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Sport Fußball
07/02/2020

Rapid-Trainer Kühbauer: "Ich muss mich bei meiner Frau bedanken"

Als Vizemeister gewährt der Coach seltene Einblicke. Für die Rapidler ist Kühbauer voll des Lobes. Beim LASK wird die Schuldfrage beantwortet.

von Alexander Huber

Didi Kühbauer hatte sich schon bei seinen Spielern, dem Trainerteam und dem ganzen Team bedankt, „dass wir ein echtes Kollektiv geworden sind. Das gute Klima bringt keine Siege, aber es hilft.“

Und dann hatte der Rapid-Trainer noch einen besonderen Dank parat: „Ich muss mich bei meiner Frau bedanken.“ Warum gerade jetzt? „Dieser Stress und dieser Druck, gerade bei Rapid, war unter diesen Umständen und mit diesem dichten Spielplan wirklich nicht normal. Ich war in diesem Monat deshalb nicht immer ich selbst.“

Nachdem der zweite Platz fixiert ist, gibt Kühbauer Entwarnung: „Jetzt werde ich wieder der Alte und das wird neben meiner Frau auch die Kinder zu Hause freuen.“

Für das 3:1 gegen den LASK und den kommenden Abschluss als Vizemeister fand der Burgenländer nur Worte des Lobes: „Das ist eine unglaubliche Saison und eine unglaubliche Leistung. Man muss nur ein Jahr zurückblicken, wo wir waren, was wir für einen Umbruch hatten und wie viele Verletzte immer wieder ersetzt werden mussten.“

Das größte Erfolgsgeheimnis? „Dass wir im Trainerteam und in der Mannschaft immer ruhig geblieben sind. Bei Rapid darfst du ja nicht nur effizient spielen. Und wenn du hoch gewinnst, war der Gegner schlecht. Aber wir sind immer ruhig geblieben, in unserer Bahn, haben viele Spieler weiterentwickelt und zehn Amateure hochgezogen.“ Kühbauers Fazit: „Das freut mich alles ungemein. Weil selbst Fans – wenn sie ehrlich sind – uns das nicht zugetraut hätten.“ 

Klartext von Ismael

LASK-Trainer Valerien Ismael wirkte angeschlagen – so wie seine Mannschaft. „Dieses Mal war es zum ersten Mal physisch richtig schwer.“ Der Franzose stellte klar, dass der drohende Rückfall auf Platz vier vom Verein mit den verbotenen Corona-Trainings selbst verschuldet wurde: „Wir haben uns aus eigener Schuld in eine ganz schwierige Situation gebracht, in der  wir viele Punkte verloren haben. Daraus müssen wir lernen, das darf nie wieder passieren.“

Die Konsequenz? „Wir sind sehr enttäuscht, traurig, wütend. Ich will professionell  bleiben und muss jetzt meine Emotionen runterfahren.“

Für Ismael gibt es einen „LASK vor Corona und einen LASK nach Corona: Zuerst waren wir frei im Kopf, dann haben wir uns selbst ins Knie geschossen.“

Ein Abschied sei aber kein Thema: „Meine Zukunft liegt ganz klar beim LASK. Wir haben Spieler verpflichtet, für die ich mich sehr eingesetzt habe. Unser Kader steht zu 98 Prozent.“

Kühbauers Wunsch Nr. 1

Das kann bei Rapid wahrlich nicht gesagt werden. Obwohl Kühbauer seinen dringlichsten Wunsch mit einer speziellen Vertragsverlängerung klarmacht: „Stefan Schwab ist so wichtig – auf dem Feld und abseits. Ich kann mir die nächste Saison ohne ihn wirklich nicht vorstellen.“

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