Cristiano Ronaldo

© REUTERS/Stefano Rellandini

EM-Starter, Teil 14
05/29/2016

Spekulationen um Ronaldos Fitness

Am 18. Juni trifft Österreich bei der EURO in Frankreich auf Portugal.

Für Portugal gibt es vor der EURO nur eine Frage: Wird Cristiano Ronaldo rechtzeitig fit oder nicht? Beim Champions-League-Finale war deutlich zu erkennen, dass die Muskelverletzung des Superstars noch nicht zu 100 Prozent ausgeheilt ist. Ronaldo zog nur wenige und vermehrt kurze Sprints an, wirkte über weite Strecken des Endspiels gehemmt. Der verwandelte Elfmeter zum Titelgewinn kann nicht darüber hinweg täuschen, dass Ronaldo die verbleibende Zeit zur Regeneration nützen muss. Und die Zeit drängt, knapp zwei Wochen hat der 31-Jährige noch, um die volle Fitness zu erlangen.

Österreichs Nationalteam verfolgte im Kollektiv das Finale von Mailand in der „Players Lounge“ des Teamhotels in Laax. Und sie blickten Ronaldo genau auf die Beine, konnten sich ein Bild vom Zustand des Superstars machen. Koller wagt keine Ferndiagnose zur Fitness des Stars: „Das Portugal-Spiel ist außerdem noch weit weg. Wir wissen, was er kann. Aber Portugal ist nicht nur Ronaldo. Man muss auf ihn achten, aber nicht alle Augen dürfen nur auf ihn gerichtet sein.“

Der Beste

David Alaba ist neben Christian Fuchs der einzige Teamspieler, der mit Cristiano Ronaldo auf dem Platz schon Bekanntschaft gemacht hat. Für ihn ist Ronaldo „vielleicht sogar der Beste überhaupt. Woche für Woche zeigt er seine Klasse, er kann Spiele allein entscheiden. Und er braucht nicht viele Chancen für ein Tor.“

Das Warten soll für Portugal endlich ein Ende haben. Denn einerseits hat die portugiesische Nationalmannschaft seit der EM 2000 kein großes Turnier verpasst, gleichzeitig aber trotz vieler hochkarätiger Einzelspieler keinen Titel eingefahren. Weder die goldene Generation um Luis Figo und Rui Costa, noch das aktuelle, von Weltfußballer Cristiano Ronaldo angeführte Team konnte die jeweils vor Turnierbeginn stets hohen Erwartungen erfüllen. Platz zwei bei der EM 2004 im eigenen Land sowie das Erreichen der Halbfinali bei der WM 2006 und der EM 2012 waren bisher die größten Erfolge.

Gruppenfavorit

Österreichs Gruppengegner zählt in Frankreich zwar nicht zu den Top-Favoriten, dennoch darf man den Portugiesen einiges zutrauen. Weil es dem erfahrenen Trainer Fernando Santos gelungen ist, eine schlagkräftige Einheit zu formen, für die Cristiano Ronaldo in engen Spielen den Unterschied ausmachen kann. Weil man beim 2:1 im März gegen Belgien gezeigt hat, dass man auch eine Top-Nation spielerisch beherrschen kann.

Weil Portugal über eine gut besetzte Mannschaft verfügt. Insgesamt bringt das Team aber eine interessante und unberechenbare Mischung mit, wie auch Koller bestätigt. Ob Portugal im Turnier weit kommt, hängt aber in erster Linie von der Fitness von Cristiano Ronaldo ab.

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