Sport | Fußball-WM
13.07.2018

WM-Splitter: Mbappe glaubt, dass ihn Finalreferee nicht mag

Pitana und Mbappe (re.) sehen sich am Sonntag wieder. © Bild: APA/AFP/ANTONIN THUILLIER

Kurz und Knackig: Die Splitter von der Fußball-WM in Russland.

WM-Splitter

  • 12:11

    13.7. Frankreich beschwört die guten Omen. Die Sportzeitung L'Equipe zählt vor dem Finale neun "Beweise" auf, warum die Equipe tricolore 20 Jahre nach dem Heim-Triumph nun auch in Russland den Titel holen wird. Das Ganze scheint teilweise aber sehr weit hergeholt: So erinnerte das Blatt daran, dass 1998 wie heuer ein deutscher Formel-1-Fahrer den Großen Preis von Großbritannien gewann. Seinerzeit war es Michael Schumacher, am vergangenen Sonntag war es Sebastian Vettel - beide siegten in einem Ferrari.

     

  • 12:08

    13.7. Nicht alle in England weinten am Mittwochabend nach dem Ausscheiden der "Three Lions" im WM-Halbfinale gegen Kroatien. Die vielen Wettanbieter hätten so viel Geld auszahlen müssen wie noch nie in ihrer Geschichte, wenn England Weltmeister geworden wäre. Da dem Team vor dem Turnier wenig zugetraut worden war, waren die Quoten historisch hoch. Dennoch wetteten viele optimistische Fans auf einen WM-Titel. Knapp 172 Millionen Euro wären laut der Zeitung The Times in dem Fall fällig geworden. Dank einem Weltmeister Frankreich oder Kroatien ist bereits jetzt klar, dass die WM für die Wettanbieter zu einem guten Geschäft wird.

     

  • 12:06

    13.7. Adidas war als Ausrüster von 12 der 32 Nationalmannschaften in die WM gegangen und hatte Nike (10) hinter sich gelassen. Im Finale zwischen Frankreich und Kroatien heißt es nun aber Nike gegen Nike, und das zum ersten Mal in der Geschichte.

     

  • 12:01

    13.7. In England kann bekanntlich auf (fast) alles gewettet werden. Die rapide gestiegene Popularität von Trainer Gareth Southgate zeigt sich auch hier. Auf 6:1 ist zum Beispiel die Quote gesunken, dass nächstes Jahr Gareth der beliebteste Name für neugeborene Buben ist (gleich hinter Harry). Sogar nur 6 Pfund für einen Einsatz von 4 Pfund erhält, wer auf März - neun Monate nach der WM - als Monat mit den meisten Geburten setzt.

  • 12:00

    13.7. Der Franzose Kylian Mbappe freut sich nicht besonders auf die Begegnung mit Schiedsrichter Nestor Pitana, der das Endspiel am Sonntag pfeift. "Während des ganzen Matches hat er nicht aufgehört mit mir zu reden", berichtete Mbappe nach dem 2:0-Sieg gegen Uruguay im Viertelfinale. "Ich habe ihm gesagt: 'Hör damit auf.' Ich denke, er hatte etwas gegen mich." Bei seinen bisherigen vier Einsätzen während des Turniers wusste Pitana aber zu überzeugen, im Internet wird der 42-Jährige für seine ausladende Gestik und ausdrucksstarke Mimik von Fans gefeiert.

     

  • 10:20

    13.7. FIFA-Präsident Gianni Infantino hat die WM in Russland als bisher beste der Fußball-Geschichte bezeichnet. "Seit ein paar Jahren sage ich, dass es die beste WM wird. Heute kann ich es mit größter Überzeugung sagen. Ich habe es erlebt und Sie haben es auch erlebt: Es ist die beste Weltmeisterschaft, die jemals stattgefunden hat", sagte der Weltverbandschef auf einer Pressekonferenz in Moskau. Ausdrücklich lobte Infantino nicht nur die sportlichen Akteure, sondern auch die Gastgeber. "Ein großes Dankeschön an Russland: Spassibo Rossija. Der russischen Regierung, Präsident Putin, allen die in diesem Land beteiligt waren, um sicherzustellen, dass es die beste WM war, die jemals stattgefunden hat", betonte der Weltverbandschef. Russland habe sich durch die WM zu einem Fußball-Land verändert.

     

  • 12:53

    12.7. Die Mannschaften aus Frankreich und Kroatien werden im Finale der Fußballweltmeisterschaft prominente Unterstützer auf der Tribüne haben. „Präsident Macron und ich haben vereinbart, dass wir einander am Sonntag in Moskau sehen“, sagte die kroatische Staatspräsidentin Kolinda Grabar-Kitarovic am Donnerstag am Rande des Nato-Gipfels in Brüssel. Ihren Worten zufolge sollte sich Frankreichs Staatschef allerdings auf eine Niederlage des französischen Teams einstellen. „Wir werden gewinnen“, sagte sie.

