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Sport Fußball
02/27/2020

Abschied mitten in der Saison: Florian Mader beendet die Karriere

Der Routinier (37) von WSG Tirol hört auf die Signale seines Körpers. Dem Fußball will der Tiroler aber erhalten bleiben.

von Christoph Geiler

Als Florian Mader im Jänner 2017 beim damaligen Zweitligisten WSG Tirol einen Vertrag unterschrieb, gab Trainer Thomas Silberberger dem Routinier einen Auftrag und ein Versprechen mit auf den Weg. "Er hatte damals 297 Bundesligaspiele in den Beinen", erinnert sich der WSG-Langzeitcoach. "Ich habe ihm gesagt, dass er im Trikot der WSG die 300 schaffen wird."

Tatsächlich sollten es für Mader dann sogar 306 Einsätze in der höchsten österreichischen Spielklasse werden. Damit zählt der Mittelfeldmann zu den Tiroler Fußballern mit den meisten Spieler in der Bundesliga. Bei den 306 Partien wird's allerdings bleiben: Obwohl der 37-Jährige noch einen Vertrag bis zum Saisonende hat, erklärte er mit sofortiger Wirkung seinen Rücktritt.

"Der Zeitpunkt wird manchen vielleicht ein bisschen komisch erscheinen, aber es ist definitiv die richtige Entscheidung", sagte Florian Mader am Donnerstag. Zum Abschluss seiner langen Karriere wollte er unbedingt noch einmal in der Bundesliga spielen, das ist ihm auch gelungen, inzwischen hat er aber nicht mehr die Energie und den Willen, so viel Zeit in eine Profikarriere zu investieren. "Mein Körper ist nicht mehr jungfräulich."

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Der Tiroler war fast zwei Jahrzehnte lang im Profigeschäft und spielte für Wacker Innsbruck, Altach, Ried, Austria, SKN St.Pölten und zum Abschluss noch in Wattens. Das sportliche Highlight war neben vier Aufstiegen der Meistertitel mit der Austria in der Saison 2012/'13. Der emotionale Höhepunkt war aber ein anderer. "Das Relegationsspiel 2003 mit Wacker in der dritten Liga gegen Schwechat. Da war das Tivolistadion ausverkauft, das war ein ganz besonderer Moment."

Zukunft im Fußball

Der zweifache Familienvater wird dem Fußball treu bleiben. Mader absolviert einen Trainerkurs und eine Management-Ausbildung an der FH Burgenland. "Ich möchte in diesem Geschäft tätig bleiben, ob als Trainer oder in anderer Funktion kann ich im Moment aber noch nicht sagen", meint der 37-Jährige. WSG Tirol würde den Tiroler sofort wieder verpflichten. "Bei uns stehen die Türen für ihn immer offen", sagt Sportchef Stefan Köck.

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