Finaler Jubel: Feldhofer herzt Auer nach dem 2:1 gegen die Admira

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Sport FuĂźball
12/13/2021

Feldhofers Start bei Rapid: "Es war eine unglaubliche Woche"

Ferdinand Feldhofer hat Risiko genommen - und gewonnen. Nach den Siegen in Genk und bei der Admira steht Rapid mit dem neuen Trainer besser da.

von Alexander Huber

Eifrig wurde diskutiert, ob Ferdinand Feldhofer nicht zu viel Risiko nehmen würde. Dem neuen Rapid-Trainer wäre es freigestanden, bis Weihnachten von der Tribüne aus zuzuschauen, um dann seine Schlüsse daraus zu ziehen und im Jänner das Amt anzutreten.

Das kam für den 42-Jährigen nicht infrage. Der Steirer wollte jede Minute nutzen, um Rapid im Detail kennenzulernen – und um die Lage für das Frühjahr sofort zu verbessern.

„Es war eine unglaubliche Woche“, sagt Feldhofer nun nach einem hart erkämpften 2:1 in der Südstadt. „Wenn ich zurückdenke an den Start mit dem 0:1 nach nicht einmal einer Minute im Derby und daran, was wir seither geschafft haben …“

Starke Hälften

Konkret gab es mit Feldhofer eine starke erste Hälfte gegen die Austria und ein 1:1, weil die Effizienz nicht gepasst hat. Gegen Genk war die erste Hälfte noch besser, am Ende war das 1:0 aber glücklich. Einerlei, Rapid ist im Europacup noch dabei und freut sich auf das Play-off in der Conference League.

Und zuletzt, mit unĂĽbersehbaren Folgen des Kraftakts in Belgien, haben sich die Rapidler im 33. Pflichtspiel der Halbsaison noch einmal belohnt.

Gegen die Admira war die erste Hälfte schwach, die zweite wesentlich besser. Ergibt einen 2:1-Sieg, der viel wert ist. Vor allem, weil sich die Hütteldorfer über neuerliche Punkteverluste in der Südstadt nicht beschweren hätten dürfen. Überwintert wird auf Platz fünf.

„Es war ein Kampfsieg mit absolutem Willen. Der schlechte Boden, der Gegenwind vor der Pause, die ganz klar fehlende Frische – das alles hat es nicht einfacher gemacht“, erkannte Feldhofer.

"Dringend nötiger Urlaub"

Der Neue freute sich besonders für die Spieler und gestresste Mitarbeiter. „Sie alle hatten keine einfache Zeit mit Rapid. Jetzt beginnt ein dringend nötiger Urlaub.“

Nach 33 Pflichtspielen in nicht einmal fünf Monaten gab es keine langen Abschlussreden: „Uns muss klar sein, dass es nicht immer in unsere Richtung gehen wird, wenn wir so wie nach dem 2:1 mit unseren Chancen umgehen. Aber jetzt zählt nur, dass alle möglichst schnell zur Ruhe finden. Meine Akkus sind voll, ich werde noch in Hütteldorf weiterarbeiten, aber für die Spieler ist der Urlaub bis 3. Jänner ganz, ganz wichtig.“

Eine letzte intensivere Ansprache gab es bereits zur Pause - es wurde vom KĂĽhbauer-Nachfolger der richtige Ton getroffen. „Ich habe ganz nĂĽchtern in Videoszenen gezeigt, was wir besser machen mĂĽssen. Bei meiner Ansprache hab’ ich aber auch das  Funkeln in den Augen gesehen. Die Spieler wollten unbedingt“, erklärt der Rapid-Trainer.

Standardfrage

Eine der größten Baustellen ist – wie vor einem Jahr – das Verteidigen von Standards, das hat auch der Admira-Treffer zum 1:1 gezeigt. „Da geht’s um viele Faktoren, nicht nur um die durchschnittlich kleine Mannschaft. Wir werden da den großen Hebel ansetzen müssen, um dieses Probleme zu beheben. Es wartet viel Detailarbeit.“

Im FrĂĽhjahr 2021 hat das funktioniert: Die Siegesserie nach der kurzen Winterpause lag auch am besseren Verteidigen der Standards.

Bis zu seinem ersten Frühjahr mit Rapid kann sich Feldhofer selbst zu seinem Mut gratulieren: Die Hütteldorfer stehen wesentlich besser da als vor einer Woche. Und auch besser, als es viele für möglich gehalten haben.

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