Die Red-Bull-Bosse Mintzlaff (li.) und Mateschitz.

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Sport Fußball
06/17/2019

Kritik am Red-Bull-Klub Leipzig erreicht eine neue Dimension

Die Fans des SC Paderborn protestieren weiter gegen die Kooperation mit den Ostdeutschen.

Mit einer Flugblattaktion utermauerten Gegner der Kooperation zwischen den deutschen Bundesligisten SC Paderborn und RB Leipzig ihre Kritik an der geplanten Zusammenarbeit. Von Fans des Bundesliga-Aufsteigers sollen am Wochenende Flyer unter dem Titel „DAS steckt hinter RB“ an rund 32 000 Haushalte in Paderborn verteilt worden sein.

Darin  werden erneut schwere Vorwürfe erhoben, wird vor einem „Imageschaden“ und von einem drohenden „Werteverfall, Identitätsverlust und Instrumentalisierung“ gewarnt. Der Leipziger Fußballverein sei nur ein Marketinginstrument von Red Bull. Der Preis einer möglichen Kooperation mit RasenBallsport Leipzig sei für die Paderborner zu hoch. Wörtlich heißt es in dem Flugblatt: „In einem schleichenden Prozess wird der SCP nach und nach seine Unabhängigkeit verlieren.“

 

RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff hatte zuletzt mehrfach sein Unverständnis zur Kritik an der geplanten Kooperation geäußert. „Es gibt weder wirtschaftliche Interessen noch Absprachen mit Paderborn“, sagte der Funktionär in einem Interview des Internet-Portals „Sportbuzzer“. „Die Kooperation ist rein sportlicher und inhaltlicher Natur, im Sinne eines Austausches von Expertise, vor allem im Bereich Spieler- und Traineraus- und Fortbildung.“ Die Zusammenarbeit sei geprüft und sauber, von der Deutschen Fußball Liga soll es  keine Einwände geben.

Mintzlaff fuhr in diesem Zusammenhang schwere Geschütze gegen RB-Fans auf, die sich zuletzt kritisch über die Kooperation geäußert haben. Wenn es einzelne Gruppierungen gibt, die sich bei uns gequält fühlen, dann sollen diese doch bitte daheimbleiben. Wir haben eine riesige Fan-Basis, zwingen niemanden, in unser Stadion zu kommen.“