HoffnungstrĂ€ger: Marco GrĂŒll war auch im Europacup bisher einer der besten Rapidler

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Sport Fußball
02/17/2022

Dritter Versuch von Rapid 2022: Ein Krisenduell mit vielen Fragen

Wenig Fans, viele Verletzte, neues System bei Rapid: Die wichtigsten Antworten vor dem Play-off der Conference League gegen Vitesse.

von Alexander Huber

Um 18.45 Uhr startet Rapid den dritten Versuch, 2022 ein Heimspiel zu gewinnen. „Wir wollen den Grundstein zum Aufstieg legen“, sagt Marco GrĂŒll vor dem Play-off in der Conference League gegen Vitesse Arnheim. Gleichzeitig hat Trainer Ferdinand Feldhofer den Kampf um die Top 6 mit dem Sonntagspiel bei Sturm „im Hinterkopf“.

Die wichtigsten Fragen zum heiklen Spagat der Rapidler im KURIER-Überblick:

  • Welche der beiden Krisen ist schlimmer?

Die Freude ĂŒber den Aufstieg nach dem abgesagten Gruppenspiel von Konkurrent Tottenham wĂ€hrte bei Vitesse nicht lange. Mit vier Niederlagen und einem TorverhĂ€ltnis von 1:16 schlitterten die NiederlĂ€nder in ein heftiges Tief. Das Selbstvertrauen wird also geringer sein als bei den Rapidlern, die nach zwei 1:2-Heimpleiten dringend ein Erfolgserlebnis benötigen.

Feldhofer: „Ich weiß, wie extrem es bei Rapid nach Niederlagen in eine Richtung geht. Aber bei uns in der Gruppe merke ich davon nichts: Wir sind guter Dinge, arbeiten ehrlich und hart.“

  • Hat Rapid immer noch so viele AusfĂ€lle?

Ja, Schick (Knöchel) fehlt neu. Bei Hofmann wurde doch eine Muskelverletzung an der Wade entdeckt, der KapitÀn wird im Februar nicht mehr verteidigen.

Zumindest sind Ljubicic und Fountas wieder einsatzfÀhig. Ob der Grieche auch trotz Vorvertrag in Washington so intensiv in die ZweikÀmpfe gehen wird wie gewohnt?

  • Wie kommen die Fans ins Rapid-Stadion?

ZusÀtzlich zur 2-G-Regel gilt auch eine FFP2-Maskenpflicht. ZuschauerbeschrÀnkungen gibt es nicht mehr. Erwartet werden aber (wie in der Quali gegen Famagusta oder Luhansk) nur 10.000 bis 11.000 Fans.

Den KURIER-Einwand, dass neben dem Fehlstart ins FrĂŒhjahr die Tageskarten zu teuer wĂ€ren (bis zu 48 Euro fĂŒr SitzplĂ€tze), teilt GeschĂ€ftsfĂŒhrer Peschek nicht: „Die Sorge wegen hohen Infektionszahlen, die Maske und 2-G sorgen fĂŒr geringere Zuschauerzahlen.“

  • Beharrt Feldhofer auf seine Raute im 4-4-2?

Nicht umsonst hat Rapid ein 4-3-3 gegen Cracovia (2:1) getestet. Die Polen spielten mit einer Dreierkette – so wie Vitesse – und wurden durch die anpressenden Rapid-StĂŒrmer eingeschnĂŒrt. „Das kann eine gute Übung gewesen sein“, schmunzelt Feldhofer. Vitesse hat in den vergangenen Wochen besonders viele Tore nach Fehlern im Spielaufbau bekommen.

  • Welche Verbindungen gibt es zu Vitesse?

Überraschend viele. Neben Grbic, der acht Jahre im Rapid-Nachwuchs stĂŒrmte, kennt auch Nebenmann Baden Frederiksen das Stadion. Als Juventus-Leihgabe traf der DĂ€ne beim 3:0 der WSG im Dezember 2020. Als Rapid-WunschstĂŒrmer im Sommer war Frederiksen dann aber nicht zu finanzieren.

Ebenso wie Mittelfeldmotor Bero, den Sportchef Barisic noch in seiner Trainerzeit holen wollte. Dass der Slowake im Hinspiel gesperrt ist, wird Rapid helfen. Der offensive Rechtsverteidiger Dasa war 2019 der Alternativkandidat zu Stojkovic. Und Trainer Letsch hat eine bemerkenswerte Bilanz gegen Rapid: Nach einem 0:4 folgten noch zwei Derbys und zwei Siege - das letzte davon mit einem 6:1-Triumph.

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