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Sport Fußball

Rekord gegen Rapid: Salzburger Heimsieg nach umstrittenem Elfer

Der Tabellenführer trifft auch im 41. Ligaheimspiel in Folge und stellt damit den Rapid-Rekord ein. Der VAR sorgt für Diskussionen.

von Alexander Huber

09/19/2021, 06:56 PM

Die nächste historische Marke ist erreicht: Salzburg hat auch im 41. Ligaheimspiel in Folge getroffen. Damit ist – ausgerechnet gegen Rapid – der Rapid-Rekord (aus den Jahren 1983 bis 1986) eingestellt. Neben 17.218 Zuschauern sah auch der VAR zu und sollte die Partie entscheiden: Fünf Minuten hat es vom Foul bis zum Elfmeter in Minute 79 gedauert. In letzter Sekunde fiel das 2:0 für Salzburg.

RED BULL SALZBURG – RAPID WIEN 2:0 (0:0)
Tore: 1:0 (79., Elfmeter) Adeyemi, 2:0 (94.) Aaronson.
Gelbe Karten: Onguene bzw. Aiwu, Wöber, Grüll.
Salzburg: Köhn - Kristensen, Piatkowski, Solet (21. Onguene), Ulmer - Sucic, Camara, Aaronson, Capaldo (64. Seiwald) – Adamu (64. Sesko), Adeyemi (90. Okafor).
Rapid: Gartler – Schick (90. Arase), Stojkovic, Greiml, Wimmer, Ullmann – Knasmüllner (65. Kitagawa), Petrovic, Aiwu, Grüll – Kara.

Die Mannschaft von Didi Kühbauer hat damit die dritte Partie in Folge in der Rapid-Viertelstunde verloren. Es warten Schlüsselspiele im Kampf gegen die Krise: Am Donnerstag im Cup bei der Admira und am Sonntag gegen Sturm in der Liga.

Salzburg war wie gegen Rapid üblich in der bestmöglichen Besetzung gestartet. Der erkrankte Max Wöber wurde durch Fünf-Millionen-Einkauf Kamil Piatkowski ersetzt. Im Mittelfeld bekam der um 4,5 Millionen gekaufte Nicolas Capaldo vor Nicolas Seiwald den Vorzug.

Flexible Ketten

Kühbauer hatte gegen Salzburg schon viel – ohne Erfolg – versucht. Am Sonntag wurde auch gegen den Liga-Dominator bei Ballbesitz im üblichen 4-2-3-1 begonnen. Sobald die Bullen den Ball hatten – und das war oft der Fall – rückte allerdings Thorsten Schick nach hinten. Mit einem 5-2-2-1 wurde kompakt und gut verteidigt.

FUSSBALL ADMIRAL-BUNDESLIGA / GRUNDDURCHGANG: RED BULL SALZBURG - SK RAPID WIEN

Weil Max Hofmann eine Pause bekam, lief Filip Stojkovic als Rapid-Kapitän ein. Tormann Richard Strebinger und Robert Ljubicic waren wie erwartet noch nicht fit geworden, dazu gesellte sich der angeschlagene Taxi Fountas als weiterer Ausfall.

Salzburg startete wie eine gut geölte Maschinerie, gleich mit höchster Drehzahl.

Starker Start

Nach nur 90 Sekunden verfehlte Luka Sucic knapp, eine Minute später deutlicher. Bei einem unwiderstehlichen Adeyemi-Solo spielte Max Ullmann den Retter in grün-weißer Not (4.). Als sich der Wirbelwind legte, spielte Rapid über den verbesserten Ercan Kara gefährliche Konter. Einmal schoss Marco Grüll daneben, einmal misslang Schick der finale Pass. Nach einer Verletzung von Oumar Solet (Verdacht auf Kreuzbandriss) ohne Fremdkontakt kam bereits in Minute 21 Jerome Onguene.

FUSSBALL ADMIRAL-BUNDESLIGA / GRUNDDURCHGANG: RED BULL SALZBURG - SK RAPID WIEN

Ein Solo von Rasmus Kristensen endete mit einer von Ullmann an die Stange abgefälschten Flanke (28.). Rapid hatte das Spiel mit dem defensiven 5-2-2-1 gut im Griff, aber ein Problem: Ohne direkten Gegenspieler für Mo Camara kurbelte der überragende Sechser unermüdlich die flotte Partie an.

Nur 35 Sekunden nach Wiederbeginn und einem Camara-Pass setzte Junior Adamu einen Volley daneben.

FC Red Bull Salzburg vs SK Rapid Wien

Spätes Spektakel

In Minute 52 (!) gab es den ersten direkten Torschuss der Partie: Kara scheiterte nach einem 50-Meter-Sprint an Tormann Philipp Köhn.

Erst nach einer Stunde konnte Salzburg wieder Druck aufbauen. Paul Gartler hielt gegen Karim Adeyemi und Kristensen. Auf der Gegenseite forderte Grüll Köhn voll (68.).

Zu Beginn der Rapid-Viertelstunde kam der VAR zum Einsatz. Adeyemi hatte sich vor Kevin Wimmer geschlichen, der klären wollte. Schiedsrichter Hameter sah beim Kontakt am Hintern kein Foul. Der folgende VAR-Check meldete im Stadion bereits „kein Strafstoß“, doch das war ein falscher Zwischenbericht. Hameter sah sich die Szene selbst an und entschied nach langer Überlegung doch auf Elfmeter.

FUSSBALL ADMIRAL-BUNDESLIGA / GRUNDDURCHGANG: RED BULL SALZBURG - SK RAPID WIEN

Karim Adeyemi trat selbst an und verwertete – 1:0 (79.).

Rapid warf beim finalen Corner alles nach vorne, Joker Noah Okafor sprintete im Konter allen davon, Brenden Aaronson vollendete zum 2:0 nach 94 Minuten.

Ö. Bundesliga Grunddurchgang

Grunddurchgang

PLVEREINSPSUNTOREDiff.PUNKTE
1Salzburg22174150:133755
2Sturm Graz22107546:321437
3Wolfsberger AC22114734:32237
4Austria Wien2289531:23833
5Rapid Wien2287735:31431
6Austria Klagenfurt2279631:33-230
7Ried2278731:41-1029
8LASK2267928:29-125
9WSG Tirol2258930:42-1223
10Hartberg22571029:35-622
11Admira22481025:31-620
12Rheindorf Altach22341510:38-2813

Qualifikationsgruppe

PLVEREINSPSUNTOREDiff.PUNKTE
1WSG Tirol3210101246:58-1228
2LASK329121144:42226
3Rheindorf Altach32781724:49-2522
4Hartberg327121343:47-422
5Ried328131140:54-1422
6Admira326131336:46-1021

Meistergruppe

PLVEREINSPSUNTOREDiff.PUNKTE
1Salzburg32255277:195852
2Sturm Graz32168862:461637
3Austria Wien321113844:39529
4Wolfsberger AC321451348:53-528
5Rapid Wien3210111148:45325
6Austria Klagenfurt328121243:57-1421

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