über Portugals Superstar
06/17/2016

Die neue Doppelbelastung des Cristiano R.

von Alexander Strecha

CR7 stattete dem ÖFB-Team einen Besuch ab und war sofort im Mittelpunkt des Geschehens.

Alexander Strecha | über Portugals Superstar

Einmal in der Haut des Cristiano Ronaldo stecken. Der Wunsch wurde gestern für eine Stunde Realität: Eine im letzten Portugal-Urlaub erstandene Maske reichte aus, um im ÖFB-Pressezentrum in Mallemort Verwirrung zu stiften. Plötzlich war der portugiesische Superstar den Österreichern so nahe wie er es dann auf dem Feld beim Samstag-Match sein wird.

Für Ronaldo war das unter Garantie eine neue Form der Doppelbelastung. Nicht dem Doppelpass zwischen Champions League und Primera División raubte ihm seine Kräfte, sondern die Vorbereitung auf das Österreich-Spiel und der plötzliche Interview-Marathon. TV-Kameras wurden aufgedreht, Fotografen putzten ihre Linsen. Ein österreichisches Internet-Medium nutzte die Gelegenheit und bat zum verbalen Schlagabtausch. Die erste Überraschung: Ronaldo parlierte auf Deutsch. Fließend. Jene, die ihre Hörgeräte fein eingestellt hatten, berichteten gar vom Hauch eines Wiener Dialekts. Eine Sensation!

Warum er denn des Deutschen so mächtig sei? Weil er nach der EM in die österreichische Liga wechseln möchte! Staunen allerorts.

Ob er sich denn vor den Österreichern fürchte? Selbstverständlich, weil er sie vor dem Duell im Prinzenpark-Stadion sogar in der Favoritenrolle sehe.

Ob er Angst vor dem Ausscheiden nach der Gruppenphase habe? Nein, weil er dann einen verlängerten Urlaub auf Ibiza genießen und wieder vermehrt Posing-Fotos in der Badehose auf Facebook stellen könne.

Was er von Messi halte? Wer? Na, Lionel Messi, dieser argentinische Superkicker des FC Barcelona! Noch nie gehört, diesen Namen, meinte dieser fürchterlich arrogante Mann mit der Maske.

So gesprächig wie gestern war Ronaldo noch selten. Auch für einen portugiesischen TV-Sender erwies sich dieses unerwartet gefundene Fressen als echtes Schmankerl. Endlich ein Exklusiv-Interview mit dem Superstar von Real Madrid, der Leckerbissen wurde sofort mit journalistischem Enthusiasmus in die Heimat geschickt.

Nach einer Stunde war der Spaß zu Ende und Ronaldo demaskiert. Die eigene Haut ist einem dann doch näher.

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