Sport | Fußball
31.10.2017

Neuer Teamchef Foda: "Ich habe einen klaren Plan"

Der Deutsche lobte seinen Vorgänger Marcel Koller und sei der Überzeugung, "mit diesem Umfeld im ÖFB erfolgreich sein zu können".

Nach einigen verpatzten ÖFB-Presseterminen verlief die Präsentation von Franco Foda professionell. Dass der Sturm-Trainer zum Nachfolger von Marcel Koller bestellt wurde, lag auch an den Grazern. "Sturm hat sich bei der Ablöse bewegt und war sehr fair", erklärt ÖFB-Präsident Leo Windtner. "Das anstehende Teamtrainingslager soll das Basiscamp für den künftigen Aufstieg sein."

Am Sonntagvormittag war laut Windtner die Wahl auf den ersten deutschen ÖFB-Teamchef gefallen. Das hängt auch mit der endgültigen Absage von Peter Stöger zusammen. Montagabend hatten Windter und Sportdirektor Peter Schöttel bei der offiziellen Verkündung der Entscheidung durchklingen lassen, dass der Köln-Trainer der Wunschkandidat gewesen wäre.

Kurz verfinsterte sich die Miene von Foda, als er auf seine Rolle als "Nummer zwei" angesprochen wurde. "Ich bin die erste Wahl. Sonst würde ich heute nicht hier sitzen", erwiderte der 51-Jährige aus Mainz.

Abstimmung

Direkt nach der Präsentation stand die erste Kaderbesprechung von Foda mit Schöttel und U21-Teamchef Gregoritsch an. Foda hat Ziele, die bis zur EM 2020 reichen: "Ich habe einen klaren Plan."

Dazwischen ist Foda aber noch Cheftrainer bei Sturm, und zwar bis Jahresende – für den ÖFB wird er im November lediglich beurlaubt. "Ich kann das trennen. Ab Mittwoch bin ich wieder voll auf Sturm und das Spiel gegen Rapid fokussiert."

Vorwegnehmen will der Wahl-Grazer nichts. Zur künftigen Position von David Alaba, der im Team nicht links hinten spielen wollte, meint Foda: "Ich bespreche mich mit jedem Spieler. David kann mehrere Positionen bekleiden. Er wird dort eingesetzt werden, wo ich es für am besten erachte."

Der neue ÖFB-Trainer Franco Foda im Porträt