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Sport Fußball

Rapid spielte gegen West Ham brav, verlor aber dennoch 0:2

Die Londoner gewannen durch Treffer von Rice und Benrahma. West Ham musste nur nach einem Elfmeterpfiff bangen - der VAR griff ein.

von Alexander Huber

09/30/2021, 06:19 PM

Die spĂ€te Premiere in einer europĂ€ischen Gruppenphase wurde im fast vollen London Stadium ausgiebig gefeiert. 55.000 waren gekommen, um beim HeimdebĂŒt in der Europa League den angekĂŒndigten Sieg  von West Ham zu sehen. Geworden ist es gegen brave, aber harmlose Rapidler ein verdientes 2:0. 

Die nĂ€chste Chance auf Punkte gibt es  gegen Zagreb. Dinamo hat in Genk ĂŒberraschend mit 3:0 gewonnen.

Aber vorerst sind bei Rapid alle Augen auf den Sonntag und das Kellerduell mit der  WSG aus Tirol gerichtet.

Beide Trainer hatten in einer im wahrsten Sinn englischen Woche durchgewechselt. Wobei von David Moyes die Rotationsmaschine stĂ€rker angeworfen worden war: Speziell in der Defensive bekamen einige Reservisten ihre Chance.  Im Sturm begann Topscorer Michail Antonio. Der Jamaikaner ist im Luxuskader kurioserweise der einzige MittelstĂŒrmer.

Der Goalgetter außer Dienst in GrĂŒn, Ercan Kara, durfte zwar nicht in die englische Championship wechseln, in London aber wieder stĂŒrmen. Daneben sollte Taxi Fountas im 5-3-2 die RĂ€ume suchen und finden. Wie beim 0:2 in Salzburg machten fĂŒnf Verteidiger zu darunter Ex-Tottenham-LegionĂ€r Kevin Wimmer  bei seiner RĂŒckkehr nach London. Neu war auch die Zusammensetzung mit drei zentralen Spielern davor.

Der Blick auf Sonntag  beförderte mit Marco GrĂŒll und Filip Stojkovic zwei DauerlĂ€ufer fĂŒr 60 Minuten auf die Bank.  Die 1.300 mitgereisten Fans bekamen  wie erwartet nicht die Top-Elf zu sehen,  mussten sich aber auch nicht ĂŒber  eine B-Elf Ă€rgern.

Ungewohnt war die Feuershow vor Anpfiff. Dabei wĂ€ren die in der Vereinshymne besungenen und durchs Stadion schwebenden „Bubbles“ den Fans  genug gewesen.

Starke Standards  

Der erste Torschrei war nach  sieben Minuten und einem Freistoß nahe: Declan Rice setzte seinen Kopfball an die Stange. Weil die HĂŒtteldorfer geschickt und beherzt verteidigten, wurde der Favorit vorerst nur nach Standards gefĂ€hrlich. Aber da setzten sich die Londoner ein ums andere Mal durch. Nach einem Corner köpfelte auch Craig Dawson an die Stange (27.).

„Nach Ballgewinnen mutig sein“, hatte Didi KĂŒhbauer gefordert und Fountas hatte die Chance dazu. Sein Schuss fiel  zu schwach aus (14.).
Schön kombiniert Mit der ersten herausgespielten Chance  fiel das 1:0. Andriy Yarmolenko flankte, Antonio legte  ab und der bei der EM ĂŒberragende Vizeeuropameister Declan Rice bejubelte seinen gewinnbringenden Sprint aus dem Zentrum (29.).

Einige „Fans“ im Rapid-Sektor benahmen sich daraufhin daneben, sprangen ĂŒber die Absperrung und mussten von Ordnern gestoppt werden. Es soll eine Verhaftung gegeben haben.

Rapid hatte  tatsĂ€chlich noch eine Chance auf den Ausgleich, Kelvin Arase war aber  nicht prĂ€zise genug (38.). Danach  verflachte die Partie.
Doch kein Rapid-Elfer Joker GrĂŒll  fiel in Minute  70, Schiedsrichter   Stieler pfiff, doch der VAR wollte den Elfmeter nicht.  Der Deutsche checkte selbst – und nahm seine Entscheidung zurĂŒck. 

Erst in Minute 81 gab es wieder eine Chance fĂŒr West Ham, Joker Jarrod Bowen war an Tormann Paul Gartler vorbei, verfehlte aber das Tor.
 Die GrĂŒnen versuchten noch eine Schlussoffensive, blieben aber harmlos. Und so gelang in letzter Sekunde Said Benrahma noch das 2:0.

West Ham - Rapid 2:0 (1:0)
1:0
Rice (29.), 2:0 Benrahma (95.)

West Ham (4-2-3-1): Areola;  Johnson, Dawson, Diop, Cresswell; Rice, Noble (62. Soucek); Jarmolenko (76. Fornals), Benrahma, Vlasic (62. Lanzini); Antonio (62. Bowen).
Rapid (5-3-2):  Gartler;  Aiwu, Greiml (62. Stojkovic), Wimmer, Ullmann (74. Auer); Petrovic (81. Ljubicic), Grahovac - Arase, KnasmĂŒllner, Fountas (62. Kitagawa); Kara (62. GrĂŒll)
Gelbe Karten: Diop;  Grahovac, Greiml

London Stadium, 55.000, SR Stieler (GER)

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