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Winheims Tagebuch
09/18/2021

ÖFB-Star Sabitzer gegen Prohaska: Dünne Haut und dicke Lippe

Während Ex-Bayern-Meisterspieler Alaba andere Meinungen gelten lässt, holte Sabitzer jüngst gegen Legende Prohaska zum Konter aus.

von Wolfgang Winheim

Vor einer Woche hatte Marko Arnautovic im ORF-Sport am Sonntag die Kritik am Nationalteam kritisiert und speziell gegen zu Analytikern gewordene Ex-Spieler losgeledert. Am Mittwoch wollte er sich in eben dieser Rolle beim Pay-TV-Sender Sky selbst anlässlich des Champions-League-Schlagers Inter – Real Madrid vor Ort in Mailand versuchen. Und Co-Kommentator sein. Was ihm Bolognas Trainer untersagte. Mit der Begründung, dass EIN Auftritt allein im Mailänder Meazza-Stadion wohl genüge. Und den hatte Arnautovic am Samstag mit Bologna gegen Inter.

Immerhin sorgte Arnautovic per Video-Zuschaltung bei Sky für eine bemerkenswerte Aussage über seinen Spezl David Alaba, der konträr dazu kurz später als Reals zentraler Abwehrchef im Meazza einlief. "Auch wenn’s David net gern hört. Am stärksten ist er als linker Verteidiger."

Respektlos

Während Ex-Bayern-Meisterspieler Alaba andere Meinungen gelten lässt und sich (zum Leidwesen des Boulevards) nie öffentlich zu provokanten Äußerungen hinreißen lässt, holt der neue österreichische Millionenverdiener beim FC Bayern, Marcel Sabitzer, just gegen den für seine toleranten Beurteilungen bekannten Herbert Prohaska zum verbalen Konter aus.

Indem er den zu Österreichs Jahrhundertfußballer Gewählten "irgend so einen Experten" nennt.

Dabei fand es Prohaska (und nicht nur er) bloß eigenartig, als Sabitzer via Instagram ein Video von seinem erfolgreichen Fitnesstest in München veröffentlichte, zugleich aber dem Nationalteam absagte.

Besagter "Irgendeiner" brachte es immerhin zu zwei WM-Teilnahmen. War 1998 bei der WM in Frankreich Teamchef. Bei jener WM übrigens, bei der ORF-Reporter erstmals durch Promis Verstärkung vorm Mikrofon bekamen. Mit Josef Hickersberger als Co-Kommentator und Hans Krankl als Analytiker.

"Der Hicke ...", erinnert sich Ex-ORF-Sportchef Hans Huber augenzwinkernd, "... hat damals nur unter der Bedingung zugesagt, dass er mehr Gage bekommt als Krankl". Worauf der Deal zustande kam, indem Pepis schriftlicher Vertrag (Huber: "Kein Schmäh") um genau einen Schilling besser war.

Am Sonntag will Hickersberger von seinem spanischen Zweitwohnsitz in Marbella aus via Sky Salzburg – Rapid sehen und hören, was Johann K. als Co-Kommentator zu sagen hat. Wobei Krankl garantiert keines von seinen österreichischen Jungkollegen aus dem großen Nachbarland so gern übernommenen Wörtern wie Restverteidigung, Raute, Umschaltspiel, über die Lippen rutschen wird.

Die Experten-Elf

Ehemalige Stars als Honorarkritiker – die sind nicht nur im internationalen G’schäft mittlerweile längst üblich. Angeführt vom (soeben hüftoperierten) "TV-Kapitän" Prohaska und verstärkt durch den schlagfertigen norwegischen "Gastspieler" und ehemaligen Rapid-Liebling Jan Age Fjörtoft, ließe sich eine aktuelle TV-Analytiker-Elf aus Ex-Internationalen zusammenstellen, die die Erfahrung von insgesamt 599 Länderspieleinsätzen hat:

Helge Payer (ORF, 20 Länderspiele); Sebastian Prödl (Servus TV, 73), Martin Stranzl (Sky, 56), Walter Kogler (Sky, 28) , Toni Pfeffer (Sky, 63); Florian Klein (Servus TV, 45), Prohaska (ORF, 84), Roman Mählich (ORF, 20); Marc Janko (Sky, 70), Krankl (Sky, 69), Fjörtoft (Servus TV, 71).

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