© REUTERS/MASSIMO PINCA

Sport Fußball
10/06/2020

Europas Topligen gaben 3 Milliarden weniger für neue Spieler aus

Die Klubs aus England, Italien, Spanien, Frankreich und Deutschland holten Spieler um 3,28 Milliarden Euro. Letzten Sommer waren es 6,4 Milliarden.

von Christoph Geiler

Selten zuvor drehte sich das Transferkarussell so gemächlich. Selten zuvor verlief der sogenannte Deadline-Day so unspektakulär. Selten zuvor hielten sich die Vereine so zurück wie in diesem Sommer.

Hatten die europäischen Topklubs in den vergangenen Jahren immer noch mehr Geld in die Hand genommen, um zu immer noch aberwitzigeren Summen Spieler zu verpflichten, so regierte in dieser Transferperiode der Sparstift. Sieht man jetzt einmal vom FC Chelsea ab, der 247 Millionen Euro in neues Personal investierte (u.a. Timo Werner und Kai Havertz), forderte die Corona-Krise bei fast allen Vereinen ihren Tribut.

 

Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache und belegen, dass die Corona-Krise und ihre Folgen die Vereine wirtschaftlich hart getroffen haben. Hatten die Klubs der fünf europäischen Topligen (England, Spanien, Deutschland, Italien, Frankreich) im vergangenen Sommer noch Fußballer im Wert von 6,4 Milliarden Euro verpflichtet, so sind es heuer "nur" 3,28 Milliarden Euro (Quelle: www.transfermarkt.at).

Die Vereine der Premier League gaben mit 1,37 Milliarden Euro noch am meisten Geld aus, im Vorjahr waren es noch 1,8 Milliarden. In der Serie A wurde heuer (746 Millionen) nur halb so viel in neue Spieler investiert wie 2019 (1,41 Milliarden). In Deutschland sanken die Ausgaben von 943 Millionen auf 323 Millionen Euro. Der spanische Fußball ist von der Corona-Krise ganz besonders getroffen: 2019 bezahlten die Primera-Division-Klubs 1,48 Milliarden Euro, heuer waren es gerade einmal 411 Millionen.

Sparwelle in Österreich

Auch auf dem österreichischen Transfermarkt war deutlich weniger Geld im Spiel. 2019 wurden von den zwölf Bundesligisten noch um 39 Millionen Euro neue Spieler geholt, heuer fallen die Transferausgaben mit knapp 8 Millionen Euro vergleichsweise bescheiden aus.

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