Rückhalt von Präsident Bruckner: Rapid-Trainer Kühbauer

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Sport Fußball
09/20/2021

Rapid bleibt ruhig: Kühbauer würde dem Verein sein Scheitern melden

In der Ruhe soll die Kraft liegen: Trainer Didi Kühbauer würde ein mögliches Scheitern eingestehen und Rapid selbst mitteilen.

von Alexander Huber

Nur acht Punkte nach acht Spielen. Seit 2006 ist Rapid nicht mehr so schlecht in eine Saison gestartet. Vor 15 Jahren sollten die Hütteldorfer die erste Bundesliga-Hälfte sogar als Schlusslicht abschließen. Davon sind die Grünen nach dem 0:2 in Salzburg noch weit entfernt. Doch der Druck wächst, nachdem auch die dritte Partie seit der Länderspielpause im Finish verloren gegangen ist.

Wenn der Ärger über den umstrittenen Elfmeter zum 0:1 verraucht ist, wird sich zeigen: Das Wiedersehen mit der Admira am Donnerstag ist bereits mehr als eine normale Cup-Partie der zweiten Runde (20. 30 Uhr). Bislang hat Trainer Didi Kühbauer in seiner fast dreijährigen Amtszeit noch in jeder heiklen Phase die Kurve mit Erfolg genommen. Wie schaut’s aktuell bei Rapid aus?

Rückhalt von oben

Rückhalt kommt aus der Führungsebene. Präsident Martin Bruckner hatte Kühbauer nach dem 1:2 gegen die Admira angerufen, um ihm zu versichern, dass er sich keine Sorgen um seinen Job machen müsste.

„Es wäre verwunderlich, wenn das nach zwei unglücklichen Niederlagen jetzt anders wäre. Aber ich müsste es akzeptieren, ich bin nur Angestellter von Rapid“, meint der Coach.

„Fokussiert bleiben“

Bruckner betont im KURIER-Gespräch, dass er nicht vorhat, seine Meinung zu ändern: „Die Mannschaft hätte sich diesen Punkt in Salzburg wirklich verdient. Sie haben nur ganz wenige Chancen zugelassen. Dann gab es diesen komischen Elfmeter, für den fünf Minuten lang beraten werden musste. Jetzt heißt es konsequent weiterarbeiten und fokussiert bleiben. Wir wussten, dass es Phasen geben kann, in denen es nicht geschmeidig läuft.“

Top-3 im Blick

Trotz der historisch schwachen Punkteausbeute blickt Bruckner in der Tabelle nach oben: „Wenn wir die beiden Heimspiele gegen Sturm und WSG gewinnen, können wir als Dritter in die nächste Länderspielpause gehen.“

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Davor muss die Revanche gegen die Admira gelingen. Kühbauer rechnet damit, dass Ljubicic und Fountas fit werden. Gepfiffen wird die Partie vom zweiten roten Tuch der Grünen neben Markus Hameter unter den Schiedsrichtern: Manuel Schüttengruber.

Der Rat des Präsidenten an seinen Trainer: „Ruhig bleiben, intern ist bei uns alles intakt. Und Themen, die von außen kommen, nicht an sich heranlassen.“

Kühbauer dürfte bei seinen regelmäßigen Gesprächen mit Bruckner gut zuhören, denn gleich nach dem Ärger über den Adeyemi-Elfer zeigt der 50-Jährige wieder seine kontrollierte Seite. Angesprochen auf seine Lage streitet er gar nicht ab, dass der Druck wächst: „Wichtig ist, dass die Jungs stabil bleiben. Dafür werden wir als Trainerteam in der täglichen Arbeit sorgen.“

Intaktes Verhältnis

Vor der Trennung in Wolfsberg (Herbst 2015) wurde Kühbauer öfters laut und mürrisch. Daraus dürfte der Burgenländer gelernt haben. Auch Rapid-Spieler berichten, dass das Verhältnis zum Trainer intakt sei.

Kühbauer: „Wenn ich das Gefühl hätte, dass wir kein Team mehr sind oder nicht mehr weiterwüssten, sage ich das dem Verein direkt. Dafür hab’ ich Rapid zu gern, um in so einer Situation nicht ehrlich zu sein. Aber so ist es sicher nicht."

Nachsatz: "Es kann im Fußball so schnell gehen – ich bin sicher, dass wir in die Erfolgsspur zurückkehren.“

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