Schlechter Schauspieler: Pepe

© REUTERS/Carl Recine

Champions League
05/29/2016

Gary Lineker: "Pepe ist so ein ..."

Gary Lineker war mit dem Verhalten von Real-Verteidiger Pepe nicht ganz einverstanden.

Twitter. Ein Medium, wie geschaffen für Gary Lineker. Um einen flotten Spruch ist der ehemalige englische Star-Stürmer nie verlegen. Auf dem sozialen Medium hat Lineker mittlerweile fast fünf Millionen Follower angehäuft. Dort kommentiert er so ziemlich alles, was mit Fußball zu tun hat. In wenigen Worten.

Der mittlerweile beim Fernsehen arbeitende Engländer war freilich auch am Samstag in Mailand live dabei, als Real Madrid den Elfmeter-Krimi gegen Atlético für sich entschied und "La Undecima", den elften Titel, perfekt machte.

Missfallen hat ihm dabei vor allem eines: das Verhalten von Real-Verteidiger Pepe. "Pepe is such a dick", zwitscherte der Engländer seinen Followern zu, als der portugiesische Abwehrspieler zum ersten Mal mit einer peinlichen Schauspiel-Einlage Schiedsrichter Clattenburg in die Irre führen wollte.
Doch damit nicht genug: Pepe probierte es ein zweites Mal. Nur leicht berührt, mimte er neuerlich den sterbenden Schwan. Selbst Clattenburg, der die Szene gut gesehen hatte und herangestürmt kam, quittierte Pepes Verhalten nur mit einem ungläubigen Kopfschütteln. Und Lineker? Ließ kein gutes Haar am kahlköpfigen Portugiesen: "Pepe is an enormous dick." Über 40.000 Menschen retweeteten das Statement, das keiner Übersetzung bedarf. Falls doch, bitte das Übersetzungsprogramm Ihres Vertrauens zu Rate ziehen.

Pepe wird's egal sein, er feierte mit seinem Team und den Fans den Triumph in der Königsklasse. Ausgelassen.

"Das ist ein besonderer Moment, ein magischer Moment, den die Spieler und die Fans verdienen, die immer hier waren", sagte Reals Superstar Cristiano Ronaldo, der den entscheidenden Elfmeter verwandelt hatte.

Auch der deutsche Weltmeister Toni Kroos, der seinen zweiten Titel in der Königsklasse nach dem Triumph mit dem FC Bayern 2013 feiern konnte, schwärmte nach dem hart erkämpften Erfolg: "Das hat man sich wahrscheinlich nie erträumt, und ich glaube, dass das was Großes ist."

Bei Verlierer Atletico saß der Schock über die zweite Finalniederlage nach dem 1:4 nach Verlängerung vor zwei Jahren in Lissabon tief. "Was mir wehtut, ist, die Menschen zu sehen, die für ihr Ticket bezahlt haben und nach Mailand gekommen sind", sagte Trainer Diego Simeone. "Ich habe es nicht geschafft, ihnen das zu geben, was sie wollten."

Fassungslos standen die Atletico-Profis auch Minuten nach dem letzten Elfmeter auf dem Rasen, die Hände in die Hüften gestemmt oder das Trikot über den Kopf gezogen. "Wir sind am Boden zerstört. Das ist ein weiterer sehr trauriger Tag für unsere Geschichte", gab Kapitän Gabi zu. Stürmer Antoine Griezmann, der kurz nach der Pause einen Elfmeter verschossen und damit die große Chance auf einen früheren Ausgleich vergeben hatte, sagte: "Man muss aus diesen Dingen lernen und stärker zurückkommen."

Atletico hatte nach der Real-Führung durch ein Tor von Sergio Ramos (15. Minute) ein beeindruckendes Comeback geschafft. Yannick Ferreira-Carrasco (79.) gelang noch der Ausgleich, doch im Elfmeterschießen hatte Real dann das bessere Ende für sich.

Nach Ronaldos verwandeltem Elfmeter stürmten seine Teamkollegen auf den Platz und begruben den Portugiesen in einer Jubeltraube unter sich. "Der Gewinn einer Champions League ist das größte der Gefühle", schwärmte Trainer Zinedine Zidane, der nach fünf Monaten als Trainer der Profis seinen ersten großen Titel gewinnen konnte. "Ich will jetzt nur diesen Triumph genießen, dann schauen wir weiter", kündigte der Franzose zu Beginn des Party-Marathons in Mailand und Madrid an.

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