Damals 1996: Im Nationalteam bejubelten Kühbauer und Herzog gemeinsam Tore

 

© FREMD/Plankenauer

Sport Fußball
09/11/2021

Andreas Herzog bei Rapid: Eine Rückkehr in alter Freundschaft

Vor 18 Jahren spielte der Admira-Coach zuletzt in Hütteldorf. Didi Kühbauer freut sich auf ein besonderes Wiedersehen.

von Alexander Huber

Am 24. Mai 2003 war Andreas Herzog zuletzt bei einem Ligaspiel in Hütteldorf aktiv. Nur 4.800 Fans waren dabei, als der Altstar bei seinem letzten Heimspiel eingewechselt und Kärnten 2:1 bezwungen wurde. 18 Jahre später kehrt Herzog als Admira-Trainer zurück. Bereits am Tag vor dem Rapid-Pflichtsieg waren 11.000 Karten mehr als 2003 abgesetzt. Am Tag nach Herzogs 53. Geburtstag wird es viel Applaus für ihn geben – aber keine Geschenke.

Wann war Herzog in Hütteldorf aktiv?

Als Spieler zuletzt mit einem historischen Treffer im Juli 2016: Bei der Eröffnung des Allianz Stadions erzielte das Mitglied des Jahrhundertteams in einem Legenden-Kick das erste Tor. Als Spielmacher war der Linksfuß von 1984 bis 1992 und von 2002 bis 2003 bei den Grünen.

Was verbindet den Admira-Coach noch mit Rapid?

Abgesehen davon, dass Herzog so wie bei jeder Teamchefbestellung auch bei jeder Trainersuche in Hütteldorf genannt wird, wollte ihn ein aktueller Rapid-Sponsor zurückholen: Als Michael Tojner 2019 seine Kandidatur als Präsident überlegte, wäre Herzog im ersten Konzept als Sportvorstand vorgesehen gewesen. Geblieben ist davon, dass der Milliardär seinen Tennis-Partner mit „VARTA“ als Privatsponsor unterstützt.

Was verbindet Herzog mit Didi Kühbauer?

Der Rapid-Trainer kam 1992 als direkter Nachfolger des Bremen-Legionärs. Unter Trainer Dokupil wurde Kühbauer defensiver und auch im Nationalteam zum Antreiber hinter Herzog – so glückte die Quali für die WM 1998. Als direkter Gegner im Admira-Dress (zuletzt im April 1992) brachte der Burgenländer den Edeltechniker hingegen zur Weißglut. Herzog erzählte, dass er Kühbauer nach dessen andauernden Provokationen am liebsten „verdroschen hätte“. Kühbauer kontert vor dem ersten Trainer-Duell: „Andi war so ein Lieber, der hätte nie hingehauen. Wenn doch, wäre er gegen mich Zweiter gewesen.“

Droht zwischen den beiden Trainerbänken heute gröbere Aufregung?

Im schlimmsten Fall werden ein paar Wuchteln ausgetauscht. Die beiden Schmähbrüder mögen einander.

„Ich schätze Andi außerordentlich. Er war einer der größten Fußballer Österreichs und ist immer auf dem Boden geblieben“, betont Kühbauer. „Er soll als Trainer immer Erfolg haben – nur nicht gegen Rapid.“ Herzog meint: „Spiele bei Rapid sind etwas Besonderes, aber das soll es vor allem für meine Spieler sein.“

Spielt Emanuel Aiwu nach dem Transfer-Aufreger gegen seinen Ex-Klub?

Nach dem U-21-Teameinsatz und nur zwei Trainings mit Rapid kommt ein Einsatz wohl zu früh.

Doch Kühbauer betont, wie glücklich er über den Kauf des 20-Jährigen ist: „Manu ist trotz seiner Jugend – wie bei uns Greiml – schon ein gestandener Spieler. In erster Linie ist er Innenverteidiger, aber er könnte auch einen sehr guten Sechser abgeben. Wir werden ihn so wie Thierno Ballo bald benötigen.“

Was hat sich bei Rapid nach dem Transferschluss verändert?

Am 31. August um 23 Uhr wollte ein mexikanischer Verein Ercan Kara kaufen. Nach kurzer Verhandlung über das durchaus lukrative Angebot lehnte Zoran Barisic ab. Das im August – trotz jahrzehntelanger Freundschaft – belastete Verhältnis zwischen dem Sportchef und Kühbauer ist nach der sehr gut verlaufenen Transferzeit wieder im Lot.

Als Barisic betonte, wie ehrlich er den Spielern von abgelehnten Angeboten berichtet und für mehr Geduld bei Transfers plädierte, klopfte ihm der Trainer dankbar auf die Schulter und schloss mit: „Amen!“

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