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Sport Fußball
09/18/2020

2. Liga: Die Wacker-Fans hatten bei der Rückkehr nichts zu feiern

Innsbruck kam gegen den FAC nicht über ein 0:0 hinaus. Auch Titelfavorit Austria Klagenfurt holte in Dornbirn nur einen Punkt.

von Christoph Geiler

Als der FC Wacker am 7. März vor 1418 Besuchern den FAC mit 1:0 besiegte, hätte wohl niemand gedacht, dass es für mehr als ein halbes Jahr das letzte Match mit Zuschauerbeteiligung im Tivolistadion sein würde. Wenige Tage später folgte der Lockdown und die lange Zeit der Geisterspiele.

Sechs Monate später waren nun erstmals wieder Fans zu einem Heimspiel von Zweitligist Wacker Innsbruck zugelassen. Und abermals hieß der Gegner FAC. Trotzdem werden sich langjährige Tivoli-Besucher verwundert die Augen gerieben haben. Denn die Nordtribüne, normalerweise die Bühne der heißblütigsten Wacker-Fans, blieb verwaist. Da in Corona-Zeiten keine Stehplätze erlaubt sind, übersiedelte der harte Kern der Anhängerschaft auf die Südtribüne. Der Klub hatte dafür sogar ein eigenes Abo aufgelegt - das sogenannte "Nordblick-Abo."

Es dauerte freilich seine Zeit, bis die 1585 Innsbrucker Anhänger auftauten und Anfeuerungsrufe und Fangesänge zu vernehmen waren. Das lag aber weniger an der neuen Umgebung auf der Südtribüne, als vielmehr am schwachen Auftritt der Mannschaft in den ersten 45 Minuten gegen den FAC. Da präsentierte sich das Team von Neo-Coach Daniel Bierofka keineswegs als Aufstiegsaspirant und hatte Glück, dass die Gäste aus Wien durch Günes (36.) nicht in Führung gegangen waren.

Auch nach der Pause mühten sich die Innsbrucker gegen den Außenseiter. Gegen die dicht gestaffelte Abwehr des FAC fand der FC Wacker kein richtiges Konzept, die vielen, uninspirierten langen und hohen Bälle auf Stürmer Ronivaldo waren ein gefundenes Fressen für die FAC-Defensivspieler. Als der Brasilianer dann doch einmal frei vor Goalie Belmin Jenciragic zum Kopfball kam, verfehlte er das Tor (57.).

Auch Klagenfurt patzte

Am Ende musste der FC Wacker dann sogar noch froh sein, mit einem 0:0 davon gekommen zu sein. Nach einer Notbremse von Kapitän Lukas Hupfauf spielten die Hausherren die letzten Minuten in Unterzahl, Torhüter Marco Knaller musste bei einem gefinkelten Freistoß von Marco Sahanek in extremis den Punkt retten (84.). "Die Mannschaft war gehemmt", meinte Trainer Bierofka nach dem Schlusspfiff.

Nicht nur der FC Wacker blieb in der zweiten Runde unter den Erwartungen, mit Austria Klagenfurt patzte auch der zweite Titelanwärter. Die Kärntner mussten sich auswärts gegen Dornbirn mit einem 1:1 begnügen und ließen ebenfalls Punkte liegen.

Die weiteren Ergebnisse: Steyr - Kapfenberg 0:3 (0:2), Rapid II -  Juniors OÖ 1:1 (0:1), Young Violets - GAK 2:4 (0:1).

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