste sich dagegen noch gedulden. Er sei nach der kurzen Vorbereitung noch nicht bei 100 Prozent, meinte Nagelsmann.

So sah de Ligt von der Bank aus ein starkes Spiel seiner neuen Mannschaft. Die MĂŒnchner waren lange Zeit giftiger, aggressiver und technisch versierter. Mit hohem Pressing bereiteten sie den Gastgebern große Probleme. So dauerte es gerade mal 14 Minuten, ehe das erste MĂŒnchner Pflichtspiel-Tor der neuen Saison fiel: Nach einer verunglĂŒckten Befreiungsaktion der Leipziger kam der Ball zu Musiala, der aus halbrechter Position einschoss. Keine gute Figur hatten zuvor Marcel Halstenberg und der von den Bayern umworbene Konrad Laimer gemacht.

Die Leipziger antworteten postwendend. Doch der Jubel nach dem Tor von Christopher Nkunku verstummte wegen einer Abseitsentscheidung schnell (15.). RB agierte gegen die Bayern ohne klassischen MittelstĂŒrmer. Neben Nkunku stĂŒrmte Ideengeber Emil Forsberg.

Effiziente Bayern

Das Spiel lief aber vornehmlich in die andere Richtung, und dabei prĂ€sentierte sich der Meister mit hoher Effizienz. Nach einer Hereingabe von Gnabry war ManĂ© dort zur Stelle, wo die letzten Jahre stets Super-TorjĂ€ger Robert Lewandowski die Bayern-Fans jubeln ließ. Die Freude war groß bei Afrikas Fußballer des Jahres, der die Arme hochriss, hĂŒpfte und seine Mitspieler herzte.

Und es kam noch schlimmer fĂŒr die Leipziger, deren Fehler eiskalt bestraft wurden. Der spielfreudige Musiala tanzte die RB-Abwehr aus und legte Pavard den dritten Treffer auf. Das gefiel Sportvorstand Hasan Salihamidzic, der neben dem Vorstandsvorsitzenden Oliver Kahn auf der TribĂŒne Platz nahm. Es sei der richtige Zeitpunkt, so einen Schritt zu machen, auch um einen anderen Blickwinkel zu haben.

Und dieser Ă€nderte sich auch im zweiten Durchgang nicht. Immer wieder leitete Musiala gefĂ€hrliche Aktionen ein. Gnabry hatte sogleich die große Chance auf den vierten Treffer (51.). RB-Coach Domenico Tedesco reagierte mit zwei schnellen Wechseln und brachte den Spanier Dani Olmo sowie TorjĂ€ger AndrĂ© Silva ins Spiel. Letzterer hatte gleich Pech, als sein Kopfball gegen die Latte ging (57.). Kurz darauf wurden die BemĂŒhungen aber durch das Tor von Halstenberg belohnt, als Nationalkeeper Manuel Neuer unglĂŒcklich agierte.

Hoffnung keimte auf, zunĂ€chst aber nur kurz. Einen Schuss von Thomas MĂŒller konnte RB-Keeper Peter Gulacsi noch abwehren, im Nachsetzen schoss Gnabry aber den Ball in die Maschen. Als die Bayern einen Gang runtergeschaltet hatten, kam RB aber doch noch durch Nkunku und Olmo zu zwei weiteren Toren. Danach mussten die MĂŒnchner, bei denen de Ligt etwas Spielpraxis erhielt, sogar noch zittern. Mit dem Tor von SanĂ© war das Spiel dann aber entschieden.

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