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Sport Fußball
06/11/2021

Goran Pandev: "Wir werden eine bessere Figur abgeben"

Der Star von Auftaktgegner Nordmazedonien über die bisherigen Duelle mit Österreich und seine Erinnerungen an Marko Arnautovic

Im Jahr 2001 hat Goran Pandev erstmals für sein Land gespielt. Zwei Jahrzehnte und 116 Länderspiele später wird der 37-Jährige das Team der Republik Nordmazedonien am Sonntag gegen Österreich erstmals bei einer Endrunde auf den Rasen führen.

Als Kapitän und Hoffnungsträger steigt der Stürmer des CFC Genua im Gespräch mit dem KURIER auf die Euphorie-Bremse und kündigt dennoch stärkere Mazedonier an, als in den beiden Qualifikationsspielen gegen Österreich, die man mit 1:4 und 1:2 verlor.

KURIER: Wie fühlt es sich an, mit 37 Jahren erstmals bei einer EM dabei zu sein?

Goran Pandev: Wenn man in diesem Alter noch eine EM spielen darf, noch dazu das erste Mal überhaupt für mich und unser Land, dann bedeutet mir das extrem viel. Ich bin sehr stolz und glücklich, dass wir als kleines Nordmazedonien die Möglichkeit haben, an diesem Turnier teilzunehmen. Für mich persönlich ist das das Highlight meiner langen Karriere. Wir haben uns sehr gut auf dieses Turnier vorbereitet. Ich kann kaum erwarten, dass es am Sonntag losgeht.

Wie steht es um die Erwartungshaltung im Land?

Die Menschen daheim erhoffen sich sehr viel. Vor allem nach unseren letzten Spielen und Resultaten. Wir haben ja auch gegen Deutschland gewonnen und jetzt sind die Fans daheim fast ein bisschen zu euphorisch. Ich sehe es mit meiner Erfahrung ein wenig nüchterner: Wir sind das erste Mal dabei und müssen nicht gleich Europameister werden. Wir sollten das in erster Linie genießen. Als Team, aber auch als Land.

Was beurteilen Sie das Kräfteverhältnis in der Gruppe mit Österreich, den Niederlanden und der Ukraine?

In meinen Augen ist diese Gruppe sehr schwierig, wir haben drei richtig harte Gegner. Und wenn ich an Österreich denke, haben wir schlechte Erinnerungen. In der EM-Qualifikation haben wir zwei Mal verloren. Aber ich hoffe und ich bin auch überzeugt, dass wir am Sonntag eine bessere Figur abgeben und ein positives Resultat erzielen.

Welche Rolle spielt es, dass Ihre Mannschaft als einzige des Quartetts noch keine EM-Erfahrung hat?

Wie gesagt. Unsere Gegner haben sicherlich mehr Erfahrung. Sie sind es gewohnt, solche Endrunden zu spielen und wissen, worauf es da ankommt. Wir sind Neulinge und natürlich gibt es da ein bisschen, wie soll ich sagen, nicht Angst, aber schon die Sorge, was uns erwartet. Aber wir vertrauen einfach unseren Fähigkeiten und dann ist durchaus etwas möglich. Alle Spiele fangen bei 0:0 an, wir können nur überraschen. So wie wir mit unserer EM-Teilnahme schon alle überrascht haben.

Worauf wird es im ersten Spiel gegen Österreich ankommen?

Dieses Match ist schwierig und wichtig zugleich. Natürlich wäre ein guter Start ins Turnier sehr hilfreich, ein positives Ergebnis gibt einfach Sicherheit, Selbstvertrauen und auch Ruhe. Uns ist aber klar, dass Österreich schon der Favorit ist, mit der Außenseiterrolle können wir aber gut leben.

Was wissen Sie über das österreichische Team?

Ich kenne die Mannschaft gut, die sind richtig gut aufgestellt, der Großteil spielt in der deutschen Bundesliga. Sie haben einen großartigen Trainer. Ich glaube, dass Österreich richtig weit kommen kann bei dieser EM. Sie haben uns zwei Mal geschlagen und waren in diesen Partien auch richtig gut. Aber das wird jetzt eine andere Partie, das kann ich versprechen.

Sie haben einst bei Inter Mailand mit Marko Arnautovic gespielt. Welche Erinnerungen haben Sie an ihn?

Wir haben damals mit Inter das Triple geholt. Marko war noch richtig jung, aber man hat damals schon gesehen, was er drauf hat. Er hat eine tolle Karriere hingelegt und war bei seinen Vereinen ein wichtiger Spieler. Auch in der Nationalmannschaft spielt er eine zentrale Rolle.

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