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Sport Fußball
07/29/2021

Blamage auf Island: Die Wiener Austria fliegt aus dem Europacup

Conference-League-Quali: Nach dem mageren 1:1 im Hinspiel enttäuschen die Violetten auch in Breidablik und verlieren 1:2.

von Alexander Strecha

Umbruch, Neustart, Entwicklungsprozess. Wie auch immer man den Aggregatszustand der Wiener Austria bezeichnen möchte, es bedeutet eine Veränderung. Und impliziert etwas Positives, weil man von weit unten startet und viel Raum für Verbesserungen vorfindet. Die wird es in der nächsten Zukunft auch gebrauchen.

In der Conference League reichte das individuelle und kollektive Können nicht aus, um eine – bei allem Respekt – durchschnittliche isländische Mannschaft wie Breidablik aus dem Bewerb zu werfen. Zwei Spiele lang durften die Wiener Europacup-Luft schnuppern, um sich nach einem 1:1 im Hinspiel und einem 1:2 im Rückspiel auf Island von dieser Bühne wieder zu verabschieden.

BREIDABLIK - AUSTRIA WIEN 2:1 (2:0)
Tore:
1:0 (6.) Steindorsson, 2:0 (24.) Vilhjalmsson, 2:1 (68.) Fitz.
Gelbe Karten: Siguardarson, Einarsson bzw. Martel, Schoissengeyer, Djuricin, Fitz.
Breidablik: A. Einarsson - Gunnlaugsson, Muminovic, Margeirsson, Ingvarsson - V. Einarsson, Sigurjonsson (78. Atlason), Sigurdarson (66. Yeoman) - Eyjolfsson, Steindorsson, Vilhjalmsson (88. Mikkelsen).
Austria: Pentz - Teigl, Mühl, Schoissengeyr, Suttner - Martel - Pichler (91. Keles), Fitz, Fischer, Jukic (58. Grünwald) - Djuricin.

Gesamtscore: 3:2 (Hinspiel: 1:1)

Lange trug die Austria ihr Motto „Anspruch und Stil“ vor sich her, der wohl gemeinte, aber oft auch überheblich wirkende Slogan soll nun anderen Eigenschaften weichen. Wie sympathisch, leidenschaftlich, familiär und letztlich auch erfolgreich. Auch davon sind die Violetten noch ein großes Stück entfernt.

Inferior

Die Leistung der Austria in der ersten Hälfte im Stadion Kopavogsvöllur glich einer Körperverletzung an den Zuschauern. Inferior war noch ein höfliches Adjektiv für die Darbietung, bei der nichts zusammen lief. In der Offensive fand man keine Torchance vor, wie auch, wenn im Aufbau alles nur Stückwerk blieb. Es fehlten das Gemeinsame, die Ruhe, die Präzision, um irgendwie Kontrolle über das Spiel zu erlangen. Einzelaktionen und der Zufall hätten eventuell geholfen.

Und in der Defensive glich man einem Torso. Im zentralen Mittelfeld zeigten sich die Isländer aggressiver und präsenter, die Umschaltmöglichkeiten nützten sie zu zwei Treffern und einer absolut verdienten Führung. Jeweils startete man die Aktion im Zentrum, wich auf die Flanken aus, um die Vorlagen in der Mitte durch Steindorsson (6.) und Vilhjalmsson (24.) erfolgreich abzuschließen. In beiden Fällen bestach die Austria-Abwehr durch Unordnung, vor allem Teigl und Mühl waren nachlässig und überfordert.

Hoffnung

Nach der Pause verbesserte sich das Austria-Spiel um eine Spur, ein Freistoß von Jukic bedeutete den ersten Schuss aufs Tor (51.). Pichler fand gar die erste hochkarätige Möglichkeit vor, für den Torerfolg bedurfte es aber die Mithilfe des Gegners. Einen Fehlpass von Muminovic nützte Fitz zum 1:2 (68.). Die Austria gewann mehr Kontrolle über das Geschehen, Breidablik verlor an Souveränität. Eine Topchance auf den Ausgleich hatten die Wiener nach einem Freistoß von Fitz. Unterm Strich war es über zwei Spiele gesehen viel zu wenig. Die nahe Zukunft wird für die Austria äußerst arbeitsam.

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