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Sport Fußball
11/15/2020

Rückkehr nach Wien: Was das ÖFB-Team gegen Nordirland erwartet

Nordirland ist in der Nations League die vorletzte Hürde auf dem Weg zum Gruppensieg. Dieser könnte eine Hintertür zur WM sein.

von Andreas Heidenreich

Österreich empfängt am Sonntag Nordirland im Ernst-Happel-Stadion (20.45 Uhr, KURIER.at-Liveticker). Erstmals nach einem Jahr und dem 2:1-Sieg gegen Nordmazedonien am 16. November 2019 kehrt Österreichs Team in den Wiener Prater zurück - und ist  Favorit. Ein Erfolg wäre der fünfte in Folge für die Mannschaft von Franco Foda und zugleich der fünfte en suite gegen die Briten. Die drei jüngsten Duelle wurden jeweils mit einem Tor Differenz gewonnen.

Eine zähe Angelegenheit ist auch am Sonntag zu erwarten, wenngleich der Gegner nach dem 1:2 nach Verlängerung im EM-Play-off gegen die Slowakei am Donnerstag und dem Verpassen der EM-Teilnahme weder psychisch noch physisch in bester Verfassung anreisen wird. "Wir sollten uns nicht damit beschäftigen, dass der Gegner müde sein könnte", betont naturgemäß Franco Foda.
 

Den Ball flach halten

In der Tat liegt es ohnehin an den fußballerisch stärkeren Österreichern, ihr Spiel den Nordiren aufzuzwingen, und nicht umgekehrt. Um den Ball gegen die in der Luft meist dominanten Briten flach zu halten, braucht es ein gutes Kombinations- und Positionsspiel.

Drei zentrale Mittelfeldspieler könnten dabei dem Spiel der Österreicher gut tun, weshalb nach dem 3:0-Sieg in Luxemburg eine Rückkehr zum 4-2-3-1 naheliegend ist. Am Mittwoch hatte man im Großherzogtum Luxemburg ein 3-4-2-1 mit Gernot Trauner in der Dreierkette angewendet.

Ausgerechnet dem dabei stark spielenden LASK-Kapitän droht daher am Sonntag die Bank. Eine Viererkette mit Alaba links, Lainer rechts, sowie den etablierten Hinteregger und Dragovic im Zentrum ist auch deshalb naheliegend, weil Österreich gerade bei den drei jüngsten Siegen gegen die Nordiren unter Foda stets mit einer Viererabwehr agiert hat. Im zentralen Mittelfeld hat der Teamchef die Wahl zwischen Baumgartlinger, Ilsanker, Schlager, Zulj und Sabitzer. 

Baumgartner fehlt

Gerade Letzterer könnte wider Willen am offensiven Flügel zu sehen sein, wo ein Einsatz von Christoph Baumgartner nahezu auszuschließen ist. Österreichs zuletzt bester Offensivspieler befand sich noch am Freitag aufgrund zahlreicher positiver Corona-Fälle bei seinem Klub Hoffenheim in Quarantäne.

Ebenso unwahrscheinlich ist ein Einsatz von Marko Arnautovic von Beginn an. Zum einen, weil Österreichs geliebter Exzentriker nach zehn Flugstunden und nur einem Training noch verschlafen sein wird. Zum anderen, weil Michael Gregoritsch seine Sache im Sturmzentrum zuletzt gut machte. Erzielt er wie im jüngsten Duell mit den Nordiren am 11. Oktober in Belfast das Siegestor, so genügt am Mittwoch gegen die Norweger schon ein Remis zum Gruppensieg. Sofern die Skandinavier ausreisen dürfen.

Der Gruppensieg könnte eine Hintertür zur WM sein. Im nächsten Frühjahr beginnt die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2022 in Katar. Österreich wird am 7. Dezember aus Top zwei gezogen. Die zehn Gruppensieger bekommen ein WM-Ticket, die zehn Gruppenzweiten und die zwei besten Teams aus der Nations League, die nicht unter diesen 20 Teams sind, spielen sich die letzten drei WM-Tickets aus.

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