PAOK-Legionär Stefan Schwab (re.)

© EPA/DIMITRIS TOSIDIS

Sport Fußball
09/30/2020

Ex-Rapid-Kapitän Stefan Schwab: "Es war nicht nur das Geld"

Stefan Schwab kämpft mit PAOK Saloniki um die Champions League und erklärt, warum ein Vertrag ohne Einbußen nicht gereicht hat.

von Alexander Huber

Am Sonntag feierte Stefan Schwab seinen 30. Geburtstag. Auffallend viele Glückwünsche kamen aus Hütteldorf. Die Verbundenheit zu Rapid ist immer noch da, wie der Ex-Kapitän im KURIER-Interview verrät. Ab 21 Uhr geht es für den PAOK-Legionär um den großen Traum, der für die Rapidler schon geplatzt ist: Saloniki empfängt im Play-off zur Champions League Krasnodar und hat nach einem 1:2 in Russland eine historische Chance. Stefan Schwab über:

  • ... das Rückspiel nach dem 1:2 in Krasnodar:

„Die Erwartung ist riesengroß, weil wir Besiktas und Benfica rausgehaut haben. Aber auch Krasnodar ist sehr gut. Das Hinspiel war mit einem verschossenen Elfer unglücklich. Es ist eine historische Chance: PAOK war noch nie in der Champions League. Wir können Geschichte schreiben.“

  • ... seine Rolle im 3-4-3:

„Ich soll im Zentrum mit wenigen Kontakten möglichst schnell unsere drei Spitzen vertikal einsetzen. Ich hab’ mich schnell gut eingefunden, weil es zu meinen Stärken gehört, als offener Mensch auf andere zuzugehen.“

  • ... den Vergleich PAOK – Rapid:

„Unser Kader ist breiter. Wir haben 18 Legionäre aus 12 Ländern. Diese Liga ist an der Spitze sehr stark, aber insgesamt auf ähnlichem Niveau wie die Bundesliga. Es wird hier mehr gespielt, dafür weniger gepresst.“

  • ... den Abschied von Rapid, obwohl der Vertrag ohne Einbußen verlängert worden wäre:

„Es stimmt, dass mir das gleiche wie beim ausgelaufenen Vertrag geboten wurde. Man muss aber auch dazu sagen, dass ich bei meiner letzten Vertragsverlängerung 2016 auch noch nicht Kapitän war. Es war nicht nur das Geld, sondern das Gesamtpaket von PAOK mit der Chance international zu spielen, Titel zu gewinnen und Auslandserfahrung sammeln zu können. Es ging auch um meine persönliche Weiterentwicklung. Der Schritt fühlt sich auch jetzt noch richtig an. Aber ich werde die wunderschöne Zeit bei Rapid nie vergessen.“

  • ... Kontakte nach Hütteldorf:

„Ich telefoniere mit dem Trainer und einigen Spielern öfters. Wir besprechen vieles. Wie Didi und die Mannschaft unter diesen Umständen den Saisonstart gemeistert haben, ist für mich wirklich beeindruckend.“

  • ... das Leben nach der Geburt des Sohnes:

„Ich gebe offen zu, dass der Anfang richtig schwierig war. Matteo war erst drei Wochen alt, als ich gewechselt bin. Dann ist es mit vielen Einheiten und Trainingslager gleich voll losgegangen. Aber letzte Woche konnte meine Frau mit ihm herfliegen – jetzt genieße ich die gemeinsamen Tage in einem schönen Haus. Chiara will ihren Job nicht komplett aufgeben. Geplant ist, dass die beiden künftig abwechselnd drei bis vier Wochen bei mir und in Salzburg leben.“

  • ... die Corona-Krise in Griechenland:

„Ich bin überrascht, wie diszipliniert hier gelebt wird – mit Maske, früher Sperrstunde und Corona-Tests am Flughafen für alle Touristen. Die Geisterspiele werden noch länger bleiben. Es gibt stabil nur rund 200 positive Fälle pro Tag.“

  • ... die Begeisterung der PAOK-Fans:

„Nur nach den Siegen im Europacup wurde Corona vergessen. Sie sind so fußballverrückt wie die Rapid-Fans, aber sie sind mehr. Die ganze Stadt lebt den Fußball. Wenn wir mit dem Bus zum leeren Stadion fahren, werden wir von einem Moped-Corso begleitet. Das sind unglaubliche Erlebnisse.“

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