Youngster Demir rettet Rapid gegen Ried
Elf Heimsiege in Folge feierte Rapid gegen Ried. 99 Tore wurden bei den 40 Bundesliga-Heimspielen ohne Niederlage gegen die Innviertler bejubelt. Bei dieser Bilanz muss doch auch ein Aufsteiger in Unterzahl zu besiegen sein.
Oder doch nicht?
Wie gegen Altach wurden die Hütteldorfer in Überzahl nicht besser. Doch in der 90. Minute sorgte der Jüngste für die Rettung: Yusuf Demir.
Die Bilanz nach der ersten Hälfte hatte noch so wie in Hütteldorf gewohnt gewirkt: Ried war unter Dauerdruck. Nach tatsächlich erst 38 Minuten gab es den ersten Angriff, zwei Minuten später durch Patrick Möschl den einzigen Schuss der Gäste vor der Pause.
Mit Tempo
Allerdings stand noch die Null. Zwei Möglichkeiten durch Dejan Ljubicic, der im 4-2-3-1 wieder ins Mittelfeld vorgerückt war, eröffneten die Partie. Trainer Didi Kühbauer hatte nach dem Fehlschlag in Salzburg mit dem Motto „forsch statt fein“ aufgestellt: Mehr Tempo (dafür weniger Technik) sollte den Aufsteiger (über)fordern.
Nach 17 Minuten fühlten sich die Rapidler an die Partie in Salzburg und das annullierte Fountas-Tor erinnert. Eine abgefälschte Flanke des starken Max Ullmann senkte sich über Tormann Samuel Sahin-Radlinger. Thorsten Schick drückte den Ball über die Linie. Ob er zuvor auf gleicher Höhe, oder wie vom Schiedsrichter-Team um René Eisner vermutet im Abseits war, ließ sich nicht eindeutig sagen. Laut einer 2-D-Linie von TV-Partner Sky war Schick knapp vorne (17.).
Als es Ullmann selbst probierte, war Sahin-Radlinger mit einem Reflex zur Stelle (32.). Nach einem Stanglpass des verbesserten Taxi Fountas rettete Michael Lercher vor der Linie (34.).
Und Marco Grüll? Im 4-4-2 war der künftige Rapidler bemüht, aber wirkungslos. Nach einer vergebenen Fountas-Chance wurde Ried mutiger. Stefan Nutz scheiterte an Richard Strebinger. Den folgenden Eckball verpasste Patrick Schmidt um Zentimeter (53.). Ab Minute 62 war Rapid in Überzahl, Gelb-Rot für Kennedy Boateng allerdings sehr umstritten (62.).
Überzahl ohne Effekt
Die Kreativität fehlte, bis auf (gehaltene) Kracher von Ullmann und Dejan Petrovic hatten die Hausherren nichts anzubieten. Erst zu Beginn der Rapid-Viertelstunde kam Yusuf Demir. Nach einem Doppelpass mit Petrovic war der 17-Jährige durch, doch Sahin-Radlinger parierte abermals exzellent (80.).
Nach 87 Minuten war der Matchball da, aber Schick verfehlte. Wie es geht, zeigte der Jüngste: In letzter Minute zirkelte Yusuf Demir den Ball aus 25 Metern zum 100. Heimtor gegen Ried ins Kreuzeck.
Rapid - Ried 1:0 (0:0)
Wien, Allianz Stadion, keine Zuschauer erlaubt (wegen Coronavirus-Pandemie), SR Eisner
Tor: 1:0 (90.) Demir
Rapid: Strebinger - Stojkovic, Greiml (85. Knasmüllner), Barac, Ullmann - D. Ljubicic, Petrovic - Schick, Fountas (75. Demir), Arase (58. Ritzmaier) - Kara
Ried: Sahin-Radlinger - Meisl, Reifeltshammer, Boateng, Lercher - Bajic (88. Kerhe), Ziegl, S. Nutz (82. Wießmeier), Möschl (67. Reiner) - P. Schmidt (67. Gschweidl), Grüll
Gelb-Rote Karte: Boateng (62./Foul)
Gelbe Karten: Fountas, Stojkovic, Petrovic bzw. Keine
19. Runde:
1.
Salzburg
18
14
1
3
58:20
38
43
*
2.
Rapid
19
12
4
3
38:24
14
40
*
3.
LASK
19
11
3
5
38:20
18
36
*
4.
Sturm
18
9
4
5
29:17
12
31
5.
WAC
18
8
3
7
28:30
-2
27
6.
WSG Tirol
19
7
4
8
30:29
1
25
7.
Hartberg
19
6
7
6
20:30
-10
25
8.
Austria
18
5
6
7
25:25
0
21
9.
St. Pölten
18
5
5
8
29:33
-4
20
10.
Ried
19
4
4
11
20:37
-17
16
11.
Admira
19
3
4
12
20:45
-25
13
12.
Altach
18
3
3
12
16:41
-25
12
* = in der Meistergruppe (Plätze 1-6)
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