Christoph Strasser tritt auch in der Nacht in die Pedale.

© Lex Karelly

Sport
06/13/2019

Extremradler Christoph Strasser: 20 Minuten Schlaf in 28 Stunden

Der Steirer liegt beim Race Across America klar voran, Hitze und Waldbrände setzen ihm allerdings ordentlich zu.

Dass das Race Across America eine echte Tortur ist, weiß keiner besser als Christoph Strasser. Immerhin stellt sich der Steirer schon seit 2011 dieser Herausforderung und hat den Klassiker bereits fünf Mal für sich entscheiden können.

Auf dem Weg zu seinem sechsten Gesamtsieg  sind nicht die Rivalen die größten Gegner, sondern die äußeren Bedingungen: Kurz vor der 1000-Kilometer-Marke musste Strasser einen ungewollten Zwischenstopp einlegen. Heftige Waldbrände und die damit verbundene schlechte Luft setzten dem 36-Jährigen extrem zu. „Wir mussten ihn rund zehn Minuten ins Auto packen", erklärt Teamchef Michael Kogler. "Er musste dann auch einige Stunden mit Mundschutz fahren."

Christoph Strasser liegt derzeit rund 100 Kilometer vor dem Zweiten Marko Baloh aus Slowenien. Weitere rund 90 Kilometer zurück liegt der Steirer Markus Brandl. „Christoph fährt seinen Rhythmus und konzentriert sich nicht auf die Gegner. Wir haben abseits der Positionskämpfe genug zu tun, um ihn kühl und wach zu halten“, sagt Kogler. Die erste Schlafpause legte Strasser übrigens nach 28 Stunden ein - für 20 Minuten schloss er die Augen.

 

Die nächste Herausforderung ist das Monument Valley mit Temperaturen von über 40 Grad. Schon an den ersten eineinhalb Tagen machte den Teilnehmern die Hitze zu schaffen. Strasser legte deshalb seine Kühl-Pads an, die den Körper abkühlen sollen. Zudem spritzen ihn seine Crew-Mitglieder im Laufschritt mit Wasser an.

Das Race Across America wird seit 1982 durchgeführt, die Teilnehmer müssen dabei  4.940 Kilometer zurücklegen.