Die Wende: In Wien war Rapid bis zum 1:1 durch David Luiz stärker. Der Brasilianer fehlt heute

© APA/GEORG HOCHMUTH

Sport Fußball
12/03/2020

Drei Wege zum Glück: Wie Rapid, LASK und WAC noch aufsteigen

Europa League: Arsenal spielt vor Fans gegen Rapid, der LASK hat gegen Tottenham ein Geisterspiel. Rechnen muss auch der WAC.

von Alexander Huber

Zum zweiten Mal in diesem von Corona geprägten Jahr muss der LASK bei einem Europacup-Highlight auf Fans verzichten: So wie beim 0:5 gegen Manchester United zum Ausbruch der Pandemie im März wartet gegen Tottenham ein Geisterspiel auf der Gugl. Arsenal feiert gegen Rapid hingegen die Rückkehr der eigenen Fans. Und den WAC erwarten in Moskau gegen ZSKA Menschenmassen, wie sie in Österreich derzeit nicht vorstellbar sind.

Wie können die Vereine noch aufsteigen, um 2021 hoffentlich mit Fans in der Europa League weiterzuspielen? Der KURIER hat gerechnet:

  • SCHAUPLATZ LONDON

Bei Arsenal werden vor dem Spiel gegen Rapid (21 Uhr) zwei Themen diskutiert: Die Rückkehr des Publikums ins Emirates Stadium und die enttäuschende Performance der Gunners in der Premier League. „Ich habe die Fans sehr vermisst. Ich sehe darin nur Positives“, betont Trainer Mikel Arteta. Anders als in Österreich waren in England auch im Spätsommer keine Zuschauer erlaubt. Vereinzelt gibt es jetzt lokale Ausnahmen, bei Arsenal dürfen erstmals seit dem 7. März 2.000 Fans Stimmung machen. Damals gab es ein Derby (vor 60.000 gegen West Ham), und am Sonntag wartet der größte Lokalrivale – LASK-Gegner Tottenham.

Da in der Europa League der Aufstieg bereits fixiert ist, wird Arteta vor dem Prestigeduell noch die Rotationsmaschine gegen Rapid anwerfen. Denn der Fokus muss auf die Premier League gerichtet werden: Nach nur einem Punkt in drei Partien stürzte Arsenal auf Rang 14 ab.

„Zeit ist das entscheidende Wort in diesem Geschäft. Vor uns liegt ein langer Weg“, bittet der frühere Assistent von Pep Guardiola nach elf Monaten im Amt um Geduld.

Fieber bei Fountas

Aber auch die Hütteldorfer (Taxi Fountas fehlt wegen Fieber) werden nicht in Bestbesetzung einlaufen. "Bei Taxi hoffen wir, dass er schnell wieder fieberfrei ist", sagt Trainer Didi Kühbauer mit einem Blick auf das Sonntagspiel in Hartberg. "Der Kader, der mit ist, befindet sich in guter Verfassung. Der eine oder andere wird eine Pause kriegen. Aber ich vertraue allen. Wir wissen, wie gut wir spielen müssen, um etwas mitzunehmen."

Dauerläufer Max Ullmann kündigt an: „Das 1:2 war unser bestes Saisonspiel, so wollen wir wieder auftreten.“ Trainer Kühbauer ergänzt: „Wenn es auch noch ein positiveres Ergebnis gibt, wäre es  perfekt.“

Entscheidend wird das letzte Spiel gegen Molde sein, höchstwahrscheinlich muss am 10. Dezember gewonnen werden. Bei Punktegleichheit zählen die direkten Duelle.

Falls Molde im Parallelspiel gegen Dundalk das derzeit schlechtere Torverhältnis nicht umdreht, würde Rapid im Heimspiel gegen die Norweger ein 1:0 reichen. Ansonsten müsste das Finale mit zwei Toren Unterschied gewonnen werden.

Aufstiegschance für Rapid: 51 %

  • SCHAUPLATZ LINZ

Obwohl der LASK bereits zwei überzeugende Leistungen abgeliefert hat (gegen Ludogorez und in Antwerpen), droht das Aus. Bei einer Niederlage gegen Tottenham (18.55 Uhr) gibt es keine Chance mehr. Und selbst ein Unentschieden auf der Gugl dürfte zu wenig sein: Dass der noch punktelose und bereits ausgeschiedene bulgarische Meister aus Rasgrad im Parallelspiel ausgerechnet in Antwerpen gewinnt, erscheint unwahrscheinlich.

Es muss gegen das beim 0:3 in London noch klar überlegene Team von José Mourinho also auf Sieg gespielt werden. „Wir glauben noch an uns“, betont LASK-Trainer Dominik Thalhammer, der umbauen muss.

Besonders schwer wiegt die Rotsperre von Abwehrchef Trauner. Dazu fehlen wegen Verletzungen Filipovic, Grgic, Balic und Goalgetter Raguz fix. Auch Gruber ist angeschlagen. Sollte die Überraschung gegen den Tabellenführer der Premier League dennoch gelingen, wartet auf den LASK ein Finalspiel bei Ludogorez.

Aufstiegschance für LASK: 15 %

  • SCHAUPLATZ MOSKAU

Die Gruppe K ist die knappste von jenen mit österreichischen Startern. So wie 2019 ist für den WAC mit vier Punkten nach vier Spielen nach oben wie unten alles offen. Die Wolfsberger könnten in Moskau (18.55) verlieren und trotzdem noch eine Chance auf den Aufstieg haben. Andererseits könnten auch zwei Siege nötig sein. Viel hängt von Feyenoord und dem Parallelspiel gegen Leader Dinamo Zagreb ab.

Die logische Route für die drittplatzierten Kärntner, um es unter die besten Zwei zu schaffen, wäre ein Remis bei ZSKA und danach ein Heimsieg gegen Feyenoord. Der frühere Europacupsieger wurde bereits in Rotterdam mit 4:1 besiegt.

WAC-Trainer Ferdinand Feldhofer verströmt vor dem Wiedersehen mit ZSKA Optimismus, weil bis auf Stürmer Dieng alle der insgesamt 18 Covid-19-positiv getesteten Spieler wieder voll fit sind: „Wir wollen ein Entscheidungsspiel gegen Feyenoord erzwingen, und das hätten wir uns auch verdient.“

Aufstiegschance für WAC: 20 %

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.