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© APA/AFP/ANDREJ ISAKOVIC / ANDREJ ISAKOVIC

Sport
06/29/2020

Für Zverev existiert Corona nicht: Tennis-Star macht weiter Party

Der Deutsche wollte sich nach dem Abbruch der Adria-Tour eigentlich in Selbstisolation begeben. Stattdessen feierte er in Monaco.

Noch vor wenigen Tagen hatte er sich doch vernünftig angehört. "Ich möchte mich zutiefst bei jedem entschuldigen, den ich eventuell mit meiner Teilnahme an der Adria-Tour in Gefahr gebracht habe. Ich werde mich an die Selbstisolationsrichtlinien halten, die von unseren Ärzten empfohlen werden. Als weitere Vorsichtsmaßnahme werden mein Team und ich regelmäßig getestet", hatte Alexander Zverev nach dem coronabedingten Abbruch der von Novak Djokovic initiierten Tennis-Tour in einer Presseaussendung verlautbaren lassen. 

Nur sechs Tage nach dem desaströsen Ende des umstrittenen Events, bei dem sich etliche Kollegen - allen voran der Veranstalter Djokovic - das Virus eingefangen hatten, bewies Zverev, dass er es eigentlich gar nicht so ernst meinte mit seiner Ankündigung. Der deutsche Tennis-Star wurde am Wochenende inmitten einer feuchtfröhlichen Party unweit von Monte Carlo gesichtet - und aufgenommen.

Das ursprüngliche Video, das in Form einer Instagram-Story im Netz aufgetaucht war, wurde mittlerweile vom Urheber - dem deutschen Modedesigner Philipp Plein - entfernt. Mittlerweile sollte sich aber herumgesprochen haben, dass das, was man im Internet einmal veröffentlicht hat von dort nicht mehr verschwindet.

So wurde der kurze Clip, der in einer Nobel-Bar aufgenommen wurde, schnell auf den Festplatten dieser Welt abgespeichert und wie ein Buschfeuer verbreitet. 

Das Verhalten des 23-Jährigen, der schon bei der Party, die in Belgrad am Rande der Adria-Tour stattgefunden hatte, die Hauptrolle gespielt hat, sorgt für Kopfschütteln. Dass Zverev die Quarantäne-Zeit nun offenbar nicht eingehalten hat, nahm die Tennis-Szene bestürzt zur Kenntnis. Am deutlichsten meldete sich Nick Kyrgios zu Wort: "Wie egoistisch kann man sein?", fragte der Australier in seiner Instagram-Story. "Wenn du schon so dreist bist, dieses vorgefertigte Statement deines Managements zu veröffentlichen, dass du dich 14 Tage selbst isolierst und dich bei allen entschuldigst, bleib doch auch zuhause für 14 Tage."

Auf seine nächste öffentliche Erklärung darf man gespannt sein.