Sport | Formel-1 29.11.2016

Nico Rosberg: Endlich oben angekommen

Mein Schatz!: Nico Rosberg wollte den WM-Pokal nicht mehr loslassen. © Bild: DIENER/EM

Das Meisterstück von Champion Nico Rosberg in Zahlen.

Die Raserei hat für Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg nach dem Titelgewinn erst so richtig begonnen. Der Terminplan des 31-jährigen Deutschen ist prall gefüllt: Von Abu Dhabi geht es innerhalb von sechs Tagen nach Malaysia (Sponsor), England (Teamzentrale), Wien (FIA-Gala, siehe unten) und Stuttgart (Mercedes-Sitz).

Keine Zeit bleibt ihm da wohl, den bisherigen Höhepunkt seiner Laufbahn so wirklich zu realisieren. Die Beurteilung haben freilich längst andere übernommen. Der britische Guardian schrieb von einem "Triumph des Retrievers über den Windhund, der Schildkröte über den Hasen", die deutsche FAZ nannte es den "Triumph über den Trickser".

Lewis Hamilton hatte in den finalen Momenten alles (Un-)Mögliche versucht, Mercedes-Teamchef Toto Wolff erklärte in Richtung des Briten vielsagend: "Man muss mit Würde gewinnen und verlieren." Die Zahlen zu Rosbergs Meisterstück:

2 -mal konnte bislang erst ein Fahrer Weltmeister werden, dessen Vater ebenfalls den WM-Titel geholt hatte. Keke (1982) und Nico Rosberg folgten damit Graham (1962, 1968) und Damon Hill (1996) nach. Probiert haben es mehrere Familiendynastien: Insgesamt waren 13 Vater-Sohn-Duos am Start.

3 verschiedene Weltmeister stellt Deutschland nun. Damit liegt die Autonation gleichauf mit Brasilien an der zweiten Stelle der ewigen Bestenliste – nur aus Großbritannien kommen noch mehr Champions (10). Die Deutschen dominierten in der jüngeren Vergangenheit: Von den jüngsten 24 Weltmeisterschaften gewannen Michael Schumacher (7), Sebastian Vettel (4) und Nico Rosberg (1) die Hälfte.

9 Grand-Prix-Siege feierte Nico Rosberg in seiner Weltmeister-Saison. Zwar gelang seinem Teamkollegen Lewis Hamilton um ein Erfolg mehr, dennoch konnte sich der Deutsche einmal mehr steigern. Rosbergs Bilanz seit Beginn der Turbo-Ära lautet: 2014 (fünf Siege, 15 Podestplätze), 2015 (sechs Siege, 15 Podestplätze), 2016 (neun Siege, 16 Podestplätze).

206 Rennen benötigte Rosberg, um erstmals Weltmeister zu werden – einsamer Rekord.

975 von gesamt 1268 Rennrunden der Saison war Rosberg in den Top drei des Feldes. Das entspricht 75 Prozent.

6 Millionen Zuseher sahen durchschnittlich in Deutschland Rosbergs WM-Triumph im Fernsehen. Generell stieg das Interesse an der Königsklasse im Vergleich zum Vorjahr. Im ORF waren es 650.000 Zuseher.

( kurier.at ) Erstellt am 29.11.2016