Osterfestspiele in der Bundesliga: Wer stürmt an die Spitze?
Auslaufende Verträge: Austria-Trainer Helm und Wiesinger.
Der Fokus liegt auf dem Liga-Finish und dem Sonntag-Spiel beim LASK (14.30 Uhr), dennoch plant die Austria im Hintergrund schon die kommende Saison. Verträge wichtiger Spieler und von Trainer Stephan Helm laufen im Sommer aus, es ist ohnehin höchste Zeit für Weichenstellungen und Entscheidungen. Sportvorstand Tomas Zorn hatte noch vor Wochen gesagt, dass nichts gegen eine Verlängerung von Helm spreche. Bei dieser Meinung scheint er auch nach den ersten Gesprächen mit dem Burgenländer zu bleiben. „Wir sind in sehr positiven Gesprächen.“
Helm hat es mit seinem Trainerteam immerhin seit über einem Jahr geschafft, trotz der permanenten Unruhe im Verein die Mannschaft bei Laune und sportlich auf Kurs zu halten. Die Veilchen liegen als Dritter nur zwei Punkte hinter Leader Sturm. Mit einem Sieg beim LASK wäre man wieder mitten im Titelrennen.
Wieder zur Verfügung steht nach seiner Sperre Tin Plavotic. Der Vertrag des Verteidigers läuft ebenso aus wie jene von Reinhold Ranftl und Philipp Wiesinger. Laut Zorn möchte die Austria alle drei Spieler halten, wobei Plavotic bisher den Eindruck vermittelte, nicht verlängern zu wollen. „Wir führen schon längere Zeit Gespräche, allerdings ist noch nichts finalisiert“, sagt Zorn.
Derby-Vorbereitung
Sollte die Austria in Linz gewinnen und Rapid am Sonntag (17 Uhr) gegen Sturm, dann wäre kommende Woche Ausnahmezustand in Wien. Denn dann ginge es im Wiener Derby um Platz eins in der Tabelle. Bei Rapid ist der Blick aber noch lange nicht so weit nach vorne gerichtet, auch Ziele werden nach außen nicht konkretisiert. Trainer Johannes Hoff Thorup betont nur: „Wir wollen einfach so viele Punkte wie möglich holen.“ Daher ist es ihm auch nicht wichtig, dass schon am Sonntag Platz eins für Rapid möglich wäre. „Der erste Platz ist erst dann wichtig, wenn das letzte Spiel gespielt ist.“
Personell hat sich in seinem Team nicht viel verändert. Nosa Dahl ist fit und wird spielen, Jannes Horn ist gesperrt. Große Umstellungen im Spiel wird es dennoch nicht geben. „Wir werden möglichst wenig ändern“, sagt Hoff Thorup. Die Einsatzzeiten von Verteidiger Jakob Schöller müssen wegen seiner empfindlichen Muskulatur dosiert werden.
Tormann Niki Hedl genoss die Länderspielpause: „Es ist immer schön, mit drei, vier Siegen in so eine Pause zu gehen. Jetzt haben wir eine richtig gute Trainingswoche gehabt.“ Dass Sturm mit Otar Kiteishvili einen prominenten Ausfall haben werde, wusste Hedl am Freitag nicht, bloß: „Er hat mir sicher schon mehrere Tore gemacht. Aber Sturm hat ja mehrere gute Spieler.“
Verletzung gegen Israel
Der georgische Teamspieler ist derzeit das große Fragezeichen in Sturms Kader. Kiteishvili verletzte sich vergangenen Donnerstag beim Länderspiel gegen Israel (2:2). Nach nach 56 Minuten musste er wegen einer Muskelverletzung ausgewechselt werden. Im darauffolgenden Match gegen Litauen war der Offensivspieler nicht mehr dabei. Dafür ist der zuletzt fehlende Jusuf Gazibegovic nach muskulären Problemen wieder ein Thema für den Kader.
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