Sport | Fußball
04.12.2018

Neuer Europacup: Eine Spielwiese für die Kleinen

Der dritte Bewerb, den es ab 2021 gibt, hat zwar noch keinen Namen, aber sonst steht schon vieles fest.

Was der KURIER Ende Oktober vermeldet hat, ist offiziell: Ab 2021/’22 wird es neben der Champions League und der Europa League einen dritten Europacup-Bewerb geben. Das hat das UEFA-Exekutivkomitee in Dublin beschlossen. Der KURIER beantwortet die wichtigsten Fragen zum neuen Bewerb, der noch keinen Namen hat und derzeit unter dem Arbeitstitel „UEL2“ firmiert:

 

Wie viele Klubs werden im neuen Europacup-Bewerb dabei sein?

An der Gruppenphase der „UEL2“ werden 32 Vereine teilnehmen – wie weiter in der Champions League (CL). Das Starterfeld in der Europa League (EL) wird von 48 auf 32 Klubs reduziert.

In welchem Format wird gespielt?

Wie in der Champions League und ab 2021/’22 auch in der Europa League (aktuell zwölf Gruppen) wird es acht Gruppen zu je vier Teams geben.

Wie viele Vereine werden ab 2021 in die jeweiligen K-.o.-Phasen aufsteigen?

Nur in der Champions League stehen die Gruppenersten und -zweiten fix im Achtelfinale. In der Europa League und im neuen Bewerb sind nur die Gruppensieger fix weiter. Die EL-Zweitplatzierten spielen gegen die CL-Gruppendritten in Hin- und Rückspiel die weiteren acht Achtelfinalplätze aus. Die Zweiten der „UEL 2“ müssen in K.-o.-Spielen gegen die acht EL-Dritten antreten.

 

Wer nimmt an der „UEL 2“ teil?

Der Bewerb soll Spielwiese für die Klubs aus den kleineren Ligen werden. Künftig werden laut UEFA mindestens 34 Länder in der Europacup-Gruppenphase vertreten sein. Immerhin gibt es dann 96 Mannschaften, die an einer Europacup-Gruppenphase teilnehmen. Aktuell sind es nur 80.

Wie viele Klubs sind fix in der „ UEL2“ dabei?

Kein einziger. Zehn Gruppenplätze sind für die Verlierer des Europa-League-Play-offs  reserviert. Die anderen 22 werden in einer Qualifikation ausgespielt. Fünf davon gehen an in der CL-Quali ausgeschiedene Meister, 17 werden in der  „UEL2“-Quali vergeben. In  dieser werden aus den vier Topligen ( Spanien, England, Deutschland, Italien) die Sechsten oder Siebenten im Play-off einsteigen, je nachdem ob der Cupsieger aus den Top-6 kommt. Ein Beispiel: Nimmt man die aktuelle Saison als Maßstab, wären dies der FC Sevilla, Burnley, RB Leipzig und Atalanta Bergamo gewesen.

Wie viele österreichische Klubs werden dabei sein?

Das lässt sich nicht sagen, weil erst das UEFA-Länderranking 2020 für die Aufteilung der Startplätz entscheidend ist. Ist Österreich wie vor dieser Saison klassiert, spielen Meister und Vizemeister in der CL-Qualifikation, der Cupsieger in der EL-Qualifikation und der Liga-Dritte und Liga-Vierte in der „UEL2“-Quali. Schlecht wäre, würde Österreich aus den Top-15 fallen: Dann spielt nur mehr der Meister in der CL-Quali, die drei weiteren Europacup-Teilnehmer müssten in der „UEL2“-Quali antreten.

An welchen Wochentagen wird gespielt werden?

Dienstag und Mittwoch sind für die Champions League reserviert. Der Donnerstag bleibt Europa-League-Spieltag. An diesem Tag werden auch die Spiele des neuen Bewerbes ausgetragen. Neben 18.55 und 21.00 Uhr wird künftig auch 16.30 Uhr eine offizielle Beginnzeit sein.

Wie viel Geld wird im neuen Bewerb ausgespielt?

Das wird erst ausverhandelt. Es wird davon ausgegangen, dass das Startgeld ungefähr so hoch sein wird wie in der Europa League (aktuell 2,92 Millionen Euro).