Rapid-Nachwuchs: Welche Talente auf der Liste von Hoff Thorup stehen
Rapid-Trainer Hoff Thorup bei der Arbeit
Johannes Hoff Thorup ist mehr als der Cheftrainer von Rapid. Es gibt kaum einen Bereich, in dem sich der Däne nicht einbringt.
Bei manchen Aspekten überrascht der 37-Jährige mit seinem Drang zur stetigen Verbesserung und mehr Professionalität, teils auch Klubmitarbeiter.
In einer wichtigen Sparte des Vereins war freilich von Anfang an klar, dass Hoff Thorup seine Erfahrung und seine Einschätzungen intensiv einbringen wird: im Nachwuchs.
Erster Blick auf den eigenen Nachwuchs
Der Coach kommt selbst aus dem Akademiefußball, sein Credo lautet: „Bevor wir einen Spieler kaufen, sollten wir schauen, ob wir einen Nachwuchsspieler hochziehen könnten. Welchen unserer Talente trauen wir zu, bei den Profis hineinzuwachsen?“
Dementsprechend intensiv verfolgt Hoff Thorup seit Jänner die Hoffnungsträger und ihre Entwicklung in Hütteldorf.
Ergebnisse sind für ihn dabei zweitrangig.
Rapid-Trainer Hoff Thorup
Wer würde in einer Top-5-Liga überzeugen?
Zuletzt gab es ein Meeting mit den Nachwuchstrainern.
„Ich sehe viele Talente, lasst sie noch mehr Fußball spielen“, lautete die Ermutigung an die Ausbildner. Denn Hoff Thorup macht sich durchaus Sorgen um Österreichs Fußballzukunft, er fragt: „Wer ist der beste österreichische Mittelfeldspieler in der Bundesliga, und würde dieser in einer Top-5-Liga überzeugen?“
Da Otar Kiteishvili Georgier ist, fällt die Antwort gar nicht so leicht.
Um künftig wieder mehr Talente platzieren zu können, soll – davon ist Hoff Thorup überzeugt – das Fußballerische forciert werden: „Das ist gerade für Mittelfeldspieler besonders wichtig.“
Rapid-Geschäftsführer Steffen Hofmann
Freude bei Nachwuchsfreund Hofmann
Steffen Hofmann freut sich über den Fokus des Dänen auf die eigenen Talente. Hofmann ist als Geschäftsführer nicht nur für den Nachwuchs zuständig, sondern hat von allen Führungskräften in Hütteldorf auch das größte Herz für die eigene Ausbildung.
Im KURIER-Gespräch bestätigt Hofmann den regelmäßigen Austausch von ihm und den Akademie-Verantwortlichen mit Hoff Thorup.
Für die tägliche Zusammenarbeit mit Rapid II ist Co-Trainer Luka Pavlovic zuständig. Jeden Nachmittag wird abgestimmt, welche Talente am nächsten Vormittag bei den Profis mittrainieren.
Dass Rapid-II-Coach Jürgen Kerber sehr ähnlich über Ballbesitz und Positionsfußball denkt wie er selbst, gefällt Hoff Thorup.
Rapid II? „Viel Potenzial“
Zum aktuellen Rapid-II-Team, das zuletzt die Titelkandidaten Amstetten (4:1) und Admira (3:0) besiegt hat, sagt er: „Es ist viel Potenzial da. Mir gefällt, dass sehr unterschiedliche Spielertypen im Kader ausgebildet werden.“
Aufsteiger für Profi-Kader
Bis zum Sommer geht es darum, wer den Sprung aus der 2. Liga in den Profikader schaffen wird. Noch sind keine endgültigen Entscheidungen gefallen.
Rapid-Talent Szladits (l.) - im Fokus von Chefcoach Hoff Thorup
Stets als ersten Namen in allen KURIER-Gesprächen über den Nachwuchs nennt Hoff Thorup den 19-jährigen Lorenz Szladits.
Der Däne fühlt sich bei der Leidenschaft und Laufleistung des Zentrumsspielers an Kapitän Seidl erinnert, „am Fußballerischen werden wir gemeinsam arbeiten“.
Unter den vielen talentierten Innenverteidigern hat Kenan Muharemovic gute Chancen, sofern der 20-jährige Linksfuß seine Verletzungsanfälligkeit in den Griff bekommt.
Für die bei Hoff Thorup wichtigeren Standardsituationen ist Ensar Music ein Spezialist. Der 18-jährige Mittelfeldspieler hält bei Rapid II bei 15 Scorerpunkten in 22 Einsätzen.
Stürmer Moulaye Haidara, 19, zählt für den Chefcoach ohnehin schon mehr zu den Profis als zu Rapid II.
Über Tormann Laurenz Orgler äußerte sich der Däne bereits im Trainingslager in Spanien im Jänner positiv.
Nunoo war am Weg zum Stammspieler
Und Daniel Nunoo hat den Sprung schon im Winter geschafft. Bis zu seiner Verletzung gegen Salzburg war der 19-jährige Flügelstürmer auf dem schnellen Weg zum Stammspieler.
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