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Sport Fußball
04/17/2021

Austria in der Krise: Fragwürdige Details zu Insignia-Vertrag

Die Bankgarantie für die Lizenz wird kommen, ebenso ein neues Sponsoren-Modell. Kraetschmers Vertrag ist indes nur einseitig unterzeichnet.

von Alexander Strecha

Sechs Stunden dauerte am Freitagabend die Sitzung des Aufsichtsrats und des Verwaltungsrats der Wiener Austria, ab 17 Uhr hat es "Zoom" gemacht. Es ging dabei nicht um personelle Entscheidungen, die man wohl erst in der Zeit nach Erhalt der Lizenz treffen wird. Im Vordergrund stand die Rettung der Austria.

Und die rückt immer näher, eine oder gar mehrere österreichische Bankgarantien scheinen nun realistisch. Auch Privatpersonen sind bereit für die Austria zu bürgen.

Die Austria spricht in einer offiziellen Aussendung von einer Investorengruppe mit dem Namen  "Freunde der Austria", zwei Gremiums-Mitglieder versicherten, dass die Initiative von Vize-Präsident Raimund Harreither ausging, der für eine offizielle Stellungnahme auf Nachfrage nicht zur Verfügung stand.

Harreither hatte schon in der Vergangenheit die Austria in einer Notlage mit Millionen unterstützt und sprang als Brustsponsor ein.

Kraetschmer-Vertrag

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AG-Vorstand Markus Kraetschmer, bei vielen Fans heftig in der Kritik wie auch der Protestmarsch am Freitag bewies, erkannte angeblich in der Sitzung die neue Richtung und schwenkte auf diese Linie ein.

Sein Vertrag läuft im Juni aus, ein neuer Entwurf liegt vor, den er schon unterschrieben hat. Er sieht eine Laufzeit von einem Jahr vor, seitens der Austria fehlt die Unterschrift allerdings noch.

In der Aufsichtsrats-Sitzung wurde auch ganz konkret die Bereitschaft jedes einzelnen abgefragt, selbst Geld für die Austria in die Hand zu nehmen, um in zweiter Instanz die Lizenz zu erhalten. Die Zeit drängt, die Deadline ist der kommende Mittwoch, 21. April. Die Bereitschaft sei bei einigen jedenfalls erkennbar gewesen sein.

Fragwürdige Vertragdetails

Der strategische Partner Insignia soll sich bereit erklärt haben, ebenfalls mitzuhelfen. In der Sitzung sollen jedoch neue Details des Vertrags mit der Unternehmensgruppe ans Licht gekommen sein, wie Gremiums-Mitglieder bestätigen.

So müsste Insignia von den festgelegten sieben Millionen Euro bis Ende April drei Millionen überweisen, die zweite Rate ist erst im August fällig. Wenn man bedenkt, dass die Austria Mitte April die Lizenz-Unterlagen abgeben musste, dann bedarf es keines Mathematik-Studiums um zu erkennen, dass diese Rechnung nie aufgehen kann.

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Grunddurchgang

PLVEREINSPSUNTOREDiff.PUNKTE
1Salzburg22171467:244352
2Rapid Wien22136343:251845
3LASK Linz22133642:212142
4Sturm Graz22116534:201439
5Wolfsberger AC22103940:39133
6Wattens2286837:34330
7Hartberg2278725:38-1329
8Austria Wien2267931:32-125
9St. Pölten22561133:43-1021
10Rheindorf Altach22631320:43-2321
11Ried22441421:46-2516
12Admira22351422:50-2814
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