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Sport Fußball
09/10/2022

1:3 gegen den WAC: Rapid blamiert sich gegen den Vorletzten

In Hütteldorf will man auch nach dieser desaströsen Leistung (vorerst) noch keinen Schlussstrich ziehen.

von Karoline Krause-Sandner

„Wir haben die Schnauze voll“, tönte es vom diesmal verhältnismäßig dünn besetzten Block West. Und dann nach kurzer Pause – und das war zum ersten Mal so deutlich – forderten die Rapidfans voller Inbrunst das Ende von Ferdinand Feldhofer als Rapid-Trainer sowie den Rücktritt von Zoran Barisic. Die Stimmung war an einem neuen Tiefpunkt angelangt. Das hatte man sich nach der Niederlage gegen den FC Vaduz kaum vorstellen können.

Dabei hätte nach dem knappen Sieg gegen Tabellenschlusslicht Altach mit einem Sieg gegen den Vorletzten eigentlich ein bisschen Ruhe einkehren können in das krisengebeutelte Hütteldorf. Das Los der Bundesliga hatte es ja gut gemeint mit den Grün-Weißen. Vier der fünf Partien gegen den Wolfsberger AC hatte man zuletzt gewonnen. Torgarantie also inklusive. Doch an diesem Samstag? Wollte es einfach nicht sein. Zu schlecht das Spiel in grün-weiß.

Wo Trainer Feldhofer zuletzt kein grundlegendes Problem sehen wollte, nämlich in der Kreation von Chancen, offenbarte sich am Samstag in Hälfte eins ein riesiges Loch. 43 Minuten warteten die 13.400 Zuschauer im Stadion auf eine Chance von Rapid. Inzwischen hatten die Kärntner bereits dreimal ins Tor getroffen, einmal davon aus dem Abseits (VAR).

Handspiel

Das 0:1 war einem Zuruf aus dem Schiedsrichter-Kammerl gefolgt. Moormann hatte an der Strafraumgrenze den Ball mit dem ausgefahrenen Ellenbogen berührt. Den Elfer nach einer kurzen Unterbrechung verwandelte Baribo (11.), nur eine Minute später netzte der Israeli erneut ein, zur – vorübergehenden Erleichterung der Rapidler – allerdings aus dem Abseits. Doch nur wenige Augenblicke später stand es 0:2, weil Malone den Ball an Hedl vorbei ins lange Eck rollte.

„Wir wollen Rapid sehen“, hallte es von den Rängen. Grülls flacher Schuss in der 43. Minute gab zumindest großen Optimisten Grund zur Hoffnung – offenbar zu Unrecht. Nach der Pause bäumte sich Rapid noch einmal auf, unter anderem mit einem Weitschuss von Querfeld (83.), aber es reichte nicht. Mit dem 0:3 (65.) markierte Malone das Unhappy End für Rapid. Da half auch das Tor von Zimmermann (91.)  nicht mehr.

Was passiert mit Feldhofer?

Und jetzt? „Feldhofer raus“, wie es der Block fordert? „In diesem Kontext will keiner seinen Namen hören“, sagt Feldhofer. Doch er bleibt vorerst. Auch nächste Woche in Salzburg wird der Steirer auf der Bank von Rapid zu sehen sein, sagte Barisic kurz angebunden nach dem WAC-Spiel. 

Die Mannschaft stärkt dem Trainer - zumindest nach außen - den Rücken. "Das Trainerteam ist eigentlich der letzte in der Kette der Verantwortlichen", sagt Defensivspieler Thorsten Schick nach dem enttäuschenden Spiel. "Aus der Mannschaft muss sich jeder an der eigenen Nase nehmen." Vom Kader sei er "absolut überzeugt", hebt vor allem die jungen Spieler hervor. "Ich hoffe nicht, dass das Trainerteam die sind, die jetzt dran glauben müssen, sie hätten es nicht verdient", nimmt der Verteidiger klar Stellung. "Nicht der Trainer, Sportdirektor oder Präsident, nur wir Spieler können das richten", sagt Schick.

Ö. Bundesliga Grunddurchgang

Grunddurchgang

PLVEREINSPSUNTOREDiff.PUNKTE
1Salzburg971122:41822
2Sturm Graz953114:5918
3LASK953119:11818
4Austria Wien943218:14412
5Austria Lustenau933312:16-412
6Wolfsberger AC932418:19-111
7Wattens932413:14-111
8Rapid Wien83238:9-111
9Austria Klagenfurt932415:17-211
10Hartberg82157:15-87
11Ried91264:14-105
12Rheindorf Altach91269:21-125
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