Formel 1: Das Rennen um den fünften Titel

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Jeweils vier Mal haben Hamilton und Vettel schon die WM gewonnen. Am Sonntag startet die neue Saison

M it dem Grand Prix von Australien startet am Sonntag in Melbourne auch das Duell zwischen Formel-1-Titelverteidiger Lewis Hamilton und Sebastian Vettel um ihren jeweils fünften Weltmeistertitel. Das gelang bisher nur zwei Piloten: Juan Manuel Fangio (5) und Rekordchampion Michael Schumacher (7). Der Druck vor dem ersten von insgesamt 21 Rennen lastet auf dem deutschen Dauer-Herausforderer Vettel.

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Denn Vettels Boss Sergio Marchionne ist ungeduldig, Ferrari ist ungeduldig. Zu lange liegt der bisher letzte Fahrertitel zurück. 2007 war es, als Vettels aktueller Kollege Kimi Räikkönen von einer gnadenlosen Fahrerfehde zwischen Hamilton und dessen spanischem McLaren-Kollegen Fernando Alonso profitierte und im letzten Rennen Weltmeister wurde. Seitdem versucht Ferrari alles, holte Alonso. Scheiterte an Vettel, als der für Red Bull vier Mal in Serie die Weltmeisterschaft gewann.

Vettels Rückschläge

Vettel musste her. Seit 2015 fährt er für die , schaffte im ersten Jahr mit drei Siegen mehr als erwartet. Dann der Einbruch: 2016 gab es keinen Sieg. Im vergangenen Jahr war er in der ersten Hälfte auf Titelkurs, fünf Erfolge insgesamt reichten aber nicht. Vettel wurde von Hamilton im Mercedes geschlagen.

„Unterm Strich hat uns überall ein bisschen gefehlt“, sagt Vettel. Hamilton glich nach Titeln aus. 199 Rennen, 47 Mal der Rennsieger, 99 Mal auf dem Podium, 50 Mal auf Poleposition – Vettels Bilanz ist die zweitbeste im Fahrerfeld. Besser ist nur Hamilton mit 62 Siegen, 117 Podiumsplätzen, 72 Poles.

Vettels Ungeduld

Dass Ferrari im vergangenen Jahr den Kampf lange offen gestalten konnte, nährt die Hoffnungen. Vettel will nicht länger warten. Er will den Tifosi den Titel schenken. Gewohnt zurückgezogen bereitete er sich in seiner Schweizer Wahlheimat auf das kräftezehrende Duell mit Hamilton und womöglich weiteren Titelkonkurrenten auf die bis Ende November dauernde Saison vor.

Um Hamilton, der im Teamduell gegen Vettel-Landsmann Nico Rosberg die Grenzen seiner fahrerischen Klasse noch einmal neu definiert hat, zu schlagen, muss alles passen. „Wenn es am Ende klappen sollte, wäre es fantastisch“, sagt Vettel. Dann hätte die Startnummer 5 auch Titel Nummer 5.

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