"In die Fresse gekriegt": Auf Rapid wartet ein heißer September

Fußball, SK Rapid Wien - Genk
Von einem bitteren Ende nach großem Kampf sprechen die Rapidler. Nach dem 0:1 gegen Genk warten hohe Hürden und viel Druck.

Nach dem hitzigen Spiel mit der kalten Dusche am Ende war es für die Rapidler schwierig, einen kühlen Kopf zu bewahren. Als Erster stellte sich Verteidiger Maximilian Ullmann den Fragen. Wenige Minuten nach dem Nackenschlag in der Nachspielzeit sagte er: „Natürlich ist das richtig bitter. Wir haben uns viel mehr vorgenommen. Es war en körperbetontes Spiel. Wenn es remis ausgeht, passt es für beide. Vielleich haben wir in der zweiten Hälfte zu wenige Chancen herausgearbeitet.“

Marco Grüll bilanzierte: „Die erste Halbzeit war Genk besser. In der zweiten waren wir dann besser im Spiel. Ein so spätes Gegentor ist extrem bitter. Wir haben leider unsere Möglichkeiten nicht gut fertig gespielt.“ Der Neuzugang von Ried blickte aber schnell in die Zukunft: „Jetzt steht wieder die Liga auf dem Programm, da müssen wir gewinnen.“

SK Rapid Vienna vs KRC Genk

Emanuel Aiwu

Rapids Europacup-Debütant Emanuel Aiwu sagte voll Ehrfurcht: „Ich bin überglücklich, dass ich mein Debüt für so einen großartigen Verein vor einem solchen Publikum machen konnte. Leider war am Schluss das Glück auf der anderen Seite. Schade, dass wir nichts Zählbares mitgenommen haben.“ Ob der 20-Jährige aufgeregt war? „Klar war ich auch ein bisserl nervös. Aber ich glaube an meine Stärken und habe versucht, sie ins Spiel einzubringen.“

Didi Kühbauer sprach von einem richtig bitteren Ende. In Hälfte eins waren wir noch zu ängstlich, aber dann war es richtig gut“, meinte der Rapid-Trainer.

„Direkt vorm 0:1 hatten wir einen sehr guten Umschaltmoment, danach könnten wir es auch  besser verteidigen. In Hälfte zwei war das eine Rapid, wie sie jeder Fan gern sieht und dann kriegst du doch eine in die Fresse“, hadert Kühbauer vor der Sonntagspartie in Salzburg.

Komplimente aus Genk

„Danke für die tolle Atmosphäre mit einem super Publikum“, verteilte Genk-Trainer Van den Brom noch Komplimente.

Druck steigt

Die nächsten zwei September-Wochen werden heiß. In der Bundesliga sind die Hütteldorfer hintennach, es muss gepunktet werden. Die nächsten Gegner sind die beiden derzeit besten in der Liga: Salzburg (auswärts am Sonntag) und Sturm (Heimspiel am 26. September).

Dazwischen gilt Siegzwang im Cup-Heimspiel gegen Admira (23. September).

Zum Abschluss des Monats gastieren die Wiener bei West Ham. Wenn sich Rapid wie schon so oft mit dem Gegner steigert, dann kann vor der Länderspielpause im Oktober ein stürmischer Herbst vermieden werden.

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