Wieder kein Derby nach der Punkteteilung? Fountas (re.) gegen Martel

© APA/HERBERT NEUBAUER

Sport Fußball
12/14/2021

Kampf um die Meistergruppe: Viel Drama, aber keine Überraschungen

Die halbe Bundesliga versammelt sich rund um den ominösen Strich. Bislang galt: Wer nach 18 Runden in den Top 6 platziert ist, bleibt auch dort.

von Alexander Huber

Aus Sicht der Bundesliga läuft es für Christian Ebenbauer perfekt. „Es zeigt sich auch heuer wieder: Durch die Ligareform ist die Meisterschaft spannender geworden. Leider dürfte das erneut erst ab Platz zwei gelten, dafür wird es dahinter umso knapper“, meint der Bundesliga-Vorstand zu Beginn der kurzen Weihnachtspause.

Nach dem Cup-Viertelfinale wird bereits am Freitag, 11. Februar, die Frühjahrsmeisterschaft angekickt. Das wahrscheinliche Auftaktspiel ist Rapid – Salzburg.

Bis dahin wird die erste Halbsaison mit dem Videoschiedsrichter aufgearbeitet. „Es gab pro Partie im Schnitt drei Interventionen durch den VAR. Unser erstes Fazit ist positiv, die Quote der Fehlentscheidungen ist gesunken. Aber wir müssen beim Check noch schneller werden.“

Nur keine Fehlpfiffe

Oberstes Gebot muss sein, den Kampf um die Top 6 nicht durch Schiedsrichter-Fehler zu beeinflussen.

Denn Spannung ist garantiert. Vor der Punkteteilung wird die 2018 reformierte Liga geteilt: Die Top 6 versammeln sich in der Meistergruppe, die Flop 6 kämpfen gegen den Abstieg.

Mach drei aus sechs

So viele Vereine wie noch nie haben in der Winterpause den Strich im Blick. Lediglich Salzburg, Sturm und WAC dürfen fix mit der Meistergruppe planen. Nur Altach, Admira und die WSG scheinen unten gesetzt. Die Hälfte der Zwölferliga tummelt sich rund um den ominösen sechsten Platz. Zwischen dem zuletzt formstarken LASK (20 Punkte) auf Platz neun und dem Überraschungsteam Klagenfurt (25) auf Rang vier liegen nur fünf Zähler.

Ein Blick ins Archiv verrät für die kommenden vier Runden zum bis 5. März 2022 Überraschendes:

  • Keine Wechsel

Trotz des Spektakels mit viel Nervenkitzel ist in den ersten drei Saisonen seit der Ligareform noch nie eine Mannschaft aus den Top 6 hinausgefallen. Wer nach 18 Runden oben war, hat es dann auch in die Meistergruppe geschafft. Laut Statistik ist die Lage für Austria, Hartberg und den LASK somit hoffnungslos – aber im vierten Versuch könnte es auch Zeit für Neues sein.

Am knappsten war es dieses Frühjahr bei der WSG: Der Siebente Hartberg wäre noch nach oben gerutscht, ehe St. Pöltens Schulz in der Nachspielzeit zum 3:3 traf. So verteidigten die Tiroler den sechsten Platz aus Runde 18 mit einem glücklichen 1:1 gegen Rapid hauchdünn.

  • 30er Grenze

Noch nie verpasste ein Verein mit 30 Punkten die Meistergruppe. 2019/’20 hatte Hartberg 29 Zähler, es hätten aber auch 26 gereicht. Die Austria kam als Siebenter damals nur auf 25 Punkte.

Da es heuer mehr Remis als üblich gab, dürften am Ende wohl 29 Punkte reichen. Auf diese Rechnung hofft der LASK mit drei Frühjahrssiegen.

  • Faktor Auslosung

Die Chancen auf Platzwechsel könnten sich durch die Auslosung erhöhen. Wenn die aktuellen Platzierungen zusammengezählt werden, warten auf Rapid die stärksten Gegner: Es geht gegen Salzburg und in Graz los.

Die beiden Austrias aus Wien und Klagenfurt erwarten hingegen im Schnitt wesentlich leichtere Spiele.

  • Wiener Teilung

Noch nie gab es nach der Punkteteilung ein Wiener Derby. Im ersten Jahr war Rapid in der Quali-Gruppe, zuletzt zweimal in Folge die Austria. Wird es 2022 eine Fortsetzung geben?

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