Im Duett: Baumeister und Lederer (re.) freuten sich im Hinspiel gegen Mattersburg – 2:1.

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Sport | Fußball
10/03/2015

Wer hält den Kontakt zu Leader Rapid?

Der Bundesliga-Samstag rückt die Verfolger in den Blickpunkt.

Der Schlager zwischen Tabellenführer Rapid und dem Zweiten Salzburg steigt zwar erst am Sonntag, aber auch am Samstag werden in der Bundesliga wichtige Fragen beantwortet. Welches Überraschungsteam setzt den Erfolgslauf fort? Mattersburg oder Admira? Prolongiert Sturm die Aufholjagd in Grödig? Gelingt dem Dritten Austria, was Rapid nicht gelungen ist – ein Sieg in Altach?

Schauplatz Mattersburg

Dass Mattersdorf nunmehr Mattersburg heißt, liegt nicht am Fußballklub SV Mattersburg. Obwohl: Der Bundesliga-Aufsteiger hat das Pappelstadion in Mattersburg diese Saison zu einer Trutzburg gemacht und alle vier Heimspiele gewonnen. Die bisher längste Serie gab es für die Burgenländer 2009: Damals wurden fünf Heimspiel en suite gewonnen. Um diesen Rekord einzustellen, müssen sie am Samstag die Admira schlagen. Trainer Ivica Vastic ist zuversichtlich, dass der Erfolgslauf weitergeht. Die Voraussetzung: "Am Drücker bleiben, unsere Chancen suchen und vor allem unserem tollen Publikum guten Fußball bieten." Aber der letzte Heimsieg gegen die Admira liegt schon fast drei Jahre zurück, den gab es mit einem 3:0 am 1. Dezember 2012. Das war auch der letzte Sieg.

Die bitterste Niederlage setzte es 2013 in der letzten Runde: Die Admira gewann in Mattersburg 1:0 und schickte die Burgenländer in die Erste Liga. Borenitsch, Farkas, Höller, Prietl, Röcher, Klemen und Bürger sind noch da. Bei der Admira sind das nur noch Schößwendter, Ebner und Lackner. Der aktuelle Coach Ernst Baumeister leitete damals das Training von Union Mauer, sein Co Oliver Lederer war bei den Amateuren. Bei Mattersburg coachte damals der andere Lederer, der Franz, der jetzt sportlicher Leiter ist.

Anfang August gab es schon das Wiedersehen in der Südstadt, die Niederösterreicher gewannen 2:1 und starteten damit einen Erfolgslauf, der sie zwischenzeitlich sogar bis auf Platz 1 brachte. "Nach diesem Spiel mussten wir uns an der eigenen Nase packen. Die Gegentreffer waren dort vermeidbar, da müssen wir dieses Mal noch konzentrierter ans Werk gehen", sagt Vastic. Denn dann bleibt Mattersburg eine fußballerische Hochburg. Die Stadt hat schon 1924 das -dorf gegen die -burg getauscht.

Schauplatz Grödig

Zwei Siege, kein Gegentor – Sturm hat nach einer Schwächephase wieder die Erfolgsspur gefunden. In Grödig wollen die Grazer den positiven Trend fortsetzen. Sturm ist gegen die Salzburger vier Spiele ohne Niederlage, nur am 2. August (1:1) gab es keinen Sieg. "Fußball lebt nicht von der Vergangenheit, wir müssen uns neu beweisen", weiß Trainer Franco Foda, der weiter auf die beste Defensive der Bundesliga setzt: "Dort haben wir gleich Stabilität gefunden, die Passqualität und die Besetzung in Strafraum müssen wir aber noch verbessern."

Schauplatz Altach

Die Austria liegt im Plansoll: 18 Punkte nach zehn Spielen, sechs Zähler mehr als zu diesem Zeitpunkt in der letzten Saison. Das Ziel – Platz drei – hätte man aktuell erreicht. Dennoch ist nicht alles eitel Wonne. Alexander Grünwald spricht aus, was auch intern kommuniziert wird: "Wir wissen, dass wir uns steigern und verbessern müssen, aber auch, dass wir uns in einer Entwicklungsphase befinden. Es war uns klar, dass es Durchhänger geben kann."

Als nächste Hürde stellt sich am Samstag Altach in den Weg (18.30 Uhr, live Sky Sport Austria). "Dass es nicht leicht ist, dort zu gewinnen, haben zuletzt auch andere Teams zu spüren bekommen", weiß Grünwald. Auch Kapitän und Tormann Robert Almer weiß, was es bei den Wienern zu verbessern gilt: "Wir müssen generell präsenter auf dem Platz sein."