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01.10.2017

2:0 gegen Altach: Austria zieht an Rapid vorbei

Die Wiener sind nach dem fünften Saisonsieg neuer Tabellendritter.

"Na Bravo." Auch beim violetten Stadionsprecher Erwin Gruber war die Freude über das Los im Achtelfinale im UNIQA-Cup enden wollend: Die Austria trifft im Happel-Stadion am 25. Oktober auf Rapid, womit es in dieser Saison ein zusätzliches Derby gibt, und das nur drei Tage nach dem Liga-Derby am gleichen Ort. Nach dem emotionalen Aufwärmprogramm folgte der Hauptakt gegen Altach, allerdings ohne die erkrankten Holzhauser und Prokop, womit der Austria durchaus ein spielerisches Element abhanden kam.

Altach war vor der Pause ein ebenbürtiger Gegner, der sich gut bewegte und versuchte, den Ball laufen zu lassen. Holzhausers Fehlen machte sich dahingehend bemerkbar, dass die langen Bälle als alternative Spielidee nicht zur Verfügung stand.


Bundesliga - 10. Spieltag
Samstag:
St. Pölten Sturm 0:3 (0:2)
Admira LASK 4:2 (2:2)
Mattersburg Rapid 0:1 (0:1)
Sonntag:
Austria Altach 2:0 (0:0)
Salzburg WAC 2:0 (2:1)

Auf Augenhöhe

In der ersten Hälfte entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Altach war seit fünf Partien ungeschlagen, die Austria hatte sieben Spiele lang nicht verloren. Man neutralisierte sich vorerst. Daher fehlte dem Spiel die Möglichkeiten. Es reichte lediglich zu Andeutungen einer Gefährlichkeit, Salomon per Kopf und Nutz mit einem Schuss versuchten sich bei den Altachern, Kopfbälle von Friesenbichler und Alhassan wurden umgekehrt noch vor der Linie geklärt.

Nach dem Wechsel näherten sich beide Teams mit deutlich mehr Schwung dem Tor an und testeten die Widerstandsfähigkeit der Aluminium-Gehäuse. Zunächst setzte sich Gebauer im Zweikampf gegen Kadiri durch und knallte den Ball an die Latte (53.). Dann erhielt Austrias Friesenbichler im Strafraum den Ball und traf mit einem Drehschuss die Stange (58.).

Es wurde unterhaltsam, weil vor allem die Austria nachsetzte. Von einer Müdigkeit nach dem Europacup-Ausflug nach Athen war bei den Wienern nichts zu bemerken. De Paula scheiterte zunächst gleich doppelt an Goalie Kobras (69.), doch dann brachte Alhassan nach schöner Flanke von Salamon die Austria verdient in Führung (72.).

Altach hatte nach vorne nur noch wenig anzubieten, dafür machte die Austria im Finish alles klar. Friesenbichler traf sehenswert mit einem Distanzschuss ins rechte Eck zum 2:0. Die Länderspielpause hat sich die Austria nun wahrlich verdient.

Tabelle:

1.

SK Sturm Graz

10

7

1

2

19:12

7

22

2.

Red Bull Salzburg

10

6

3

1

20:8

12

21

3.

Austria Wien

10

5

3

2

21:13

8

18

4.

Rapid Wien

10

4

4

2

20:16

4

16

5.

FC Admira

10

5

1

4

21:19

2

16

6.

LASK Linz

10

3

4

3

12:11

1

13

7.

SCR Altach

10

3

3

4

9:11

-2

12

8.

WAC

10

3

2

5

11:14

-3

11

9.

SV Mattersburg

10

1

3

6

9:19

-10

6

10.

SKN St. Pölten

10

0

2

8

8:27

-19

2

Austria - Altach 2:0 (0:0)

Wien, Ernst-Happel-Stadion, 5.850, SR Muckenhammer

Tore: 1:0 (72.) Alhassan 2:0 (87.) Friesenbichler

Austria: Pentz - Klein, Kadiri, Ruan (80. Monschein), Salamon - Serbest - Tajouri (92. Gluhakovic), Lee (62. De Paula), Alhassan, Pires - FriesenbichlerAltach: Kobras - Lienhart, Zech, Netzer, Honsak - Piesinger (73. Zwischenbrugger) - Gebauer, Salomon, S. Nutz (60. Tekpetey), Dobras - Aigner (81. Grbic)

Rote Karte: Netzer (82./Tätlichkeit)Gelbe Karten: Kadiri, Serbest, Monschein bzw. Piesinger

Die Tore sind im richtigen Moment gefallen

Thorsten Fink (Austria-Trainer): "Wir haben die erste Hälfte defensiv angelegt, es war der Plan, dass wir auf Konter spielen. Das ist aber nicht so aufgegangen, der Gegner hat zu viel Ballbesitz gehabt. Die Tore sind im richtigen Moment gefallen."

Klaus Schmidt (Altach-Trainer): "Wir hätten die Möglichkeit gehabt, das Spiel zu unseren Gunsten zu drehen, wir haben aber die passive Spielweise der Austria nicht nützen können. Das Tor war eine Folge des Drucks."