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Sport Fußball
02/28/2021

Austria gewinnt beim SKN und macht das Rennen um Top 6 spannend

Die Wiener haben nach dem 2:0 in St. Pölten einen Punkt Rückstand auf den Tabellensechsten. Altach siegt bei Canadi-Debüt.

von Alexander Huber

Drei Runden vor dem Ende des Grunddurchgangs ist eine Vorentscheidung gefallen: St. Pölten, im Herbst noch Stammgast in den Top-6, wird die Meistergruppe nur aus der Ferne sehen. Für die Austria ist das rettende Ufer nach dem verdienten 2:0 beim SKN hingegen nur noch einen Punkt entfernt.

So nebenbei haben die Veilchen noch einen Klubrekord aufgestellt: Fünf Spiele in St. Pölten sind nun schon ohne Niederlage absolviert.

SKN-Trainer Robert Ibertsberger setzte nach der in Innsbruck gegen WSG (1:0) wiedergefundenen Defensivstärke erneut auf das vorsichtigere 3-1-4-2-System und opferte einen Offensivspieler. Peter Stöger baute seine Austria dezent um, um ebenfalls in einem 3-1-4-2 dagegenzuhalten.

Diese Parallele der Formationen fand ihre Fortsetzung im Spielverlauf: Erster SKN-Standard, Muhamedbegovic köpfelt an die Latte (6.). Erster Austria-Standard: Tursch verlängert unabsichtlich, Johannes Handl köpfelt zum 0:1 ein (15.).

Die Hausherren waren geschockt, locker kombinierten sich die Violetten nur zwei Minuten später zum 2:0 durch Christoph Monschein.

Abgeschossen

Passend zur St. Pöltner Verwirrung musste der vom eigenen Mitspieler abgeschossene Ljubicic benommen raus. Dabei gab es durchaus gelungene Offensivaktionen. Austria-Goalie Pentz hielt gegen Blauensteiner. Goalgetter Schmidt scheiterte einmal an der Außenstange, einmal am starken Tormann. SKN-Schlussmann Riegler patzte hingegen, Martel vergab die Vorentscheidung (38.).

Wer nach der Pause auf einen Sturmlauf der St. Pöltner um die letzte Chance auf einen Platz in der Meistergruppe wartete, wurde enttäuscht. Auch nach dem wegen Abseits annullierten 0:3 (51.) wurde positionsgetreu getauscht.

Die Austria hatte weiterhin alles unter Kontrolle, weil in den vielen Mann-gegen-Mann-Situationen oftmals eine technische Überlegenheit ausgespielt werden konnte. Bitter: Pichler vergab das 0:3 und verletzte sich beim Schuss auch noch (79.).

Als auch SKN-Joker Davies seinen Meister in Pentz fand, war klar, dass die Gäste die so wichtigen drei Punkte mitnehmen werden (85.).

Am Sonntag im Derby setzt die Austria zum Sprung in die Top-6 an. Zuletzt waren die Violetten im November auf Kurs Meistergruppe.

Bei Altach wirkte sich der Trainerwechsel positiv aus

Damir Canadi feierte ein erfolgreiches Comeback auf der Trainerbank von Altach. Die Vorarlberger gewannen beim müde wirkenden Europa–League-Starter WAC mit 1:0. Der Wiener hatte seine Mannschaft genauso eingestellt, wie man es erwarten durfte. Hinten wurde Beton angerührt. Vorne sollte eine Überraschung helfen. Nussbaumer, zuletzt selten dabei, bekam die undankbare Rolle der Solospitze übertragen. Beim WAC stand Spielmacher Liendl nicht in der Startelf. Dessen Ideen fehlten in einer torlosen Hälfte eins.

Zur Pause kam der Routinier. In Führung gingen aber die Altacher. Einmal klappte das angepeilte Umschalten perfekt. Meilinger konnte sein erstes Bundesliga-Tor seit fast zwei Jahren erzielen (57.). Danach machte der WAC Druck. Aber Altachs Abwehrbollwerk hielt – mit Geschick und Glück. Damit sind die Vorarlberger nicht mehr Schlusslicht, der WAC muss wieder um den Platz in der Meistergruppe zittern.

St. Pölten - Austria 0:2 (0:2)
St. Pölten, NV Arena, keine Zuschauer erlaubt (wegen Coronavirus), SR Ciochirca

Tore:
0:1 (15.) Handl
0:2 (17.) Monschein

St. Pölten: Riegler - Blauensteiner, Steinwender, Drescher (83. Majnovics), Muhamedbegovic, Schulz - Booth, Tursch, R. Ljubicic (25. Pokorny) - Schmidt (63. Tetteh), Hugi (63. Davies)

Austria: Pentz - Teigl, Schösswendter (64. Madl), Handl, Zwierschitz - Fitz (83. Jukic), Martel, Sarkaria, Wimmer - Pichler (83. Djuricin), Monschein (60. Ebner)

Gelbe Karte: Booth

WAC - Altach 0:1 (0:0)
Wolfsberg, Lavanttal-Arena, keine Zuschauer erlaubt (wegen Coronavirus-Pandemie), SR Jäger

Tor: 0:1 (57.) Meilinger

WAC: Kofler - Novak, Baumgartner, Henriksson - Pavelic (46. Lochoshvili), Stratznig (46. Liendl), Taferner, Giorbelidze - Vizinger (69. Wernitznig) - Joveljic, Röcher (69. Dieng)

Altach: Kobras - Thurnwald, Subotic, Dabanli, Edokpolor - Oum Gouet, Haudum, Schreiner - Fischer (89. Zwischenbrugger), Nussbaumer (81. Obasi), Meilinger (80. Bukta)

Gelbe Karten: Röcher bzw. Thurnwald

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