Sport | Fußball 28.02.2015

Ried und Admira trennen sich mit einem 2:2

Die Partie in Ried war trotz vier Toren schwach. © Bild: APA/ALOIS FURTNER

Standards sorgen in einem faden Spiel für Tore und etwas Spannung.

Wäre es Juli könnte man von Sommerfußball sprechen. So aber war es Ende Feber und sogar der Fasching ist schon vorbei. Es ist wohl besser den Mantel des Schweigens über die erste Halbzeit zu breiten. Das Highlight der ersten Halbzeit lieferte Clemens Walch. Der Rieder warf sich in einen Schuss, ging zu Boden und humpelte mit einer Oberschenkelprellung vom Feld.

Gleich nach Wiederbeginn verhieß eine Szene Besserung. Nach Flanke von Kragl köpfelte Janeczek aufs Admira-Tor, wo Kuttin gut reagierte (50.). Aber bald war klar: Wenn ein Tor zustande kommen könnte, dann wohl nur durch eine Standardsituation. So war denn auch. Stefan Zwierschitz köpfelte einen Freistoß von Kerschbaumer zur Führung ein (67.).

Danach agierte Ried fast nur noch mit hohen Bällen. Fröschl (76.) und Murg (78.) vergaben Kopfballchancen. Thomalla erzielte dann doch noch den Ausgleich (80.).

Aber wiederum waren die Rieder bei einem weiten Freistoß nicht im Bild. Der Ball sprang Sulimani an den Fuß und von dort ins Tor (84.). Als die Rieder in der Nachspielzeit die Brechstange auspackten, patzte die Admira. Filipovic köpfelte nach einem Eckball ein (94.).

Ried - Admira 2:2 (0:0)

Ried, Keine-Sorgen-Arena, 3.000, SR Kollegger

Tore:
0:1 (67.) Zwierschitz
1:1 (80.) Thomalla
1:2 (84.) B. Sulimani
2:2 (94.) Filipovic

Ried: Gebauer - Janeczek, Trauner, Filipovic - Lainer, Ziegl (74. T. Fröschl), Murg, O. Kragl - Walch (27. Elsneg), Thomalla, Möschl (88. Kreuzer)

Admira: Kuttin - Zwierschitz, Windbichler, Schößwendter, Ebner - Lackner - Bajrami (83. T. Weber), R. Schicker (65. B. Sulimani), Kerschbaumer, Auer - Vastic (60. Ouedraogo)

Gelbe Karten: Janeczek bzw. R. Schicker, Ebner, Lackner, Zwierschitz

Ergebnisse, Tabelle, Torschützen

Knaller: "Enttäuschung ist da"

Oliver Glasner (Ried-Trainer): "In der ersten Hälfte haben wir von beiden Mannschaften ein schlechtes Spiel gesehen, wobei die Admira schon besser war. Ich habe meiner Mannschaft in der Halbzeitpause gesagt, dass wir uns mehr zutrauen müssen, das haben wir dann auch getan. Wenn man sich bei zwei Standardsituationen so dumm anstellt, darf man sich nicht wundern, wenn man zweimal in Rückstand gerät. Letztendlich sind wir aber zweimal zurückgekommen, man hat gesehen, dass man sich nach Rückständen nicht verrückt machen darf."

Walter Knaller (Admira-Trainer): "Grundsätzlich sind wir ein bisschen enttäuscht, weil wir so nahe dran waren am ersten Sieg seit zwölf Jahren in Ried. Letztendlich war es dennoch leistungsgerecht, das Unentschieden, auch wenn für uns mehr möglich war. Es ist natürlich unnötig, wenn man ein Tor in der 94. Minute bekommt. Enttäuschung ist da, aber das Spiel von uns war in Ordnung."

Petar Filipovic (Ried-Torschütze zum 2:2): "Ich freue mich natürlich über mein erstes Tor. Wir haben diese Eckbälle im Training einstudiert und ich bin goldrichtig gestanden. Wir haben die ersten 20 Minuten verschlafen und sind schwer reingekommen ins Spiel, das müssen wir künftig abstellen."

Erstellt am 28.02.2015