Europa League - Group J - LASK Linz v Tottenham Hotspur

Der LASK holte die meisten Punkte für Österreich in dieser Europacup-Saison.

© REUTERS / LISI NIESNER

Analyse
02/27/2021

Europacup: Österreichs negative Bilanz mit positivem Effekt

Die Bundesliga ist zwar mit keinem Klub im Achtelfinale vertreten, hat sich aber im UEFA-Ranking auf Platz zehn verbessert.

von Stephan Blumenschein

So früh wie schon lange nicht mehr ist am Donnerstag eine Europacup-Saison für die österreichischen Bundesliga-Klubs zu Ende gegangen. Nach dem WAC (Gesamtscore 1:8 gegen Tottenham) verabschiedete sich auch Salzburg im Sechzehntelfinale der Europa League und damit Österreichs letzter Vertreter.

Nach der 0:2-Heimniederlage gegen Villarreal setzte es auch im zweiten Duell eine Niederlage. Beim 1:2 spielte der Meister zwar wesentlich besser als noch in der Red-Bull-Arena, aber 40 starke Minuten waren letztlich zu wenig, um den Sechsten der spanischen Liga zu gefährden.

Begonnen hatte die Europacup-Saison aus österreichischer Sicht noch äußerst vielversprechend. Erstmals seit 2009 standen vier Klubs (Salzburg, LASK, Rapid, WAC) in einer Gruppenphase, erstmals überhaupt war mit Salzburg ein Champions-League-Teilnehmer in diesem Quartett dabei. Letztlich erreichte kein Bundesliga-Vertreter das Achtelfinale. Zuletzt war dies 2017, also vor vier Jahren, der Fall.

Österreichs Liga ist in durchaus prominenter Gesellschaft – auch Russland, Belgien oder die Türkei haben keinen einzigen Klub unter den Top 16. Dafür sind nach einem Europa-League-Donnerstag mit vielen Sensationen Norwegen (Molde schaltete Hoffenheim aus), Tschechien (Slavia Prag setzte sich gegen Leicester durch) und Schottland (Glasgow Rangers) noch dabei. Insgesamt stellen 14 Länder zumindest einen Achtelfinalisten in der Champions League und der Europa League.

35 Europacup-Spiele absolvierten die Bundesligisten in dieser Saison. Nur der LASK hat mehr Siege als Niederlagen (5:2). Salzburg verlor sechs der zehn Spiele, Rapid und Wolfsberg je vier der acht Partien. Hartberg ging beim einzigen Auftritt im September in der Europa-League-Qualifikation im polnischen Gliwice als Verlierer vom Platz.14 Siegen stehen insgesamt 17 Niederlagen gegenüber. Trotzdem hat sich die Bundesliga in der Fünfjahreswertung vorerst einmal um zwei Platze verbessert.

War Österreich zu Saisonbeginn noch Zwölfter, liegt man aktuell auf Rang zehn. Sollte man diesen auch zu Saisonende belegen, würde das bedeuten, dass der österreichische Meister – anders als im kommenden Sommer (siehe unten) – im Jahr 2022 fix für die Gruppenphase der Champions League qualifiziert wäre. Wie zuletzt Salzburg im Jahr 2019. Und es schaut auch gut aus, dass Platz zehn in österreichischer Hand bleibt. Die Verfolger Schottland (Glasgow Rangers) und die Ukraine  (Dynamo Kiew und Schachtar Donezk) sind zwar mit ihren Klubs noch im Europa-League-Achtelfinale vertreten, der Punkterückstand  beider Länder ist aber  beträchtlich.

 

Salzburg auf Platz 22

Im Klubranking sind nun drei österreichische Klubs in den Top 100. Salzburg hat sich trotz der schwächsten Europacup-Saison seit vielen Jahren um sieben Ränge auf Platz 22 verbessert – dank der vier Bonuspunkte für die Teilnahme an der Champions-League-Gruppenphase. Rapid verlor hingegen gleich 28 Ränge, ist nun 94. und auch nicht mehr zweitbester österreichischer Verein. Denn die Wiener wurden vom LASK überholt, der die zweite Saison in Folge die meisten Punkte für die Fünfjahreswertung geholt hatte. Die Linzer, die von Platz 106 in die Saison gestartet waren, sind aktuell auf Position 67.

Im Sommer beginnt ein neues Europacup-Zeitalter. Erstmals seit 1999 – damals wurde der Cup der Cupsieger eingestellt – wird es mit der Europa Conference League wieder einen dritten Bewerb geben. Insgesamt werden dann 96 Vereine – je 32 in der Champions League, der Europa League und der Europa Conference League – an einer Gruppenphase teilnehmen. Die Bundesliga hat zwei Gruppenplätze fix. Der Meister ist entweder in der Champions oder der Europa League dabei, der Cupsieger in der Europa League oder in der neuen Conference League.

Die Bundesliga-Startplätze

Meister: Der nächste Titelträger steigt im Play-off in die Champions-League-Qualifikation ein. Bei einem Ausscheiden geht es in der Gruppenphase der Europa League weiter.

Vizemeister: Der Zweitplatzierte muss in der 2. Qualifikationsrunde ran. Scheidet er aus, geht es in Runde 3 der Europa-League-Qualifikation weiter.

Cupsieger: Dieser spielt im Play-off der Europa League. Sollte dort Endstation sein, spielt man in der Gruppenphase der neuen Europa Conference League.

Restliche Starter: Österreich stellt dazu zwei Teilnehmer in der  Qualifikation des neuen Bewerbes. Ein Verein  beginnt in der 3., einer in der 2. Runde.

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