Cristiano Ronaldo steht vor seinem 128. Länderspiel.

© REUTERS/Kai Pfaffenbach

EURO 2016
06/17/2016

Ronaldo entschärfen - eine Herkules-Aufgabe

Am Samstag möchte Österreich im Kollektiv den Superstar entschärfen. Doch der wird Geschichte schreiben.

von Alexander Strecha

Ronaldo. Fällt der Name, beginnen Augen zu leuchten. Auch wenn Österreichs Teamspieler betonen, gegen Portugal und nicht nur gegen Ronaldo anzutreten, so ist das Aufeinandertreffen doch etwas Besonderes. Ronaldo wird gegen Österreich Geschichte schreiben, wenn er mit seinem 128. Länderspiel die Legende Luis Figo als Rekord-Nationalspieler Portugals ablösen wird.

Österreich trifft morgen im Pariser Prinzenparkstadion auf Portugal und Ronaldo. Zwei Spieler werden ein Déjà-vu-Erlebnis haben, denn bisher hatten nur Christian Fuchs und David Alaba das persönliche Vergnügen in einem Pflichtspiel, jeweils in der Champions League mit Schalke bzw. Bayern gegen Real Madrid. Der Rest der Nationalmannschaft kennt den Superstar nur aus Funk und Fernsehen.

Triumph & Pleite

In vier Spielen erzielte Ronaldo gegen Schalke sieben Tore. Die Deutschen trafen 2014 und 2015 jeweils im Achtelfinale auf die Königlichen. Fuchs feierte sein persönliches Erfolgserlebnis mit einem Tor im Bernabéu von Madrid beim 4:3-Sieg. Ein Wechselbad der Gefühle erlebte Alaba bei seinen Duellen mit dem Weißen Ballett und dessen Solotänzer Ronaldo. 2012 setzten sich die Bayern im Halbfinale durch, Alaba erhielt beim Spiel in Madrid die Gelbe Karte und war im Finale gegen Inter Mailand gesperrt. 2014 hatten die Münchner keine Chance, Real setzte sich mit 1:0 und 4:0 durch.

Alaba zieht den Hut vor dem Portugiesen. "Er kann mit seiner Qualität Spiele ganz allein entscheiden. Ich halte ihn für den Besten der Welt." Die Österreicher gedenken aber nicht in Ehrfurcht zu erstarren und verweisen darauf, in der Qualifikation auch den richtigen Umgang mit Zlatan Ibrahimovic gefunden zu haben. Goalie Robert Almer: "Zlatan kennen wir schon, das hat gut geklappt." Angst vor Ronaldos Tor-Wut hat Almer nicht: "Bisher habe ich mir im Vorfeld keine Videos angesehen, das machen wir dann vor dem Spiel." Man kennt ihn ja ohnehin aus dem Fernsehen. "Aber ich werde mich auf ihn nicht anders vorbereiten als auf Zlatan."

Vorfreude & Respekt

Große Vorfreude empfindet Florian Klein. "Ich hoffe, dass er auf der linken Seite spielt und auf mich trifft. Und dass er an mir hängen bleibt. Aber Ronaldo spielt überall. Links, rechts oder durch die Mitte." Für Klein ist es generell schön, gegen einen der zwei besten Fußballer der Welt zu spielen. "Portugal ist ja auch wegen Ronaldo als Gegner so attraktiv. Natürlich ist das eine zusätzliche Motivation." Klein ist sich bewusst: "In Wahrheit kann ihn keine Abwehr der Welt wirklich über 90 Minuten stoppen. Am ehesten kann es gelingen, wenn wir das im Kollektiv machen."

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