Vor dem positiven Test: Schlaudraff (li.) mit SKN-Präsident Schwarzl und Manager Gebauer (re.)

© St. Pölten SKN

Sport Fußball
01/05/2022

Neustart beim SKN St. Pölten mit Begeisterung und Corona-Ausfällen

Das neue Führungs-Duo Schlaudraff - Gebauer ist wegen Omikron noch getrennt. Fehler werden beim Zweitligisten nicht mehr verheimlicht.

von Alexander Huber

Lange musste Jan Schlaudraff auf seine offizielle Präsentation beim SKN warten und dann war der neue Geschäftsführer Sport in St. Pölten doch nicht wirklich da. Omikron verzögert die Übersiedlung des früheren Bayern-Spielmachers in Österreichs zweiter Liga.

„Ich bin in Quarantäne, hoffe aber, dass ich bis zum Trainingslager zur Mannschaft stoßen kann“, sagte der über Zoom zugeschaltete Schlaudraff.

Bereits in fünf Tagen trainieren die St. Pöltner auf Einladung des Kooperationsvereins in Wolfsburg, elf Tage auf beheiztem Rasen sind in Norddeutschland eingeplant.

Mitreisen wird der neue Geschäftsführer Wirtschaft, der sich künftig mit Schlaudraff auch ein Büro teilen wird. „Wir wollen transparent arbeiten, es wird frischen Wind und Veränderungen geben“, kündigt Matthias Gebauer an. Der 30-jährige Jurist und Unternehmer hat sich wie vom KURIER berichtet mit einem überzeugenden Hearing den Posten gesichert.

"Dynamik wie noch nie"

Gebauer und Schlaudraff sprachen viel von nötiger „Begeisterung“. SKN-Präsident Helmut Schwarzl: „So viel Dynamik hatten wir noch nie im Verein. Es hat gedauert, bis wir nach dem Abstieg den freien Fall gestoppt haben. Aber ich bin überzeugt, dass wir jetzt bestmöglich aufgestellt sind.“

Gebauer sprach einige Fehler der Vergangenheit aus der Ära Blumauer auch deutlich an: „Bei den Sponsoren herrscht Unzufriedenheit. Es hat Versäumnisse gegeben, wir müssen wieder Vertrauen aufbauen. Ich werde stärker mit ihnen kommunizieren.“

Zittern um Hauptsponsor

Hauptsponsor spusu hat zugesichert, dass der Vertrag auch kommende Saison läuft, wenn doch noch der Aufstieg gelingen sollte (etwa wenn Lustenau keine Lizenz bekommt). Ob ein zweites Jahr in der 2. Liga mit deutlichen Abschlägen finanziert würde, ist noch offen.

„Die Fans sind uns ganz wichtig, auch hier hat es Versäumnisse gegeben“, analysiert Gebauer. „Die Nähe ist verloren gegangen. Der SKN muss wieder stärker in der Stadt St. Pölten und im Umland präsent und greifbar sein.“

Auch intern dürften einige Veränderungen anstehen. „Wenn viele Menschen lange zusammenarbeiten, kann sich Betriebsblindheit einschleichen.“ Wolfgang  Gramann, der als externer Experte das Marketing leitet, wird nach der Entscheidung für Gebauer und gegen ihn den Verein im Sommer verlassen.

Sicher im Sattel sitzt hingegen das Trainerduo Helm/Pogatetz, trotz des Katastrophenstarts. Stephan Helm berichtet, dass nicht nur Schlaudraff beim Auftakt wegen positiver Tests fehlte: „Momentan sind es vier Spieler. Aber damit müssen jetzt alle leben lernen.“

Nach den Abgängen von Tormann Riegler, Verteidiger Drescher und Mittelfeldspieler Halper werden neue Feldspieler gesucht. „Die wichtigste Position ist für uns eine Verstärkung in der Mittelfeldzentrale“, verrät Schlaudraff.

Aus Wolfsburg kommen im Winter keine zusätzlichen Leihspieler mehr. Die Kaderspieler Vucenovic und Steininger gehen.

Vorbilder im Haus

Wie es wieder nach oben gehen kann, will sich Gebauer auch im eigenen Verein ansehen: Die SKN-Frauen sind Serienmeister und auch die SKN Basketballer zählen mittlerweile zur nationalen Spitze.

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