  • 12:02

    12.7. Die kroatische Regierung hat sich nach dem WM-Halbfinalsieg vom Fußballfieber im ganzen Land anstecken lassen. Das komplette Kabinett von Regierungschef Andrej Plenkovic erschien am Donnerstag in Zagreb in Nationaltrikots und postete die Fotos auf Twitter. „Solch eine Sitzung der Regierung habt ihr noch nicht gesehen!“, titelte die prominente Zeitung „Jutarnji list“. Selbst der britische Botschafter in Kroatien, Andrew Dalgleish, zeigte sich mit einem kroatischen T-Shirt.

  • 10:41

    12.7. Der langjährige Bundesliga-Legionär Jerzy Brzeczek ist neuer Trainer der polnischen Nationalmannschaft. Der 47-Jährige folgt auf Adam Nawalka, dessen Vertrag nach dem Aus nach der WM-Gruppenphase nicht mehr verlängert wurde. Zuletzt arbeitete Brzeczek als Coach beim Erstligisten Wisla Plock. Offiziell vorgestellt wird Brzeczek am 23. Juli. In Österreich spielte der ehemalige Mittelfeldspieler beim FC Tirol/Wacker Innsbruck, LASK, Sturm Graz und dem FC Kärnten.

  • 10:18

    12.7. Kroatiens Ivan Perisic freut sich aus persönlichen Gründen ganz besonders auf das Endspiel. Der mittlerweile 29 Jahre alte kroatische Angreifer lebte als Teenager rund zwei Jahre in Sochaux. "Keiner könnte glücklicher sein als ich, gegen Frankreich im Finale zu spielen", sagte der Torschütze zum zwischenzeitlichen Ausgleich nach dem 2:1-Sieg gegen England. Auch seine Mutter habe sich dieses Finale gewünscht, berichtete er. Der ehemalige Bundesliga-Profi war mit 17 Jahren nach Frankreich gezogen und lernte auch die Sprache.

     

  • 10:17

    12.7. Chinas Polizei hat 540 Personen festgenommen, die verdächtigt werden, illegale Online-Wetten zur WM organisiert zu haben. Mehr als eine Milliarde Euro soll dadurch geflossen sein. Der Großteil der Transaktionen sei mit der Kryptowährung Bitcoin durchgeführt worden, wie die Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf die Behörden der Provinz Guangdong meldete. Die Personen sollen potenzielle Kunden über Online-Foren und Applikationen angeworben haben.

     

  • 10:00

    12.7. Nach dem großen Sieg gegen England spuckte Kroatiens Innenverteidiger Dejan Lovren große Töne. "Ich denke die Leute sollten erkennen, dass ich zu den besten Verteidigern der Welt gehöre", sagte 29-Jährige nach dem Schlusspfiff gegenüber beIN Sports. "Die Leute haben gesagt, ich hätte eine schwierige Saison gehabt, aber das sehe ich nicht so", fügte Lovren hinzu. "Mit Liverpool habe ich das Champions-League-Finale erreicht und mit Kroatien stehe ich jetzt im Endspiel der Weltmeisterschaft".

  • 10:58

    11.7. Mittelfeldspieler Juri Schirkow beendet seine Karriere in der russischen Nationalmannschaft. "Die Kräfte reichen nicht mehr, um auf diesem Niveau zu spielen", sagte der 34-Jährige von Zenit St. Petersburg der Moskauer Zeitung Sport-Express. Schirkow hat 87 Länderspiele für Russland bestritten, bei der EM 2008 in Österreich und der Schweiz hatte er mit der "Sbornaja" das Halbfinale erreicht. Das WM-Viertelfinale im eigenen Land verpasste der Routinier wegen einer Schienbeinverletzung. In drei von fünf Partien des WM-Gastgebers kam er zum Einsatz. Vor dem früheren Chelsea-Legionär waren unmittelbar nach dem Heimturnier bereits Rekordnationalspieler Sergej Ignaschewitsch sowie Mittelfeldmann Alexander Samedow aus dem russischen Team zurückgetreten.

