Austria Wien und die Hürden der Veilchen auf dem Weg zur Blüte

Sportlich steht die Wiener Austria gut da. Als Dritter der Tabelle fehlen nur zwei Punkte auf Leader Sturm. Doch was muss im Hintergrund noch geschehen?
In Wien blühen die Veilchen, die Austrianer freuten sich über ein 1:0 in Hartberg..

Sportlich hat die Austria die richtige Antwort auf das bittere 2:5 gegen Sturm gegeben und mit dem 1:0 in Hartberg am Sonntag auch wieder den Anschluss an die Tabellenspitze geschafft. Die Violetten sind mittendrin statt nur dabei im Titelkampf. Aber auch abseits des Platzes sieht die Austria wichtigen Wochen entgegen. Einige Punkte müssen abgearbeitet werden.

Lizenz

Die Unterlagen wurden fristgerecht abgegeben. Die Darstellung, so AG-Finanzvorstand Harald Zagiczek soll glaubwürdig gewesen sein. In dieser Woche werden von der Bundesliga vielleicht erste Rückfragen zu gewissen Punkten kommen. Am 8. oder 9. April werden die Veilchen dann wissen, ob sie wie in den vergangenen zwei Jahren die Lizenz schon in erster Instanz erhalten.

Spielerverträge

Im Sommer laufen die Verträge von Reinhold Ranftl, Tin Plavotic und Philipp Wiesinger aus. Mit Plavotic hat es bisher keine Gespräche gegeben, der Spieler dürfte angeblich aus eigenen Stücken den Verein verlassen wollen. Ranftl und Wiesinger jedoch würden wohl bleiben wollen, die Verantwortlichen lassen in ihre Überlegungen Faktoren wie Alter, Gehalt, Leistung und Rolle in der Kabine einfließen. Zudem prüft man, auf welchen Positionen es Alternativen mit jungen Talenten geben könnte.

FUSSBALL: ADMIRAL BUNDESLIGA / MEISTERGRUPPE / 2. RUNDE: TSV EGGER GLAS HARTBERG - FK AUSTRIA WIEN

Die Austria gewann in Hartberg, Kapitän Fischer erzielte das einzige Tor des Spiels.

Trainer Helm

Sein Vertrag endet auch mit Schlusspfiff der Saison. Sportvorstand Tomas Zorn meinte im KURIER, dass es kein Argument gäbe, den Kontrakt nicht zu verlängern. Dennoch hat er keine Eile in dieser Causa, erste Gespräche sollen aktuell oder demnächst stattfinden. Helm hat in der Vergangenheit bewiesen, dass man trotz der Turbulenzen im Umfeld, von den Verantwortlichen selbst verschuldet, ruhig bleiben und vernünftige Arbeit abliefern kann.

Kauf der WTF-Anteile

Dieses Unterfangen wird zum Knackpunkt, wie es bei der Austria im Hintergrund weitergeht. Endlich mit der nötigen Ruhe, oder doch weiterhin mit einem Hick-Hack der Eitelkeiten und des gegenseitigen Anpatzens? Die Austria möchte die Investitionsanteile der Gruppe WTF zurückkaufen, schon seit eineinhalb Jahren. Aktuell besitzen diese Anteile einen Wert von 7,5 Millionen Euro, die Austria ist guter Dinge, diesen Betrag bis zum vereinbarten Termin Ende Juni aufzustellen.

Vertrag Zagiczek

Der Kontrakt des Finanzvorstandes endet im September, über eine mögliche Verlängerung bestimmt der Aufsichtsrat. Und da wird es brisant. Denn noch stellt die WTF vier der neun Mitglieder, sie werden sicher nicht für Zagiczek stimmen. Somit müssten die fünf Mitglieder, die die Austria stellt, für ihn stimmen.

Nach den Untersuchungen gegen Zagiczek und Jürgen Werner durch Wirtschaftsprüfer bleibt abzuwarten, welche Folgen diese Prüfungen für manche Entscheidungsträger haben werden. Sämtliche Vorwürfe erwiesen sich als haltlos, womit sowohl Zagiczek als auch Werner „reingewaschen“ sind. Ob sie dadurch für alle einen weiße Weste haben, bleibt abzuwarten.

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