Sport | Fußball
04.08.2018

Salzburg knackt erst im Finish den Mattersburger Riegel

Erst in der Nachspielzeit gelingen dem Meister zwei Tore.

Wie viel Mittwoch steckte an diesem Samstag in Salzburg? Recht wenig, wie Trainer Marco Rose behauptete. „ Mattersburg ist ein unangenehmer Gegner“, sagte er. Und daher habe dieses Meisterschaftsspiel Vorrang. Dennoch war es eine Generalprobe für das Hinspiel in der Champions-League-Qualifikation am Mittwoch in Salzburg gegen den mazedonischen Meister Tetovo.

Und dass er Amadou Haidara in Mattersburg auf die Bank setzte, weil der am Mittwoch gesperrt ist, gab Rose zu. Stefan Lainer hingegen beendete schon zu Mittag den Burgenland-Ausflug – krankheitsbedingt. Daher spielte Mwepu rechts hinten. In der Offensive durfte im Gegensatz zum Auftaktspiel Hannes Wolf beginnen. Und auch Neuerwerbung Zlatko Junuzovic.

Spion Foda

Rose hatte damit auch spielerische Qualität in rot-weiß-rot gebracht. Das dürfte Franco Foda gefreut haben, auch wenn Junuzovic seine Teamkarriere schon beendet hat. Was dem Teamchef tatsächlich aber geboten wurde, war aber alles andere als umwerfend, bei rund 40 Grad auf dem Rasen aber irgendwie verständlich.

Salzburg war spielbestimmend, kam aber zu keiner richtig guten Möglichkeit. Mattersburg-Trainer Gerald Baumgartner ließ schon im dritten Pflichtspiel in Folge dieselbe Startelf auflaufen. Dementsprechend kompakt war auch die Mattersburger Defensive. Obwohl Innenverteidiger Ortiz schon früh mit einer Zerrung vom Platz musste.

Späte Tore

Die beste Salzburger Möglichkeit gab es nach einer Ecke von Junuzovic, doch Mattersburgs Goalie Kuster – der 24-Jährige bestritt sein 100. Bundesligaspiel – war beim Kopfball von Dabbur hellwach (21.). Den Mattersburgern fehlte bei den wenigen Gegenstöße die Präzision beim letzten Pass. Dennoch kam man kurz vor der Pause zu einer Möglichkeit, natürlich nach einem Standard. Kvasina knallte nach einer Ecke volley an de Oberkante der Latte.

Nach Seitenwechsel erhöhten die Salzburger im Glutofen Pappelstadion etwas das Tempo, hatten dadurch noch mehr Spielanteile. Doch Mattersburg verteidigte sich weiter geschickt. Als schon alle an das torlose Remis dachten, zog Ramalho aus 25 Metern ab, der Ball sprang von der Stange ins Tor (93.). Dabbur sorgte kurz darauf für das 2:0 (94.).

Meinungen: 

Gerald Baumgartner (Mattersburg-Trainer): "Wir wollten Salzburg mit allen Mitteln, die wir haben, bekämpfen. Wir haben versucht, die Mitte zuzumachen und haben es ihnen sehr schwer gemacht. Das 0:1 in der 93. Minute ist sehr bitter, die Burschen sind richtig enttäuscht. Sie haben aber massive Moral gezeigt, man kann ihnen nichts vorwerfen. Es war ein verdienter Sieg Salzburgs. Wir haben uns vorne bei den wenigen Situationen nicht durchsetzen können. Heute dürfen wir enttäuscht sein, jetzt warten zwei schwierige Spiele."

Marco Rose (Salzburg-Trainer): "Ich freue mich sehr für meine Jungs. Es war ein verdienter Sieg, obwohl er so spät zustande gekommen ist. Es ist schon ein bisschen Zufall, aber es spricht für Qualität und Mentalität meiner Mannschaft. Wir glauben bis zur letzten Minute daran."