Amstettens Torjäger: Frederiksen will auch am Samstag gegen Österreich treffen

© APA/SKU AMSTETTEN/ANDREAS HAIDER

Interview
10/07/2021

Der Färöer-Legionär: "Das Ziel ist ein Sieg bei Scheiß-Wetter"

John Frederiksen stürmt seit Sommer für Amstetten. Der 2,02-m-Mann spricht über die Vorteile für Färöer gegen Österreich und Island als Vorbild.

von Alexander Huber

Großer Mann, großes Selbstvertrauen. Der 2,02-m-Mann John Frederiksen ist der erste Färöer-Legionär in Österreich. Für das Heimspiel gegen das ÖFB-Team am Samstag (20.45 Uhr) kündigt der Amstetten-Stürmer einen Sieg an. Der 25-Jährige, der auf einen Joker-Einsatz hofft, im KURIER-Interview über:

... seine Ausbildung: „Bevor ich begonnen habe, jeden Tag Fußball zu spielen, habe ich in Dänemark eine Ausbildung zum Kinderbetreuer gemacht. Ich habe als Sozialarbeiter geholfen, Kindern aus schwierigen Verhältnissen oder zerstrittenen Familien einen Weg in ein besseres Leben zu zeigen.“

... Amstetten: „Ich fühle mich sehr wohl und halte bei fünf Toren in zwölf Spielen. Trainer Jochen Fallmann war der stärkste Grund für mich, zu kommen: Wir reden viel auf Englisch und verstehen uns sehr gut. Auf Deutsch kann ich nur die Fußballersprache auf dem Feld.“

... Österreichs Fußball: „Wie erwartet ist das Niveau in der 2. Liga höher als bei meinem Ex-Klub MuSa in Finnlands 2. Liga. Ich freue mich schon auf das Cup-Duell mit Rapid. Das ist ein berühmter Klub mit großer Geschichte. Für mich ist es das perfekte Los: Es wird mein größtes Spiel auf Klubebene.“

... Österreichs Team: „Es wäre vermessen, wenn ich als Amstetten-Legionär unserem Teamchef Tipps geben würde. Österreich hat Weltklassefußballer in den besten Ligen. Aber wir werden perfekt vorbereitet sein.“

... den Kunstrasen: „Die Umstellung der Österreicher auf diesen Rasen wird ein großer Vorteil für uns sein. Die meisten unserer Spieler sind im Norden unter Vertrag, wo es dazu gehört, öfters auf Kunstrasen zu spielen.“

... das Wetter: „Wir werden Scheiß-Wetter haben – noch ein Vorteil für uns, so wie der sich drehende Wind.“

... seinen Spielstil: „Ich werde mit meinen zwei Metern immer einen eigenen Stil haben. Aber ich werde besser und kann durch neue Erfahrungen Facetten ergänzen. Das Ziel ist eine Top-5-Liga.“

... Vorbild Island: „Vor zehn Jahren rechnete keiner mit Island, aber bei der EM 2016 waren sie im Viertelfinale. Warum sollen wir nicht auch einmal zu einer Endrunde kommen? Wir haben jetzt das beste Nationalteam in der Geschichte der Färöer. Immer mehr schaffen es ins Profibusiness und als Team entwickeln wir uns weiter.“

... das 1:0 gegen Österreich: „Wir reden alle andauernd von Landskrona. Dieser Sieg wird für immer in unserer Fußball-DNA bleiben. Wir alle kennen die Geschichte von 1990 und wollen sie wiederholen. Nach dem 1:0 ist jetzt ein 2:1 unser Ziel.“

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