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Sport Fußball
09/21/2019

Sturm Graz in Rage: "Das macht mich verrückt"

Nach dem 3:3 in Mattersburg tobten Sturm-Sportchef Kreissl, Trainer Nestor el Maestro und Goalie Siebenhandl.

von Christoph Geiler

Gut möglich, dass Günter Kreissl nun das geschafft hat, was Sturm Graz nicht gelungen ist: International für Schlagzeilen zu sorgen. Sportlich waren die Grazer mit dem frühen Aus gegen Haugesund in der Europa League-Qualifikation nur eine Randerscheinung, das Interview freilich, das Sportchef Kreissl nach dem 3:3 in Mattersburg gab, könnte in den nächsten Tagen in Europa die Runde machen.

 

 

Günter Kreissl zuckte im Gespräch mit Journalisten aus und tat dabei vor allem seinen Unmut über die Schiedsrichter lautstark kund. "Es ist so, als wäre es ein Sport, irgendwelche engen Entscheidungen gegen Sturm Graz zu geben", wetterte der ehemalige Torhüter und meinte: "Es ist unerträglich, wie die Schiedsrichter auftreten. Das macht mich verrückt."

Sturm-Trainer Nestor el Maestro stand seinem Vorgesetzten freilich um nichts nach. Auf dem Weg in die Kabinen nahm er Schiedsrichter Josef Spurny erst den Ball weg, um dann praktisch auf alles einzutreten, was ihm in die Quere kam. "Unfassbar, dass ich hier gelandet bin", beklagte sich der 36-jährige Coach im Sky-Interview.

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Später bei der Pressekonferenz tat Nestor el Maestro sein Anfall leid. „Ich möchte mich für meine Überreaktion entschuldigen", sagte der Sturm-Coach, der den Grund für seine schlechte Laune vor allem in den Schiedsrichterleistungen sieht.  "Wenn Sie unsere Niederlagen analysieren wie viele waren da ganz sauber?“

Sturm-Goalie Jörg Siebenhandl verlor nach Schlusspfiff ebenfalls die Fassung und kritisierte Schiedsrichter Spurny auf derbe Weise, die möglicherweise für ihn noch ein Nachspiel haben könnte. Denn der Torhüter vergriff sich bei seiner Kritik gleich mehrmals im Ton, als er  im Sky-Interview von einem „Verbrechen am Fußball“ sprach und tatsächlich sagte:  „Am liebsten hätte ihn jeder zusammengegrätscht, aber das kannst du als Spieler nicht."

Ärger auch in der Südstadt

Klaus Schmidt war fuchsteufelswild. So sehr, dass er nach fünf Minuten die Pressekonferenz in der Südstadt nach dem NÖ-Derby gegen St. Pölten wortlos verließ. Im benachbarten Trainerkammerl ließ der neue Admira-Coach seinen Ärger dann am Mobiliar  aus – hörbar durch die geschlossene Tür des PK-Raumes.

Es war aber nicht eine Journalistenfrage oder eine Schiedsrichterentscheidung, die ihn so sehr erregte, sondern das, was sich davor abgespielt hatte. Seine Mannschaft war im Nachzüglerduell klar das bessere Team gewesen, kassierte aber in der 93. Minute nach einem Outeinwurf just durch den Ex-Admiraner Ouédraogo den Ausgleich zum 1:1-Endstand.

 


 

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