  • 10:22

    11.7. Der israelische Regierungschef Benjamin Netanyahu will sich das Halbfinale zwischen England und Kroatien im Moskauer Luschniki-Stadion anschauen. Er werde dabei von seiner Frau Sara und zwei krebskranken Kindern begleitet, von denen eines aus Russland stammt. "Es ist sehr bewegend, dass wir ihnen damit einen Traum erfüllen können", sagte Netanyahu nach Angaben seines Büros am Mittwoch. Auf die Frage, wer bei dem Match gewinnen wird, sagte Netanyahu: "Die Besseren". Netanyahu spielt seit seiner Jugend selbst Fußball. 2012 verletzte er sich bei einem Freundschaftsspiel und musste mehrere Wochen einen Gips tragen.

     

  • 10:21

    11.7. 27 Fußballfans sind in Nizza im Gedränge verletzt worden, als kurz vor dem Schlusspfiff des Halbfinales zwischen Frankreich und Belgien Feuerwerkskörper abgefeuert wurden und für eine Panik sorgten. Die Verletzungen belaufen sich auf Schnittwunden durch zerbrochenes Glas und Blutergüsse. Die Panik-Reaktion auf die Knallgeräusche zeigt, dass der Terroranschlag von vor zwei Jahren deutliche Spuren hinterlassen hat. Ein Mann hatte 2016 am französischen Nationalfeiertag in Nizza einen Laster in eine Menschenmenge gelenkt, 86 Menschen starben.

  • 10:19

    11.7. Prinz Harry glaubt fest an einen WM-Erfolg von England. Die Frage, ob der Fußball heimkehren werde, beantwortete der Enkel der englischen Königin bei einem Besuch in Dublin mit "auf jeden Fall". Harrys Bruder Prinz William ist der Präsident des englischen Fußballverbands.

  • 10:19

    11.7. Mittelfeldspieler Corentin Tolisso hat durch den Final-Einzug mit Frankreich eine beeindruckende Serie von Bayern München verlängert. Seit 1982 war der deutsche Rekordmeister bei jeder Weltmeisterschaft immer mindestens mit einem Spieler im Endspiel vertreten. 1982, 1986, 1990, 2002 und 2014 stand das deutsche Team mit Münchner Spielern im Finale. In den anderen Fällen hießen die Bayern-Profis im Endspiel Jorginho (1994 mit Brasilien), Bixente Lizarazu (1998 mit Frankreich), Willy Sagnol (2006 mit Frankreich) und Arjen Robben (2010 mit den Niederlanden). Die zweitlängste Serie hält Real Madrid, das seit 1998 stets zumindest einen Spieler im WM-Finale stellte.

  • 10:28

    10.7. Russische Fußballer haben vor WM-Spielen Ammoniak eingeatmet. "Es ist nur Ammoniak auf Watte, das inhaliert wird", sagte der russische Teamarzt Eduard Besuglow laut der spanischen Sportzeitung Marca gegenüber lokalen Medien. Mit Doping habe das nichts zu tun, betonte der Mediziner. "Das machen tausende Sportler. Es wird seit Jahrzehnten verwendet, auch im täglichen Leben, wenn jemand bewusstlos wird oder sich schwach fühlt", erklärte Besuglow. Ammoniak, ein stechend riechendes Gas (NH3), steht nicht auf der Verbotsliste und soll kurzfristig stimulierend wirken. Bei der WM waren russische Spieler aufgefallen, die sich vor ihrem Einsatz die Hand unter die Nase hielten.

     

  • 10:54

    9.7. Die EU-Kommission hat erfreut auf den bisherigen WM-Verlauf reagiert. Ein Sprecher der EU-Kommission gratulierte in Brüssel den vier Semifinalisten aus der Europäischen Union, Frankreich, Belgien, England und Kroatien. "Fußball bleibt in der Europäischen Union daheim", sagte der EU-Kommissionssprecher. Seit 2006 ist die Trophäe ununterbrochen an ein europäisches Team gegangen. Auf Italien folgten als Titelträger 2010 Spanien und 2014 Deutschland.

     

  • 10:54

    9.7. Lothar Matthäus traut Frankreichs Jungstar Kylian Mbappe den Titel als Weltfußballer zu. "Wenn der hochveranlagte Mbappe mit Frankreich Weltmeister wird und noch ein, zwei Tore erzielt, kann ich mir vorstellen, dass die FIFA am 24. September in London erstmals nach zehn Jahren einen anderen Weltfußballer als Ronaldo und Messi ehrt", schrieb der 57-Jährige in einer Kolumne für den internationalen dpa-Dienst. "Sogar einen aus dem Offensivtrio der Belgier oder Kane halte ich im Falle des WM-Titelgewinns und weiterer Tore für denkbar." Dass Neymar Weltfußballer wird, kann sich Matthäus "überhaupt nicht vorstellen. Sein Aus im WM-Viertelfinale und vor allem seine Schauspieleinlagen waren sicherlich nicht förderlich."