Fu§ball, FK Austria Wien - SK Sturm Graz

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Sport Fußball
12/22/2020

Austria: Wird es noch etwas mit einem violetten Christkindl?

Verhandlungen mit Saudis und Portugiesen sind gescheitert, mit einem dritten Investor könnte es aber bald klappen.

von Alexander Strecha

Aller guten Dinge sind bekanntlich drei. Bei der Wiener Austria hofft man inständig, dass diese Floskel in diesem vorweihnachtlichen Fall Realität wird, weil es bedeuten würde, dass man die Verhandlungen mit dem mittlerweile dritten möglichen Investor erfolgreich abschließen könnte.

Mit Hochdruck arbeitet die Austria-Führung daran, den aktuell so gebeutelten Verein in eine finanziell und sportlich bessere Zukunft zu lenken. Die aktuelle Jahresbilanz weist ein bei den Favoritnern noch nie da gewesenes Minus von 18,8 Millionen Euro auf. 

Die Veilchen verhandelten in den vergangenen Jahren schon mit zwei möglichen strategischen Partnern intensiv und auch konkret. So zum Beispiel mit ...

... der EHAB-Group aus Saudi-Arabien, mit der man sogar einen Vertrag unterschreiben konnte, der den Veilchen zumindest 15 Millionen Euro zugesichert hätte.

Allerdings kam im letzten Moment ein Veto, weshalb das Geld zwar auf einem Konto in der Schweiz lag, aber für die Wiener nicht verfügbar war. Dieses zugesicherte Geld hatte man in die Bilanz eingerechnet, weshalb man nun durch das Ausbleiben der Überweisung die letzte Bilanz wertbereinigt korrigieren musste.

1.001 Nacht

Dennoch kann sich die Austria Hoffnung auf Geld aus diesem Kontrakt machen, die AG wird und muss sogar rechtliche Schritte einleiten, um auf den gültigen Vertrag zu pochen. Dass es sich grundsätzlich nicht um ein violettes Märchen aus 1.001 Nacht handelte, zeigte der Umstand, dass ein Vertreter des Investors sich vor Ort in der Generali-Arena ein Bild vom Verein machte.

Peter Stöger, Trainer und Manager im sportlichen Bereich, wollte sich zu dem Thema nicht äußern, Finanz-Vorstand Markus Kraetschmer meinte auf Nachfrage des KURIER: „Wir bitten um Verständnis, dass wir zu laufenden Gesprächen und kolportierten Summen vertraglich bedingt keine Auskünfte geben können. Da gibt es natürlich Verschwiegenheitsklauseln, an die wir uns halten müssen.“

Auslaufende Verträge

Ein weiterer Investor wäre die portugiesische Bravo Group gewesen, die im spanischen und portugiesischen Fußball engagiert ist. Doch auch daraus ist bisher nichts geworden. Kraetschmer erklärt zu den aktuellen Verhandlungen: „Wie bereits in den vergangenen Tagen in diversen Medien mehrfach bestätigt, befinden wir uns mit mehreren Partnern in sehr intensiven Gesprächen.“

Die Austria befindet sich im Umbruch, allein schon aufgrund der Tatsache, dass die Verträge von Markus Kraetschmer und Peter Stöger im kommenden Sommer auslaufen. Bis dato ist nicht klar, ob man in die Verlängerung geht. Ob Weihnachten doch noch in Violett erstrahlen, bleibt offen.

Kraetschmer: „Wir werden dann einen Vollzug melden, wenn die Tinte trocken ist.“ Spätestens Anfang März muss man ohnehin die Lizenzunterlagen vorlegen und auch die Liquidität nachweisen können.

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