© APA/AFP/POOL/PETER DEJONG

Sport Fußball
08/18/2021

Milan macht ernst: Grillitsch soll der erste Österreicher werden

Bei den Mailändern war nun seit fast 100 Jahren kein Österreicher mehr tätig. Der Ball liegt bei den Klubs, es geht um die Ablösesumme.

von Andreas Heidenreich

Dass sich Österreichs Teamspieler bei der vergangenen Europameisterschaft speziell im Achtelfinale gegen Italien bestens präsentiert haben, ist bekannt. Vor allem im Land des Gegners und späteren Europameisters ist durch das 1:2 erst nach Verlängerung die Achtung vor dem ÖFB-Team gestiegen. Und es dauerte nicht lange, da wurden diverse Teamspieler mit italienischen Spitzenklubs in Verbindung gebracht. Marcel Sabitzer und Sasa Kalajdzic etwa mit Milan und AS Roma.

Nun, knapp zwei Wochen bevor das Transferfenster am 31. August schließt, dürfte es für einen anderen ernst werden. Florian Grillitsch, der speziell gegen die Ukraine und Italien als Regisseur im defensiven Mittelfeld überzeugen konnte, hat ein konkretes Angebot aus Mailand vorliegen.

Die Associazione Calcio Milan und ihr Sportdirektor Paolo Maldini will sich KURIER-Informationen zufolge mit dem 26-Jährigen und dessen Berater Thomas Böhm so schnell wie möglich über Detail verständigen.

Nun liegt der Ball bei den Klubs. Der Vertrag des Niederösterreichers bei der TSG Hoffenheim läuft im nächsten Jahr aus. Wollen die Deutschen noch Geld mit Grillitsch verdienen, müssen sie ihn in diesem Jahr verkaufen. Die Gespräche zwischen den Rossoneri und dem Klub von SAP-Gründer und Milliardär Dietmar Hopp laufen.

Napoli scheiterte

Bereits vor mehreren Wochen war ein Transfer von Grillitsch in Richtung Stiefel konkret gewesen. Napoli wollte den 26-fachen Teamspieler und dieser war bereit für einen Wechsel. Allein die Klubs konnten sich nicht auf ein Ablöse einigen. Die kolportierten Forderungen Hoffenheims liegen bei einem niedrigen zweistelligen Millionenbetrag, also bei zehn bis zwölf Millionen Euro. Man kann davon ausgehen, dass die Gespräche diesmal besser verlaufen. Vizemeister Milan gilt als finanziell potenter als die Neapolitaner, nicht nur, weil die Mailänder in der bevorstehenden Saison auch in der Champions League vertreten sind, während Napoli als Vorjahresfünfter „nur“ Europa League spielen darf.

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Bei Milan setzt Trainer Stefano Pioli auf eine 4-2-3-1-Formation. Im defensiven Mittelfeld war vorige Saison Franck Kessié gesetzt. Neben dem Ivorer, dessen Vertrag nächsten Sommer ausläuft, gibt es im Kader mit dem Algerier Ismaël Bennacer und dem 21-jährigen Sandro Tonali Alternativen. Letzterer schaffte es zwar knapp nicht in den EM-Kader von Roberto Mancini, gilt aber dennoch als großes italienisches Talent. Der vierfache Teamspieler kam im Vorjahr aus Brescia und wurde mit einem Vertrag bis 2026 ausgestattet.

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Florian Grillitsch jedenfalls wäre bei einer Einigung der erste Österreicher im rot-schwarzen Trikot des 18-fachen italienischen Meisters und siebenfachen Champions-League-, bzw. Meistercup-Gewinners. Allerdings: Die Mailänder wurden bereits von drei österreichischen Trainern gecoacht. Als der Fußball laufen lernte, arbeiteten Ferdi Oppenheimer, Engelbert König und Hermann Felsner in den 1920er- und 30er-Jahren dort als Trainer. Seit fast 100 Jahren war nun kein Österreicher mehr dort.

Saisonstart

Die neue Saison in der Serie beginnt jedenfalls am kommenden Wochenende. Milan ist erst am Montag mit einem Auswärtsspiel bei Sampdoria Genua an der Reihe. Seit 6. August sind bei Sportveranstaltungen in Italien wieder Zuseher erlaubt, die Fußballstadien dürfen zu 50 Prozent gefüllt werden.

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